Ein neues Schema ist es nicht, eher ein geschmacklos zerkautes Kaugummi, was der Herr KĂŒhnert da im Spiegel platziert haben muss. Mir ist es entgangen, als Nicht-Spiegel-Leser weiss ich viele Dinge nicht, die ich auch nicht wissen muss. Tomasz Konicz/telepolis machte mich nun doch darauf aufmerksam. Und seine Relevanz ergibt sich nicht aus den aufgetischten Phantomen einer “Linken”, sondern aus der deutschen Wirklichkeit.
Die verhandelt nĂ€mlich Konicz’ Kollege Thomas Moser, und weder KĂŒhnert noch der Spiegel haben in den letzten Monaten merkbares Investigativengagement in die Wahrheitsfindung investiert. 4 Jahre ist das Breitscheidplatz-Attentat in Berlin jetzt alt. Das Meiste weiss mann und frau nicht, aber so viel scheint klar zu sein: ein “linker” Massenmord (12 Todesopfer) war es nicht. Berechtigte Zweifel gibt es hingegen daran, ob Anis Amri der AlleintĂ€ter war, wie es die wahrlich nicht linksunterwanderten deutschen Ermittlungsbehörden und Geheimdienste der Öffentlichkeit (vergeblich) weiszumachen versuchen.
Was fĂŒhren der Spiegel und sein kleiner SchraubenschlĂŒssel KĂŒhnert (objektiv) im Schilde? Was war das “linke” an der NSU-Mordserie? Wo sind die “linken” Verschwörergruppen und Chatgruppen im Polizeiapparat? Welche “Linken” lassen die FlĂŒchtlinge im Mittelmeer ertrinken und auf griechischen Inseln versauern? Hat der Genosse KĂŒhnert es eilig, das endlich selbst zu verantworten?