Israel bildet die Weltspitze in der Entwicklung von Drohnentechnologien. Das hat eine gewisse Logik, sieht es sich doch von Feinden umstellt. Welche Logik soll es haben, wenn auch die Bundesregierung und ihre Bundesverteidigungsminsterin ihr MilitĂ€r stĂ€rker mit solchen Waffen ausrĂŒsten wollen?
Die USA beweisen, dass mann noch jedes Land damit gegen sich aufbringen kann. Weltweit bekannt ist das von Afghanistan, dem Jemen und Irak. Weniger bekannt, weil wir glauben, sie hĂ€tten sich dort zurĂŒckgezogen, ist das von Somalia. Bettina RĂŒhl belehrt uns in ihrem DLF-Feature eines Schlechteren.
Die weltweite Exilgemeinde Somalias wĂ€re jederzeit in der Lage, mit ihrem angesammelten Kapital und ihrer gewachsenen Globalisierungsintelligenz in diesem verwĂŒsteten Land wieder eine lebendige Friedensökonomie zu entwickeln. Im nördlichen Somaliland soll es das, zunbemerkt von Weltöffentlichkeit und geopolitischen Interessen, auf sehr niedrigem Niveau schon geben. Selbst im immer noch kriegsbedrohten Mogadischu gibt es eine London-Ă€hnliche Gentrifizierung des Immobilienmarktes; und naja, derzeit kann mann auch mit Security-Dienstleistungen (Tagessatz pro Person: 1.000 $) steinreich werden.
Verhindert wird das von den Besatzungstruppen, die fĂŒr Frieden sorgen sollen. Ihre Gewalttaten und Misshandlungen von Zivilist*inn*en kultivieren eine Alltagsgewalt und BrutalitĂ€t, die fĂŒr zuverlĂ€ssige Rekrutierungserfolge der zur Mafia mutierten islamistischen Terrormiliz sorgen. In der Nato fĂŒrchten sie ja, dass sich die USA zunehmend aus derartiger “Verantwortung” zurĂŒckziehen wollen, und “wir” das dann entstehende Vakuum fĂŒllen mĂŒssen. Mmh, wollen wir das?