Länderübergreifende Recherche

Software von Palantir findet sich bei europäischen Streitkräften, bei Polizeien und im Gesundheitssystem. Aber viele Länder suchen nach Alternativen, sie sorgen sich um Abhängigkeiten, Sicherheit und Demokratie. Ein Recherche-Team hat untersucht, wo der Tech-Konzern in Europa Verträge mit Regierungen hat.

„Freiheit, Sicherheit und Wohlstand – in Europa, für Europa und mit Europa.“ Was klingt wie die Losung aus einer Rede zur Lage der EU, ist keine Ansprache einer Spitzenpolitikerin. Es ist Teil einer Antwort des Tech-Riesen Palantir auf eine Presseanfrage eines europäischen Rechercheteams. Mehr Europa hätte wohl schwerlich in einen Satz gepasst.

Doch Palantir ist ein milliardenschwerer US-Konzern mit angeschlagener Reputation, der in Europa unter Druck steht. Immer mehr europäische Regierungen distanzieren sich. Sie sorgen sich um digitale Souveränität und wachsende Abhängigkeit.

„Wir können im digitalen Bereich keine neuen strategischen Abhängigkeiten akzeptieren“, sagte etwa der französische Premierminister Sébastien Lecornu im Juni und kündigte statt einer weiteren Palantir-Kooperation die Entwicklung eigener Systeme mit der inländischen Firma Chapsvision an.

Die europäischen Länder haben Angst um sensibles internes Organisationswissen und die Sicherheit der unzähligen Daten, die von Palantir-Systemen verarbeitet werden. Es sei nicht vorstellbar, „Industriemitarbeiter auf den nationalen Datenbestand zuzulassen“, sagte Bundeswehr-Vizeadmiral Thomas Daum gegenüber dem Handelsblatt. Denn bei der NATO, die Palantirs System Maven nutzt, würden Mitarbeitende des Unternehmens das System bedienen und warten. Auch bei deutschen Polizeien wie in Hessen stehen laut einem Dokumentarfilm Schreibtische für Palantir-Mitarbeiter.

Zugleich wächst der Druck aus der Zivilgesellschaft, sich klar von Palantir zu distanzieren. In Großbritannien protestierten Menschen gegen alte und neu geplante Verträge mit dem Milliarden-Konzern wegen menschenrechtlicher Bedenken, die Palantir immer wieder zurückweist. In Berlin demonstrierten Menschen gegen eine Preisverleihung, bei der Palantir-Mitgründer Peter Thiel den Axel Springer Award verliehen bekam.

Das Unternehmen wehrt sich immer wieder gegen Vorwürfe. „Technologische Souveränität sollte letztlich daran gemessen werden, wer die Kontrolle über die Daten, die Entscheidungen und den Auftrag hat – und nicht lediglich an der Nationalität des Softwareanbieters“, schreibt Palantir auf Anfrage des Rechercheteams und betont, was es schon alles für Europa getan habe. „Seit 2011 arbeitet Palantir mit den demokratisch gewählten Regierungen und Institutionen Europas zusammen, um die Kapazitäten von Krankenhäusern zu erhöhen, Krebsdiagnosen zu beschleunigen, Flüchtlinge sicher umzusiedeln, die Organisierte Kriminalität zu bekämpfen, Opfer häuslicher Gewalt zu schützen und schneller auf Überschwemmungen und andere Notfälle zu reagieren.“

Aber wo in Europa nutzen Regierungen derzeit noch Palantirs Software und wofür? Und wo wenden sie sich von dem US-Konzern ab? Diese Fragen haben Journalist:innen in ganz Europa mehrere Monate lang recherchiert.

Palantir im Gesundheitssystem

Nach den Recherchen ist Großbritannien der mit Abstand größte europäische Kunde von Palantir. Dort bekam das Unternehmen millionenschwere Aufträge für das britische Gesundheitssystem NHS. Das britische Medium The Nerve erfuhr durch Informationsfreiheitsanfragen an NHS und das Gesundheitsministerium, dass bis März 2026 etwa 198,4 Millionen Pfund (umgerechnet 235 Millionen Euro) für eine neue Datenplattform an Palantir flossen. Dazu kamen 69 Millionen Pfund (82 Millionen Euro) für andere NHS-Projekte zwischen 2020 und 2024 sowie fast zwei Millionen Pfund (über zwei Millionen Euro) beim Gesundheitsministerium zwischen 2020 und 2022.

