Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Stuttgart

Vorboten

Von GĂŒnter Bannas
Aufgalopp vor dem Superwahljahr 2021: In fĂŒnf Wochen gibt es Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen, und mit dem Ende der Schulferien beginnt jetzt die heiße Phase des Wahlkampfes. Immer schon waren Wahlen zu BĂŒrgermeistern und StadtrĂ€ten im grĂ¶ĂŸten deutschen Bundesland Vorboten politischer Entwicklungen anderswo gewesen. Und: Derzeit haben besonders viele bundespolitische Akteure dort ihre politische Heimat. Die drei Kandidaten fĂŒr den CDU-Parteivorsitz (Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen), dazu nochWeiterlesen…

Stuttgart

Deutungen der Stuttgarter Krawalle von unterschiedlicher QualitÀt
Dass die Nachrichtengebung aus Stuttgart im Juni ein rechtes Agendasetting der “Sicherheits”-Behörden war, war von vorneherein klar. Die in Baden-WĂŒrttemberg und Stuttgart starken und einflussreich mit prominentesten Personen (Kretschmann, Kuhn) mitregierenden GrĂŒnen dem keine Alternative entgegensetzten, sondern mĂŒhselig graduelle Korrekturen an den politischen Interpretationen zu platzieren versuchten, lĂ€sst fĂŒr die Zukunft GrĂŒnen Mitregierens nichts Gutes ahnen.Weiterlesen…

Die Nichts-Merker

mit Update nachmittags
Stuttgart / KarstadtKaufhof / TV-Fussball / Lokaljournalismus
Nach dem Wochenende spielte sich die ĂŒbliche rechtskonservativ-deutsche PublizitĂ€tsagenda ab. Irgendwo randalierte irgendjemand. Darum mehr Polizei, schĂ€rfere Gesetze, die Linken sind schuld, Prozess am Hals. Aber irgendwie funktioniert das auch nicht mehr so zuverlĂ€ssig, wie es all die Jahrzehnte diese (westdeutsche) Republik konstituiert hat.Weiterlesen…

LĂŒgenpresse / Stadtzerstörung

Hier wird Ihnen schon wieder schlecht, aber nicht wg. Essen & Trinken
LĂŒgenpresse ohne AnfĂŒhrungsstriche. Dass in Grossbritannien alle Schamgrenzen gefallen waren, als Rupert Murdoch dort die Medienmacht ĂŒbernahm und die Premierminister persönlich aussuchte – das wusste ich schon. Dass aber die Druckerzeugnisse der deutschen VerlegermilliardĂ€rsfamilien die LĂŒgen der kriminellen MurdochblĂ€tter einfach abschreiben, das erfahre ich nur, wenn ich mal krank bin, im Wartezimmer sitze und Spiegel, Stern und Stadtanzeiger gerade besetzt sind. Im Alltag fasse ich diesen Dreck nicht mit spitzen Fingern an. Und weiss darum so wenig darĂŒber.
Anders Mats Schönauer/uebermedien, der das anscheinend beruflich macht.Weiterlesen…

RAF-Terrorismus böse – Neonazi-Terrorismus eine Bagatelle?

Zugegeben, ich bin inzwischen ein paar Tage Ă€lter, als manche Verfassungs”schĂŒtzer”- ebenso wie Seehofer und alle anderen Innenminister – und kann mich noch an den “deutschen Herbst” erinnern. Die RAF hatte einige “ReprĂ€sentanten des Staates” wie sie es nannte, entfĂŒhrt und ermordet. Das Ergebnis war, dass ich als Student und Landesvorsitzender der Jungdemokraten etwa dreimal pro Woche auf der B 27 zwischen TĂŒbingen und Stuttgart in die MĂŒndung von mindestens einer “UZI”, damalige Maschinenpistole der Polizei, schauen durfte, stĂ€ndig wurden Studenten-WGs der mutmaßlichen “Sympathisantenszene” durchsucht, zum Teil unbeteiligte Menschen verhaftet, wie die Frankfurter Studentin Eleonore Pönsgen, die nach dem Mord an JĂŒrgen Ponto unschuldig eingesperrt wurde.Weiterlesen…

