Das Monströseste zuerst. Die Berichterstattung des schweizerischen Onlineportals infosperber zu 9/11 ist jetzt mit drei Teilen komplett. Sie stützt sich auf die Klageschrift von Anwält*inn*e*n der 9/11-Hinterbliebenen gegen Saudi-Arabien. Selbstverständlich sollten wir uns beim Lesen und Nachdenken vor Unterkomplexität hüten. Auch und gerade in einer Feudaldiktatur wie Saudi-Arabien werden taktische und strategische Intrigen zwischen unterschiedlichen Interessen und Fraktionen ausgetragen. Auch in einem Feudalstaat läuft nicht “alles an einer Stelle zusammen”, sondern aufgrund zahlreicher Dysfunktionen so eines Systems oftmals exakt das Gegenteil, und das allerdings in extremistischer und mörderischer Weise. Auch wenn die Mehrheit der verdächtigten Täter saudi-arabische Staatsbürger waren, wird die Mehrheit der Menschen in diesem Land, egal ob sie nun faul sind oder nicht, diese Tat als genauso verbrecherisch verurteilen, wie wir das tun. Die politische Verantwortung dafür ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Das gilt exakt genau so für die Mordserie des NSU. Viele von Ihnen halten vielleicht meine und Helmut Lorscheids Kritik am deutschen Inlandsgeheimdienst für etwas übertrieben unbarmherzig. Ist sie nicht. Sie ist eher noch gemässigt im Ton, und weich in der Sache. Lesen Sie hier Thomas Moser/telepolis.
Die IXte Folge von “Wundersame Bahn” soll heute ein Link zu Tim Engartner/Blätter für deutsche und internationale Politik sein. Hier wird politisch erklärt, wie die Bahn dahin gekommen ist, wo sie heute ist. Ein Ende der Geschichte gibt es nicht, auch wenn dumme Bücher so heissen. Sie wird fortgesetzt.