USA halten Terrorismus in Somalia am Leben

Von , am Dienstag, 12. Juni 2018, in Lesebefehle, Politik.

Israel bildet die Weltspitze in der Entwicklung von Drohnentechnologien. Das hat eine gewisse Logik, sieht es sich doch von Feinden umstellt. Welche Logik soll es haben, wenn auch die Bundesregierung und ihre Bundesverteidigungsminsterin ihr Militär stärker mit solchen Waffen ausrüsten wollen?
Die USA beweisen, dass mann noch jedes Land damit gegen sich aufbringen kann. Weltweit bekannt ist das von Afghanistan, dem Jemen und Irak. Weniger bekannt, weil wir glauben, sie hätten sich dort zurückgezogen, ist das von Somalia. Bettina Rühl belehrt uns in ihrem DLF-Feature eines Schlechteren.
Die weltweite Exilgemeinde Somalias wäre jederzeit in der Lage, mit ihrem angesammelten Kapital und ihrer gewachsenen Globalisierungsintelligenz in diesem verwüsteten Land wieder eine lebendige Friedensökonomie zu entwickeln. Im nördlichen Somaliland soll es das, zunbemerkt von Weltöffentlichkeit und geopolitischen Interessen, auf sehr niedrigem Niveau schon geben. Selbst im immer noch kriegsbedrohten Mogadischu gibt es eine London-ähnliche Gentrifizierung des Immobilienmarktes; und naja, derzeit kann mann auch mit Security-Dienstleistungen (Tagessatz pro Person: 1.000 $) steinreich werden.
Verhindert wird das von den Besatzungstruppen, die für Frieden sorgen sollen. Ihre Gewalttaten und Misshandlungen von Zivilist*inn*en kultivieren eine Alltagsgewalt und Brutalität, die für zuverlässige Rekrutierungserfolge der zur Mafia mutierten islamistischen Terrormiliz sorgen. In der Nato fürchten sie ja, dass sich die USA zunehmend aus derartiger “Verantwortung” zurückziehen wollen, und “wir” das dann entstehende Vakuum füllen müssen. Mmh, wollen wir das?

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