Die 15-Minuten-Recherche (2)

von Wolfgang Hippe
Eine Meldung oder ein Interview, ein Statement oder ein Satz als Anlass zu einer kleinen Recherche. Voraussetzung: Man muss mindestens ahnen, wonach man suchen will. Damit verbunden ist kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit, was die erfassten Informationen betrifft. Deren Vielfalt ist natĂŒrlich unĂŒberschaubar – Fake News inbegriffen. Kurzum: es geht nicht um „Wahrheit“.

Preisfrage: Was verbindet S 21 mit dem Brexit?Weiterlesen…

Indien-Pakistan / Stuttgarter Loch / Übersehene Nachrichten

Gilbert Kolonko/telepolis liefert ein informatives Update zum Indien-Pakistan-Konflikt.
Arno Luik/Kontext-Wochenzeitung (ex-Stern-Mitarbeiter) schreibt, wie das Stuttgarter Loch grösser und grösser wird. Die Signaltechnik wird manches verschlingen. Die politische Preisfrage: wer wird alles in das grosse Loch fallen?
Die Initiative NachrichtenaufklĂ€rung hat ihre Hitliste 2019 der “vergessenen Nachrichten” veröffentlicht.

Zumach hat Ärger / Ein einziges Loch: Stuttgart / SPD in Amerika

Extradienst-Autor Andreas Zumach hatte hier bereits Ă€rgerlichen Stress berichtet, den er sich mit seinem politischen und journalistischen Engagement eingehandelt hat. FĂŒr einen, der seine politische Sozialisation bei der Aktion SĂŒhnezeichen/Friedensdienste bekommen hat, muss das eine bittere Erfahrung sein. Es ist kein Einzelereignis geblieben, sondern gestaltet sich als Erlebnisserie, jetzt am Beispiel des Göttinger Friedenspreises, dessen Jury-Vorsitzender er ist. Er bittet um Hinweis auf einen Kommentar von Micha Brumlik, den die taz in ihrem norddeutschen Lokalteil versteckt hat.
Stuttgart ist ein schlimmes Loch, in erster Linie fĂŒr seine Einwohner*innen,Weiterlesen…

Vincent Klink 70 – die Freude des Gratulierens

Essen ist notwendige Bedingung – fĂŒr Leben und Lust
Meine Verehrung fĂŒr Vincent Klink ist Leser*inne*n dieses Blogs gut bekannt. Zu lange war ich schon nicht mehr bei ihm auf der Wielandshöhe in Stuttgart. Durch Jakob Strobel Y Serra/FAZ wurde ich auf Vincents 70. Geburtstag aufmerksam. Wenn er in GriffnĂ€he wĂ€re, ĂŒberkĂ€me mich jetzt ein UmarmungsbedĂŒrfnis. Ein herzlicher GlĂŒckwunsch auch aus Beuel, fĂŒr einen der menschlich und politisch grössten Köche unseres Landes!
Vorgestern machte ich auf eine neue Veröffentlichung zum Thema Essstörungen aufmerksam.Weiterlesen…

Die grosse NervositÀt um die Deutsche Bahn

Es war ein neuer Zug. Der einzige GrossaktionĂ€r beschimpfte seine eigene Firma. Die Bundesregierung persönlich, in Gestalt ihres zustĂ€ndigen StaatssekretĂ€rs, schĂŒttete Hohn und Spott ĂŒber den Laden aus, in dem sie allein bestimmt, wo es langgehen soll. Immerhin: dieses Schlechtreden können wir hoffentlich als Indiz nehmen, dass von PrivatisierungsplĂ€nen Abstand genommen wurde. Wenn die VerkĂ€uferin selbst die Preise so versaut …
Es hat wohl einen anderen Grund.Weiterlesen…

