Nr. 1 im Pott – “nur der RWE!”

Von , am Mittwoch, 12. Juli 2017, in Fußball.

BVB-Fans, Ihr müsst jetzt ganz stark sein.
Einerseits lauert der Chinese Euren besten Spielern auf.
Andererseits werdet ihr Eure schlechteren Spieler nicht los.
Gegen einen Viertligisten habt ihr in jeder Halbzeit eine komplette Mannschaft aufgestellt, also quasi Zwei gegen Einen.
Und 2:3 verloren – gegen RW Essen, historisch die Verein gewordene Tragödie des Ruhrgebietsfussballs. Mein Grossvater verstarb 1974, zu seinem Glück, bevor die Tragödie ihren Anfang nahm, als RWE noch Bundesliga war und am 13.2.1971 beim 3:1 gegen den Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum nicht nur Gegentore, sondern richtige Messer auf Sepp Maier flogen. Mehr Angst und Schrecken als der Messerwerfer verbreitete unter Beckenbauer & Friends der heute zu unrecht fast vergessene Walter Hohnhausen, der dem Sepp zweimal einschenkte. Die Fankurve wurde danach baulich stillgelegt. Mittlerweile ist das ganze Stadion abgerissen und um 90 Grad versetzt neu gebaut worden. Dieses Bauprojekt hat sogar die lebenslängliche Herrschaft der SPD über die Stadt Essen beendet.
Unseren verstorbenen Beueler Fußballfreund Mike Mennen wird es im Himmel freuen, dass sein einstiger Schützling Sven Demandt als RWE-Trainer so einen schönen Prestigeerfolg landen konnte.
Liebe BVB-Fans, wenn Euch Eure Saisonvorbereitung unter dem neuen Trainer wichtig ist, dann müsst Ihr diese schmerzhaften Spielberichte lesen:
hier
hier
und hier.
Zum Trost könnt Ihr die ersten Bundesligaspieltage studieren, zu denen die Termine jetzt festgelegt sind. Da erwarten Euch leichtere Gegner ;-)
Neu sind Termine Sonntagsmittags; das letzte Sonntagsspiel ist jetzt 30 Minuten später um 18 h. Für den Reaktionär Rupert Murdoch, Besitzer von Sky, wirft sich die DFL jederzeit in den Staub.

Update 17.7.: Treffender Kommentar von Küppi, gern gesehener Gast an der Essener Hafenstrasse, zu seinen Borussen: “Verlieren beim Viertligisten Rot-Weiss Essen und zeigen so menschliche Größe. Essen ist moralischer Erstligist in der Anderswelt, in der es kein Redbull und Hoffenheim gibt.” (Quelle: taz)

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