In meinem “Leitmedium” telepolis.de stossen heute Gegensätze aufeinander, beim Blick auf die Grünen nach ihrem Parteitag. Die 8,9%-Grünen können froh sein, dass sie immer noch so erregen.

Peter Nowak gibt den doktrinär-Linken, für den die Partei ein weiteres Mal erledigt ist.
Rüdiger Suchsland setzt eine linksliberale Hymne dagegen.

Ein typischer Fall von beide haben Recht. Nowak publiziert seit vielen Jahren als linker Rechthaber von der Seitenlinie. Sein Vorteil: eine Parteibrille trägt er nicht. Als Leser weiss ich verlässlich, was ich von ihm bekomme. Er sieht oft Dinge, die ich übersehen habe. In Phasen schlechter Laune neige ich bei ihm eher zu Zustimmung.
Suchsland ist im Hauptberuf Filmkritiker und -journalist. Sein Blick auf “die Politik” ist in der Regel übermässig naiv. Aber als Filmexperte versteht er was von der Kraft emotionaler Bilder – die in diesem Blog z.B. absichtsvoll fehlen, weil wir nur Kontakt zu Ihrem Verstand suchen. Zum Personen-Design wurde kürzlich eine Studie der Uni Düsseldorf propagiert, die Suchslands Sicht bestätigt. Sie ist bisher nicht im digitalen Volltext auffindbar, weil sie wohl noch Geld einspielen soll.

In dieses Gesamtbild passt fast beängstigend, was Bernhard Heinzlmaier zum Erscheinungsbild der Politik meint, eine beissend-richtige, aber handlungsarme und wehrlos machende Kritik.

Positionieren Sie sich selbst. Leicht ist das nicht.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net