Die geopolitischen “Alternativen” zum real existierenden Kapitalismus
“Es rettet uns kein höh’res Wesen, Kein Gott, kein Kaiser noch Tribun. Uns aus dem Elend zu erlösen, Können wir nur selber tuen!” lautet die Textzeile eines berühmten Liedes. Wie wahr, wie wahr. Die DLF-Sportnachrichten, bei denen ich heute wach wurde, befassten sich nicht mehr mit den Nachfeiern der WM, sondern ausschliesslich mit dem Iran (Audio 4 min). Der richtet gerade einige seiner – menschlich – stärksten Sportler hin; andere drangsaliert er. Politisches Agendasetting des DLF? Ja sicher, und bei diesem bin ich dafür.
Der Iran ist in einer ähnlich blöden Lage wie die EU: er wird von den wirklichen Grossmächten abgehängt. darauf macht Wolfgang Pomrehn/telepolis aufmerksam: “China baut Beziehungen zu den arabischen Staaten aus – Geopolitische und wirtschaftliche Kurve gegen USA und Iran; Xi Jinping schlägt vor, Öl und Gas künftig in Yuan abzurechnen.” An Autor Pomrehn schätze ich sehr, dass er die*den Leser*in permanent zu strategischem Realismus zwingt. Was empfinden Sie bei diesem Bild? Ich sach’ mal vorsichtig so: Sympathie ist es nicht.
Aber es ist die Wirklichkeit der Herrschaftsstrukturen dieser Welt. Wer das Klima retten will, muss mit diesen Leuten reden. Mann nennt es Diplomatie. Manche sogar: Aussenpolitik.
Und ich fürchte gegen den Kapitalismus und für soziale Gerechtigkeit müssen wir auch kämpfen. Aber dabei sind diese Herren keine Hilfe.
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