Kriegstraumata – made in Stuttgart

Erika Runge habe ich Ende der 70er Jahre persönlich kennen gelernt. Sie gehörte zu den solidarischen prominenten UnterstĂŒtzer*inne*n der Anti-Apartheid-Bewegung. Ich habe sie damals als ungewöhnlich, und angenehm toughe Frau wahrgenommen, die ziemlich genau ĂŒber den Lauf des Lebens Bescheid wusste. AnlĂ€sslich des Endes des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet und des JubilĂ€ums ihrer “Bottroper Protokolle” hat die taz sie aufgesucht. Sie hatte es nicht weit – nach Charlottenburg – aber schwer, von ihr ein GesprĂ€ch zu bekommen.Weiterlesen…

Mexikos Frauen / Vincent Klink

Die Frauen Mexikos und ihre Selbsthilfeorganisationen avancieren zur globalen Fachelite in Sachen Frauen-Misshandlungen und -Morde. So konnte es passieren, dass dieser aufwĂŒhlende Text aus der SZ von gestern im Wissenschaftsteil landete. Wenn er dadurch mehr gelesen wird, möge es so sein.
Koch- und LebenskĂŒnstler Vincent Klink wurde aktuell mal wieder zur Lage einvernommen, von der Kontext-Wochenzeitung. Es ist mir immer wieder eine Freude, ihm bei seinem Schaffen zuzusehen, und ich bin stolz diesen grossartigen Kerl persönlich kennen gelernt zu haben. Von Bonn aus ist seine Wielandshöhe in Stuttgart bequem in einem Tagesausflug mit der Bahn zum Mittagessen zu erreichen; zur Tagesschau ist mann oder frau wohlig gesĂ€ttigt und beglĂŒckt wieder zuhause. So eine Reise mit kulinarischer Vollverpflegung ist jeden investierten Cent wert.

Otto Addo – eine BVBler in Mönchengladbach

Otto Addo wechselte einst im Duett mit Gerald Asamoah von Hannover ins Ruhrgebiet. Die Verletzungskatastrophen verfolgten ihn: drei Kreuzbandrisse, mit einem soll er sogar noch ein Tor geschossen haben. Jetzt ist er schon ĂŒber 40 und muss immer noch arbeiten. Seinen Job gibt es angeblich bisher nur in Mönchengladbach: Übergangstrainer.
Er arbeitet exakt an der Schnittstelle, die mir bei meinen Stadionbesuchen zu Spielen der Regionalliga West im Sportpark Nord schon aufgefallen war.Weiterlesen…

Glyphosat / Architektur / Erdogan / Lola rennt

Glyphosat – so sicher wie Ihr Friseur

Der Ausschussvorsitzende fĂŒr Landwirtschaft Alois Gerig (CDU) beging heute einen Anschlag auf die Obst- und Weinbranche. Passend zum Millionenurteil gegen Monsanto in den USA wies er öffentlich darauf hin, dass diese Branchen Glyphosat einsetzen. Das Mittel sei so Ă€hnlich zu bewerten “wie manche Teesorten, wie Kartoffelchips, wie rotes Fleisch oder wie gar das ganze Friseurhandwerk”. Also, was regen wir uns auf? Wer solche Lobbyisten hat, braucht keine Feinde mehr.

Rechte Siegerarchitektur gegen Brutalismus

Stephan TrĂŒby, Architekturprofessor aus Stuttgart, beschreibt, wie die Rechten bereits heute das Aussehen unserer StĂ€dte durchdringend bestimmen.Weiterlesen…

Slowfood-Magazin: KrĂ€uter und GewĂŒrze

Im neuen Slowfood-Magazin gehts u.a. um folgende Themen:

Test: Kirschjoghurts – manche haben mehr Zucker als “Fruchtgehalt”.
Brunnenkresse aus der “Erfurter Klinge” wurde in die “Arche des Geschmacks” aufgenommen.
Eine FĂŒhrung durch Stadt und Umgebung von Potsdam.
Weinjournalistin Ursula Heinzelmann stellt den Sagrantino aus Umbrien vor; in einem weiteren Text verteidigt sie die Scheurebe.
Im Schwerpunktthema GewĂŒrze wird das Projekt “Soulspice” vorgestellt, das sich an einer fairen und hochwertigen Verwertungskette fĂŒr die grosse Welt der GewĂŒrze versucht, und wird zum “Food Hero” erklĂ€rt.
Carlo Petrini, der italienische GrĂŒnder und strategische Denker von Slowfood,Weiterlesen…

Immobilienboom zuende?

