So weit isses schon, schon vor dem Wahlergebnis. Für Montag, den 13.9., also in einer Woche, kündigen TV-Zeitschriften für die Primetime nach der Tagesschau an “Der Vierkampf nach dem Triell – Nach der Politdiskussion mit den drei Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Bündnis 90/Die Grünen gestern Abend kommen nun die Spitzenkandidaten der sogenannten kleinen Parteien zum Zuge …” Die meisten aktuellen Umfragen geben der CDU/CSU noch 20-22%. Aber wer weiss denn, ob es dabei bleibt? Bei der ARD haben sie den aktuellen Abwärtstrend einfach in die Zukunft weitergerechnet. Bei infratest-dimap, der Firma, die für die ARD arbeitet, hat die CDU/CSU in vier Wochen 7 % verloren. Drei weitere Wochen ergeben weitere über 5% minus. Dann wäre sie ungefähr gleich mit der aufstrebenden FDP.
Folgerichtig ist sie in der Runde der “Kleinen” am 13.9. mit ihrer Spitzenkraft Alexander Dobrindt vertreten. Wenn Sie vergessen haben, wer das ist: das war der Amtsvorgänger von Andy Scheuer, dem teuren Fachminister für Autos, Autoindustrie, Autobahnen, Autobahn GmbH und digitalen Stillstand. Eine Personifizierung von Kontinuität.
Ungewöhnlich auch die Perspektive der ARD, von der mann alles Mögliche erwartet, aber nicht so einen festen strategischen Blick in die Zukunft, in diesem Falle der Parteien. Gut: weitergedacht, müssten nicht auch die Grünen dann bei den “Kleinen” einsortiert werden? Und das “Triell” macht Olaf Scholz dann alleine? Aber wer würde dann zugucken? Ist nicht leicht, in so einem sterbenden Medium.