Für die erstgenannte Datenplattform sind weitere Ausgaben vorgesehen. So könnten die Gesamtausgaben im Gesundheitswesen für Palantir seit 2020 auf über 401 Millionen Pfund (475 Millionen Euro) steigen, schreibt The Nerve. Dazu kommen weitere Ministerien. Zuletzt erhielt der US-Konzern im Dezember 2025 einen 240 Millionen Pfund (284 Millionen Euro) schweren dreijährigen Auftrag vom britischen Verteidigungsministerium. Mehr als eine Milliarde Euro kommen so durch aktuelle oder vergangene Verträge über verschiedene Bereiche im Vereinigten Königreich hinweg für das US-Unternehmen zusammen.

Auch die britische Regierung bestätigte im Frühjahr, dass sie zu prüfen plane, ob die NHS-Verträge nach Ablauf einer Ausstiegsklausel im Februar 2027 weiterlaufen sollen, obwohl die Millionensummen bereits geflossen sind. Denn auch im Vereinigten Königreich wird die Zusammenarbeit mit Palantir zunehmend kritisch betrachtet.

Das Unterhaus des Parlaments beauftragte eine Prüfung der Ausgaben, der Verwaltung und der Politik des Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Technologie. Der daraufhin erschienene Bericht des Science, Innovation and Technology Committee vom 3. Juni 2026 widmet sich insbesondere der problematischen Abhängigkeit von Palantir.

Von den Technologieanbietern im britischen öffentlichen Sektor bereite der US-Konzern „die größten Sorgen“. Er unterstütze in den USA „höchst umstrittene Politiken und Maßnahmen“. Der Bericht weist auch darauf hin, dass sich einer der Mitgründer von Palantir – Peter Thiel – „gegen das Konzept einer nationalen Gesundheitsversorgung ausgesprochen“ hätte. Der Konzern zeige eine „klare Diskrepanz zu den Werten des Vereinigten Königreichs“. Daher empfiehlt der Bericht, Palantir solle künftig „keine so wichtige Rolle im öffentlichen Sektor des Vereinigten Königreichs spielen“.

In Deutschland war Palantir im Gesundheitsministerium hingegen offenbar nie ein Thema. Auf eine Presseanfrage von netzpolitik.org aus dem Frühsommer antwortete das deutsche Gesundheitsministerium mehrfach schlicht mit „Nein“ auf Fragen nach aktueller oder vergangener Nutzung sowie nach Lobbygesprächen mit dem Unternehmen. Auf die Frage nach dem Warum heißt es ebenso knapp: „Kein Bedarf.“

Palantir in den Ländern

Auch bei den meisten anderen Ministerien in Deutschland: Fehlanzeige. Das Bundeskanzleramt hingegen schrieb, aus „Sicherheitsgründen“ gebe man „grundsätzlich keine Informationen zur IT-Infrastruktur“ bekannt. In seiner Zuständigkeit liegt unter anderem der deutsche Auslandsgeheimdienst BND. Der verweigerte ebenso, eine aktuelle oder künftige Nutzung von Palantir zu bestätigen oder zu dementieren – ebenso wie der Bundesverfassungsschutz und der Militärgeheimdienst MAD.

Das Bundesinnenministerium verwies hingegen auf den Rahmenvertrag, den das Bundesland Bayern mit Palantir hat. „Aus dem geschlossenen Mantelrahmenvertrag sind die Länder und der Bund im Rahmen des Programms P20 selbstständig abrufberechtigt“, schreibt ein Sprecher des BMI. Aber: „Weder das Bundesministerium des Innern, das Bundeskriminalamt noch die Bundespolizei nutzen oder nutzten in der Vergangenheit Produkte oder Dienstleistungen von Palantir Technologies Inc. oder eines seiner Tochterunternehmen.“

P20 ist ein Großprojekt, das die IT-Infrastruktur der deutschen Polizeien harmonisieren soll. Dabei sollen die Polizeien auch auf gemeinsame Verfahren zugreifen können, etwa zur Datenanalyse. Von wem letztlich ein solches Verfahren kommt, wenn das Projekt fertig ist, steht noch nicht fest.

Währenddessen nutzen einige Länderpolizeien Palantir-Software bereits: Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen haben Verträge mit Palantir. Aus Zahlen, die die Länder offenlegen, wird deutlich, dass für ihre Palantir-Nutzung während der Vertragslaufzeiten Kosten von mehr als 95 Millionen Euro anfallen. Wobei wohl nicht der gesamte Betrag an die deutsche Tochter von Palantir fließt, die Beträge können auch Ausgaben für Hardware oder Betriebskosten enthalten.

