Frau Berg bleibt mein Lichtlein im Spiegel-Trashberg. “Dem Einzelnen wird vom Zustand der Erde gerade viel zugemutet.” … “Geringverdiener, die gering verdienen, damit es der verdammten Wirtschaft gut geht.” Frau Berg interessiert sich – von der Schweiz aus! – immerhin für all die Dinge, für die die Spiegel-Feldherren (und -innen!) in ihrer Blase keine Zeit haben. Z.B. die Frachtflieger, die uns in Beuel regelmässig mitten in der Nacht den Schlaf rauben, weil ihnen das die NRW-Landesregierung Rüttgers für 30 Jahre vertraglich garantiert hat. Achten Sie mal drauf, wenn Sie in den nächsten Nächten bei offenem Fenster schlafen müssen.

Durch Nachtruhe an einem Flughafen würden keine Infrastrukturen zusammenbrechen. Fragen Sie mal in Düsseldorf oder Frankfurt. Das war schon immer verdummendes Lobbygesülze. Unsere Krisenzusammenbrüche machen “wir” immer noch selbst, bzw. die, die wir bei Wahlen gerade nicht damit beauftragt haben. Was Antje Vollmer an ökonomischen Schäden nur angedeutet hat, das erklärt mein alter Jugendpresse-Kollege Eric Bonse (Ex-Handelsblatt) heute ganz ausgeruht bei telepolis: EU: Sehenden Auges in die Mega-Krise – Es bahnt sich womöglich eine Kernschmelze an – eine Eurokrise 2.0 mit ungeahnten Konsequenzen”. Was er tut, ist kein Hexen- sondern Handwerk. Was mich zunehmend in eine Vollmer-ähnliche Verzweiflung treibt, ist die Kenntnisnahme der Tatsache, dass es die “Profis” sind, die das ihnen zugewiesene Handwerk überhaupt nicht mehr verstehen. Wann, wo und warum ist das abgerissen? Ein Phänomen über Parteien und einzelne Medien hinweg, flächen- und nahezu republikdeckend.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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