#metoo einerseits – Jungsspielzeug Cyberwar andererseits
Mithu Sanyal/taz beschreibt einige ihrer Erlebnisse in der #metoo-Diskussion. Anscheinend musste sie sich von einigen Freundinnen dafür kritisieren lassen, mit wem sie diskutierte – in erster Linie Indizien für die fatale Schwäche derer, die das für nötig hielten. Die Debatte insgesamt macht aber die Frauen stark – und ist noch nicht zuende.
Wie wichtig sie ist, zeigt Constanze Kurz/FAZ, Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC), indem sie den Jungs in ihre Cyberwar-Fantasien hineingrätscht. Sie hebt einen wichtigen Gesichtspunkt hervor, der bedauerlicherweise die gesamte Aussenpolitik immer stärker bestimmt: es wird nicht mehr auf der Basis von professionell ermittelten Fakten gearbeitet, sondern mit geheimdienstlich geraunten “Plausibilitäten”. Viele Jungs sehen darin den letzten möglichen Weg, ihr Recht auf Kriegspielen durchzusetzen. Wie so oft, finden sich immer auch Mädels, die mitspielen. Constanze nicht – gut gemacht, weitermachen!

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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