Das wĂ€re ja mal eine gute Nachricht; allein – mir fehlt der Glaube. Die FAZ verbreitet eine entsprechende Botschaft des Immobilienlobby-Instituts Empirica. Wie mĂŒssen wir diese Botschaft lesen?

Empirica, das liegt schon an seinen Auftraggebern, trĂ€gt eine Investorenbrille. FĂŒr die sind die lokalen und regionalen MĂ€rkte, auf denen der Preiswahnsinn galoppiert: das Paradies. Empirica scheint nun zu meinen: das Paradies – in Berlin, MĂŒnchen, Stuttgart – hat Grenzen.

Das ökonomische Problem ist, dass der private Kapitalreichtum sehr Weniger explodiert ist. Das Kapital weiss nicht mehr wohin.Weiterlesen…

Borussia: Eberl, das GeschÀft und die Fans

Die Kolleg*inn*en von seitenwahl.de haben schon alles Nötige völlig korrekt kommentiert. Das wiederhole ich nicht, nur ergÀnzende Erinnerungen:

Beim von seitenwahl erwĂ€hnten Champions-League-Heimspiel gegen ManCity (1:1) war ich im Stadion. Im Oberrang ĂŒber den echten Stehplatzfans, durfte ich an einer Dauerkarte partizipieren; der Inhaber war dienstlich im Kongo, und ich lasse mal offen, wer mehr gelitten hat und erregter war. Nach dem vorhergegangenen 1:2-Heimdebakel (bei 12:2 TorschĂŒssen) gegen die Leute aus der Stadt mit den zwei KirchtĂŒrmen war das 1:1 gegen die – allerdings lustlose – MilliardĂ€rstruppe am Mittwoch danach akzeptabel, zumal es mit 40 Minuten Unterzahlspiel, Stindl war unberechtigt vom Platz geflogen, erkĂ€mpft wurde. Um mich rum wurde viel gemotzt und gepfiffen. Keine Eventfans, Dauerkarteninhaber*innen kommen ja immer.
Am Bökelberg frĂŒher, und zu zum Teil noch viel besseren Zeiten, war es allerdings Ă€hnlich.Weiterlesen…

Fahrradverleihsysteme – ohne Datenschutz?

von Andreas Falkowski

Die ersten VertrĂ€ge von Kommunen mit den Betreibern ihrer Fahrradverleihsysteme, die im ersten Schwung im Rahmen der damaligen Bundesförderung eingerichtet wurden, laufen aktuell aus und werden nach und nach neu ausgeschrieben (z.B. Berlin im letzten Jahr, aktuell in Hamburg). Weitere Kommunen planen aktuell die Neueinrichtung eines Fahrradverleihsystems (z.B. Stuttgart, Leverkusen und Bonn). Bei diesen neuen Ausschreibungen drĂ€ngen zusĂ€tzlich zu den bisherigen 2-3 europĂ€ischen Betreibern weitere Betreiber aus dem fernostasiatischen Raum auf den deutschen Markt. ZusĂ€tzlich zu diesen offiziellen Ausschreibungen stellen diese meist chinesischen Anbieter ihre VerleihfahrrĂ€der teilweise in einigen GroßstĂ€dten auch einfach zu Tausenden zusĂ€tzlich zum offiziellen System mit auf die Straßen (z.B. in MĂŒnchen).

