Die Kunstrasenlobby hat ganze Arbeit geleistet. Nach allem, was aus Fußballvereinen zu hören ist, und gegenĂŒber der Kommunalpolitik können die sehr laut werden, kommen Jugendliche nur noch in Vereine, die Kunstrasen haben. Wer will sich schon in Matsch wĂ€lzen oder auf Asche die Knie aufschlagen? Fritz-Walter-Wetter nein danke. Gut, wenn keine Jungs mehr kommen, könnte mann ja MĂ€dchen werben. Aber MĂ€dchenfußball? Der MĂ€nnerfußball weiss sich zu wehren und wirbt fĂŒr gladiatorenhaftes Spiel. Schön ist das nicht. Aber fĂŒr Schönheit sind ja die Frauen zustĂ€ndig, es gĂ€be doch viel schönere Sportarten fĂŒr sie ….
Schade nur, dass in den Niederlanden nun eine Untersuchung herausgefunden hat, dass 48 von 50 untersuchten KunstrasenplĂ€tzen krebserregende Stoffe enthielten – hier der Link zum TV-Magazin Zembla (ndl.), und hier eine Kurzmeldung des DFB- und DFL-treuen Sportinformationsdienstes sid auf Zeit-online, wo der sehr aufmerksame Redakteur Oliver Fritsch arbeitet. Wie viele Eltern werden wohl Lust haben, ihre Kinder fĂŒr sowas jetzt noch anzumelden?

Schade, ausgerechnet, wo jetzt der grĂ¶ĂŸte Kapitalist der Welt, die StaatsfĂŒhrung des “kommunistisch” regierten China, den Fußball als Entertainmentbusiness entdeckt und die profitgierigen FĂŒhrungen von DFB und DFL völlig besoffen reden lĂ€sst, durch eine 70-jĂ€hrige FunktionĂ€rin. Das muss man erst mal bringen. Und es klappt. Schmierstoff ist ja genug da. Wenn man mit einem 20-jĂ€hrigen Fußballprofi als Sohn nicht mehr arbeiten gehen muss, wen stört dann die Herkunft dieses kleinen GlĂŒcks?
Der Krebs kommt, wenn ĂŒberhaupt, ja erst spĂ€ter ….