Steffen Grimberg/taz hat Indizien über den Konflikt im Murdoch-Clan gesammelt. Nur vordergründig geht es dabei um Differenzen zu den Beziehungen zum Trump-Clan. Gegen den wird mal wieder “bösartig” ermittelt. Im Präsidentenamt sorgt der Delinquent für ein völliges Verschwimmen der Grenzziehung zwischen “normalem” Geschäftsbetrieb und räuberischer Erpressung. Mit dieser Grenzziehung haben deutsche Banken ähnliche Probleme, und besonders spektakulär ist mir, dass die Kölner (!!!) Staatsanwaltschaft hier um Aufklärung bemüht sein soll.
Gegen diese Fälle ist die filmreife Geschichte, die Andreas Rossmann/FAZ über einen in Italien (!) aufgeklärten deutschen (!) Kunstraub erzählt, ja fast schon Kleinkriminalität.
Die Sauds gehen da üblicherweise grösser ran, lassen bekanntlich auch schon mal kleine Pupser umbringen, ziehen sich jetzt aber beleidigt aus Newcastle zurück, mit der zutreffenden Begründung, dass im Geldwäscheparadies UK anderen Clans erlaubt werde, was ihnen verwehrt sein soll. Vorgeschoben. In Wirklichkeit haben sie noch mal nachgerechnet. Rechnen ist nämlich das, was sie seit Kurzem kultivieren und dringend ausbauen müssen.
Haben Sie in einem dieser Fälle den wehenden Mantel eines deutschen Innenministers (wahlweise Land oder Bund) gesehen?

Geld oder Gesundheit? Schulpflicht oder Gesundheit?

Mark Siemons/FAZ bemängelt, dass nicht in allen Bundesländern wie in NRW von den Kultusminister*inne*n Maskenpflicht verordnet wird. Siemons, den ich immer noch für einen klugen Kopf halte, hat wohl noch nie vor Schüler*inne*n gestanden, und sie zu unterrichten versucht.
Freddie Röckenhaus/SZ beleuchtet, wie immer aus BVB-Vorstands-Perspektive, die parallelen Wiederbeginn-Probleme des deutschen Profifussballs.
Beide Beispiele verdeutlichen, dass bei denen, die sich gedanklich und strategisch in Politik und Wirtschaft darum kümmern müssten, noch nicht angekommen ist, dass unsere Gesellschaft ein Konzept benötigt, über Jahre mit dem Virus (und denen, die ihm folgen werden) zu funktionieren. Ich hatte hier zart damit angefangen darüber nachzudenken, und wundere mich, dass es – zumindest öffentlich wahrnehmbar – niemand von denen tut, deren Amt es wäre.