“Babylon Berlin” ist heute

Von , am Montag, 1. Oktober 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Kostüme und Filmmusik aus – wir spielen selbst mit, “Babylon Berlin” ist nicht 20er Jahre, sondern hier und jetzt, mit uns mittendrin.

Wir und die Sauds

Unsere demokratische Regierung lässt mit unserer Technik, geliefert an befreundete feudaldiktatorische Massenmörder, in einem der ärmsten Länder der Welt, Jemen, Menschen umbringen – ohne Filme, Vertriebswege, Geschäftsmodelle. Wir wissen es zwar alle, aber wollen es nicht sehen. Es fehlt an Sex, Drogen und schönen Frauen. Stattdessen: Mellenthin/Junge Welt und German-Foreign-Policy. Und das ist in ein paar Tagen auch beides weg, in Paywall-Archiven.

Amri und der Inlandsgeheimdienst beim Breitscheidplatz-Attentat

Unser Inlandsgeheimdienst will weiter nicht verraten, was er unter der gemeinsamen Decke mit dem Breitscheid-Platz-Massenmörder Anis Amri zusammen getan hat. Es würde “das Staatswohl gefährden” – Thomas Moser/telepolis. Vor ein paar Tagen nannte ein taz-Autor den Herrn Hans-Georg Maaßen in einem Text “Verfassungschef” – Babylon heute.

Agent Skripal

Keiner will wissen, was der Beinahe-Ermordete Sergej Skripal selbst alles angestellt hat. Doch, manche wollen es wissen, u.a. Florian Rötzer/telepolis.

Helmut Schmidt und Laura Meschede

Laura Meschede, preisgekrönte Journalistin, auch hier im Extradienst schon lobend erwähnt, hat den “Helmut-Schmidt-Preis” abgelehnt. Respekt und Kompliment.

Bild&AfD

Michael Spreng, Ex-Chefredakteur des Express und der Bild am Sonntag, Ex-Medienberater des Ex-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber, teilt meine Meinung von Bild als AfD-Vorfeldorganisation.

WDR baut um seine Führung herum

Der WDR will sich umbauen, der neuen Zeit mit den vielen neuen Medientechnologien und dem Wandel der diversen Öffentlichkeiten gerechter werden. Obwohl … nicht wirklich. Der Sender baut nicht um und passt seine Führung den erkannten Notwendigkeiten an, sondern macht es wie in der steinzeitalten Politik: der Sender wird um die alte Führung herumgebaut, denn die will und soll bleiben. Wo soll sie auch hin?

Beklopptes Berlin

Um dem Titel auch wirklich gerecht zu werden: gucken Sie mal hier, Umfrage, wenn am Sonntag Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses wäre.

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