Jemen
27mal an 365 Tagen soll die Tagesschau im letzten Jahr über die nach Urteil der Uno “schlimmste humanitäre Katastrophe”, den Jemen-Krieg, berichtet haben. Dafür ist es aber deutschen Konzernen umso besser als gelungen, sich am dortigen Massenmord aktiv zu beteiligen. Wenn die Bundesregierung vornerum eine Exportstoppshow spielt, wird hintenrum von ausländischen Produktionsstandorten geliefert, und simsalabim – keine*r ists gewesen. (der letzte Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv).
Russland
Während hierzulande über Ukraine, Sanktionen und Northstream2 gestritten wird, ärgern sich die Russ*inn*en über das Gleiche wie wir: die Rente. Sie kritisieren ihren Präsidenten nicht für seine Aussenpolitik, im Gegenteil, sondern für das, was er so ähnlich macht, wie einst Franz Müntefering: er kürzt die Rente. Und es könnte für ihn ganz ähnlich ausgehen, wie für den einst (1998, 2002) siegreichen Wahlkampfmanager. Ulrich Heyden/telepolis berichtet.
Indien
Haben Sies auch nicht mitbekommen? In der grössten Demokratie der Welt wurde gewählt, und kein deutsches Medium berichtet. Doch, ich habe eins gefunden: in der Jungle World berichtet Gilbert Kolonko.
Pakistan
Dubioser Geheimdienst, oligarchisierte Gesellschaft, jederzeit religiös aufhetzbare Potenziale, Atommacht: Pakistan. Und pleite. Lesen Sie mal hier in der Jungen Welt, wer investiert.
Ägypten
Hier investieren “wir”, also unsere Herrschenden lieber gleich selbst. Appetitlicher ist es nicht, das hatte hier schon Bettina Gaus kommentiert.
Gabun
Darum kümmern sich unsere französischen Nachbarn. Sind sie es doch (also wieder ihre Herrschenden), die sich einst vom Pappa des heutigen Präsidenten haben aushalten lassen. Dort gabs einen Putschversuch, gewiss berechtigt, aber scheinbar wenig erfolgreich (einschränkender Hinweis: die Junge Welt bezieht sich auf eine gewöhnlich gut informierte französische Quelle). Den heutigen Präsidenten hat übrigens ein ehemaliger BVB-Spieler gerne hofiert.
Italien
Nicht alles ist schlecht in Italien. Nicht nur Bürger*innen wehren sich gegen den Rassismus des neofaschistischen Innenministers, sondern auch Bürgermeister – hier berichtet der DLF, hier die Junge Welt.