2043 bin ich fast so alt, wie mein Vater jetzt. Es ist also nicht völlig ausgeschlossen, dass ich dann noch lebe. Dann soll der “Deutschland-Takt” der Bahn, mit dem windmachende Amtsversager in Berlin auf sich selbst aufmerksam zu machen versuchten, möglich gemacht werden. Da das mit Stuttgart21 nicht möglich ist, soll es dafür Stuttgart43 geben. Das lässt nur eine Hypothese zu: der Tunnelfuzzi Herrenknecht muss die Idiot*inn*en alle in der Hand haben.
Johanna Henkel-Waidhofer/Freitag, die meistens für die in Stuttgart erscheinende Kontext-Wochenzeitung schreibt, erklärt, warum den Grünen in BaWü der nächste Wahlsieg kaum noch zu nehmen ist. Das macht es möglich, dass das Rechtbehalten der schwäbischen Tunnelgegner*innen*bewegung für uns alle noch um ein Vielfaches teurer wird, und die meisten Stuttgarter*innen ihr Leben lang auf und über einer Baustelle leben müssen – zum Wohle des exponentiellen Wachstums der deutschen und internationalen Baumafia.
Wie es schon bei Stuttgart21 zu bewundern war, haben “alle” die Absicht mitzumachen: die Bahn, der Bund, das Land, die Stadt, und zwar egal, wer regiert. Es ist ja nicht ihr Geld, sondern unsers. Sie können noch dran verdienen, als Berater*innen, Aufsichtsratsmitglieder, in unzähligen Beiräten und “Dialogverfahren”.
Dass nur die Hälfte der systemrelevanten Niedriglöhner*innen überhaupt noch an Wahlen teilnehmen, macht niemanden nachdenklich, im Gegenteil: es erleichtert das Gewähltwerden, denn nur abgegebene Stimmen werden gezählt. An Steuereinnahmen oder gar Aufwandsentschädigungen ändert sich dadurch nichts, bzw. nur nach oben. Bis irgendjemand den Trick raushat, wie er*sie die andern 50% mobilisieren kann.
Ich bin Grünen-Mitglied und schäme mich.