GrundsĂ€tzlich könnte es ja jeder Kommune egal sein, wer das Fahrradverleihsystem betreibt. Und grundsĂ€tzlich könnte sich jede Kommune ĂŒber ein zusĂ€tzliches Angebot aus dem Bereich des Umweltverbunds freuen. Einige Kommunen könnten dies unter dem Gesichtspunkt „Hauptsache es kommt ĂŒberhaupt“ sehen.Weiterlesen…

“Mein Verein” (WDR): VfL 1900 Borussia Mönchengladbach

Andreas Kramer gehört der TV-Mannschaft von Arnd Zeigler an, der weit ĂŒber die Grenzen Werder Bremens hinaus bis vor die Stadtmauern einer bayrischen Grossstadt bundesweit Respekt und Anerkennung fĂŒr seinen Humor und seine Fachlichkeit geniesst. Er kann also nicht verkehrt sein. Zu Beginn des Films packte mich Entsetzen: was ist das denn fĂŒr ein provinzieller Mist? Er kriegte noch die Kurve, zu einem knappen aber grundsĂ€tzlich sympathischen zufriedenstellend.

Auch dieser Film verhob sich nicht an der reichen Geschichte des Vereins, sie wĂ€re, da gebe ich Kramer völlig recht, in 45 Minuten Film nicht zu packen gewesen. Dass er sich fĂŒr die zurĂŒckhaltende WĂŒrdigung Lucien Favres rechtfertigt, ist ok. Auch wĂŒrdigt er die 60er Jahre angemessen. Dass er dabei allerdings kein einziges Mal den Namen des Kölners (!!!) und Gottvaters des Mönchengladbacher Fussballs Hennes Weisweiler nennt, ist aber dann doch ein notenentscheidender schwerer Fehler. Ohne Weisweiler, der nicht nur unzĂ€hlige Fussballtalente sondern zu Lebzeiten 90% der deutschen Profitrainer ausbildete, hĂ€tte es die Mönchengladbacher Fussballgeschichte wie wir sie kennen – und also auch diesen Film! – nicht gegeben. Gegen diesen Fehler ist es fast schon eine lĂ€ssliche SĂŒnde, dass auch Jupp Heynckes ungenannt bleibt,Weiterlesen…

Muss Dobrindt ins GefÀngnis?

NatĂŒrlich nicht – im Gegenteil, er hĂ€lt sich selbst noch fĂŒr einen der besten Minister, die die CSU je hatte, Horst Seehofer findet das prima und das kann er auch, denn Presse und Opposition machen ihm das Leben wirklich leicht. Drei Beispiele, die manch ein anderer Minister politisch nicht ĂŒberlebt hĂ€tte, sitzt er nicht nur locker aus, muss sich nicht rechtfertigen, wird nicht angegriffen, obwohl der Wahlkampf in seine “heiße Phase” tritt, weht höchstens ein laues “Berliner LĂŒftchen”.

Da ist zum einen die AutobahnaffĂ€re. SechshundertfĂŒnfzig Millionen will ein Konsortium aus Firmen von Dobrindt haben, weil diese Mehrkosten beim privat finanzierten Ausbau der Autobahn A1 angefallen sind und die privaten Investoren vor der Insolvenz stehen. Warum ĂŒberhaupt in Zeiten der Niedrigzinspolitik und ĂŒberquellender Staatsfinanzen so ein Projekt in Public-Private-Partnership vergeben wurde, ist kaum zu erklĂ€ren. Private Investoren bekommen nĂ€mlich das Geld nicht billiger, sondern teurer als der Staat, mĂŒssen einen eigenen Apparat vorhalten und die sogenannten “Vertragskosten” wieder hereinbringen, die allein durch die privatwirtschaftliche Abwicklung zusĂ€tzlich entstehen. Und sie wollen noch Gewinn machen – also von vorherein ein Unternehmen, das sich fĂŒr die Steuerzahlerin gar nicht rechnen kann. Dazu kommt noch, dass der Bund, wenn der Investor pleite geht, fĂŒr die Kosten ohnehin aufkommen muss. Es gibt also keinen Vorteil fĂŒr die öffentliche Hand und wer den Straftatbestand der Veruntreuung kennt,Weiterlesen…

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