Die Klimabewegung macht ihm Angst – Spaltungen mit Tendenz zur Auflösung
Dass in Zeiten von “XY first” und Handelskriegen die Bedingungen zur Realisierung von globalen Profitraten schlechter werden, weiss heute jeder Milchjunge. Wie konnte es trotzdem so weit kommen? Der keineswegs immer “irre” US-PrĂ€sident wollte es nicht mehr hinnehmen, dass sein Land die Hauptlast des Investierens in komplett unproduktives RĂŒstungskapital allein schultern soll. Ganz nach der Logik traditioneller Mafia verlangt er mehr Geld fĂŒr seinen “Schutz”.
Zahlen soll vor allem Europa, und dort vor allem die Deutschen, die sich in dieser Hinsicht immer einen schlanken Fuss gemacht haben. Aus Furcht vor dem Wiederaufleben von deutschem Faschismus durften sie zunĂ€chst ĂŒberhaupt nicht rĂŒsten, und dann nur unter Nato-Kontrolle und -Einbindung. Clever wie sie sind haben sie sich dafĂŒr Vorteile auf den meisten wichtigen globalen MĂ€rkten gesichert, und sind zum zeitweiligen Exportweltmeister aufgestiegen. Dieses Modell hat China genau studiert … und das von Donald Trump reprĂ€sentierte US-Grosskapital ist nicht amĂŒsiert.
Folgerichtig eskalieren die internen Konflikte in der Nato so weit, dass nicht mehr wirklich von einem “BĂŒndnis” die Rede sein kann. Wer kauft bei wem das nichtsnutzige Zeug ein, und subventioniert damit wessen RĂŒstungsindustrie? Das ist der Kern von Macrons Rede vom “Hirntod” der Nato. Und die deutsche Bundesregierung ist doof genug, in diese Fallen der Herren Trump und Macron zu laufen. In altdeutscher Tradition missversteht sie Macht als MilitĂ€r, in bravem Gehorsam gegenĂŒber den deutschen Elementen des militĂ€risch-industriellen Komplexes (von Rheinmetall ĂŒber Thyssen-Krupp bis Siemens, Daimler, Airbus u.v.a.), den letzten treuen Freunden von CDU und SPD. Sie tritt engagiert fĂŒr unproduktive europĂ€ische AufrĂŒstung ein, und ist sogar bereit und interessiert fĂŒr ihren “Freund” und Fallensteller Macron teure, und gefĂ€hrliche militĂ€rische Interventionsarbeit in ehemaligen und faktisch fortdauernden Kolonien zu ĂŒbernehmen – und so “Versailles 1918” endlich zu korrigieren. DĂŒmmer geht es kaum. Aber global ist das ein Nebenschauplatz.

USA: niemand unter 70 will die “Macht”, Greise in Panik

Entscheidendes spielt sich in den USA ab. Das unternehmerisch-egomane Denken des “America First” wird von mĂ€chtigen Teilen des US-Grosskapitals keineswegs geteilt. Sie meinen mit der einerseits teuren Weltpolizistenrolle, aber andererseits dem Dollar als weltweiter LeitwĂ€hrung, der unbegrenzte Staatsverschuldung erlaubt, seien sie global besser gefahren, als mit einem expansionsfeindlichen Isolationismus. Die ganze Welt gegen sich aufbringen kann nicht gut fĂŒr weltweite Herrschaft und GeschĂ€fte sein. Da könnten sie Recht haben. Und so ein verblendeter Greis (73) von gestern – er könnte seine Wiederwahl vergeigen, wofĂŒr er schon ganz schön bescheuert sein muss.
Andererseits ist Joe Biden (76) offensichtlich nicht die Lösung, sondern Teil des Problems, die real existierende Gesellschaft der USA unter Kontrolle zu behalten. Der nicht minder greise Kerl bringt es fertig, die PrĂ€sidentschaftskandidatur der US-Demokraten, wenn nicht an Bernie Sanders (78, nicht minder greis, gerade einen Herzinfarkt ĂŒberlebt) an Elizabeth Warren zu verlieren. Die war schon mal Republikanerin, hat ĂŒber die wohl “zu viel” erfahren und gelernt, und sieht sich jetzt als linke Demokratin wieder, die auch noch wesentliche Forderungen der weltweiten Klimaschutzbewegung ĂŒbernimmt und womöglich mit “sozialistischen” Gerechtigkeitsvorstellungen von diesem irren Sanders verbinden könnte, um ein gesellschaftliches BĂŒndnis fĂŒr einen Wahlsieg zu konstruieren.
Das lĂ€sst einen weiteren Superreichen nicht mehr ruhen: Michael Bloomberg, selbst reicher als diese Irren alle zusammen. Alles muss mann als omnipotenter Superreicher heute selber machen. Klima retten, ja. Wer will sich schon selbst vernichten? Aber bloss nicht mit diesem Sozialklimbim der unkontrollierbaren Warren. Die geht ja auf alle gleichzeitig los: Zuckerberg, das Silicon Valley will sich schon Bunker in Neuseeland suchen … Und noch so ein junges MĂ€dchen: erst 70. Bloomberg ist 77.
AOC ist noch zu jung (30) fĂŒr eine PrĂ€sidentschaftskandidatur (ab 35). Sie macht ihnen dann beim nĂ€chsten Mal Angst.