Auf der Suche nach Alternativen

Bayern etwa gab auf Anfrage von paper trail media im April Lizenz- und Implementierungskosten von 22,2 Millionen Euro an, ein Gutachten des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie für 430.000 Euro, dazu Wartung, Betrieb und Sonstiges für rund eine weitere halbe Million Euro. Sogenannte Quellanbindungen haben in Bayern mehr als zwei Millionen Euro gekostet. Damit ist gemeint, Datenquellen der Polizei in die Systeme einzubinden. „Als Quelldaten dienen hier ausschließlich eigene polizeiliche Datenbestände“, so das Bayerische Innenministerium. „Die Einbeziehung von Daten anderer Behörden (z. B. von Gesundheitsbehörden) oder Quellen erfolgt nicht und ist auch nicht geplant.“

Die Kosten für das System, das in Bayern „VeRA“ heißt, kommen so insgesamt auf 25.315.935 Euro. Im April 2027 endet eigentlich die Vertragslaufzeit. Doch Bayern will das Geschäftsverhältnis mindestens um ein weiteres Jahr verlängern.

Ein paar Bedenken bringt das dortige Innenministerium aber vor: „Bayern verfolgt das Ziel, langfristig digital unabhängiger und souveräner zu werden“, schreibt es auf Anfrage von netzpolitik.org. Daher beobachte man „die aktuellen Marktentwicklungen intensiv“ und begleite „aktiv die Bestrebungen auf Bundes- und Länderebene im Hinblick auf deutsche oder europäische Alternativen“. Aber man könne auch nicht „auf die wertvollen Analysefähigkeiten verzichten, die VeRA bietet“.

Eine Verlängerung um ein Jahr, so Bayern, sei vertraglich vier Mal möglich. Wie viel das kosten wird, ist derzeit noch unklar: „Die Bayerische Polizei befindet sich hierzu derzeit in Gesprächen mit der Firma Palantir. Zu den möglichen Kosten einer Vertragsverlängerung können wir daher zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Auskunft geben.“

Ein schwieriger Übergang

Ebenfalls um ein Jahr verlängert wird Palantirs Vertrag mit Nordrhein-Westfalen, der in diesem Oktober ausläuft. Seit 2019 gab das Land für sein System zur „Datenbankübergreifenden Analyse und Recherche“, kurz DAR, mehr als 47 Millionen Euro aus. „Die Gesamtkosten des DAR-Projekts für den Zeitraum von 2019 bis 2025 betrugen 39 Millionen Euro“, hieß es aus dem Land im April. „Darüber hinaus sind bereits im Kontext der Implementation Kosten in Höhe von rund 8 Millionen Euro, beispielsweise für die Beschaffung von Hardware, Beratungs- und Dienstleistungen, Nutzungsgebühren, angefallen.“

Um einen Nachfolger für das DAR-Projekt zu finden, schrieb das Land im April dieses Jahres die Software neu aus. Der Nachfolger, so wird aus der Ausschreibung deutlich, soll mehr tun als nur Daten zusammenführen. Mit dem erneuerten NRW-Polizeigesetz „entfällt das Verbot des Einsatzes künstlicher Intelligenz und Möglichkeiten des Dataminings werden eröffnet“, heißt es in der Beschreibung. „Die zu beschaffende Lösung soll das entstehende Potenzial bedienen und die Möglichkeiten des Einsatzes künstlicher Intelligenz, insbesondere in Form der Nutzerunterstützung, der Effizienzsteigerung und bei der Erstellung von nicht personenbezogenen Analysen für die Polizei NRW eröffnen.“ Dazu dürfen auch gespeicherte echte Daten von Menschen schon für das Training der „KI“ verwendet werden.

Wer den Zuschlag für das Projekt bekommt, ist bisher nicht bekannt. Mit dem Ende des Vergabeverfahrens sei im Oktober zu rechnen. Auf eine Nachfrage von netzpolitik.org hat das dortige Innenministerium nicht geantwortet.

Aus Baden-Württemberg heißt es, für den mit Palantir unterzeichneten Vertrag aus dem März 2025 beliefen sich die Lizenzkosten für eine Laufzeit von fünf Jahren auf 25 Millionen Euro. Bislang ist die Software zur automatisierten Datenanalyse jedoch wegen nötiger Vorarbeiten noch nicht im Einsatz. Gleichwohl sucht die grün-schwarze Landesregierung schon nach einer Alternative. „Kurzfristig soll zeitnah die Software von Palantir eingesetzt werden – und zwar als Übergangslösung für einen begrenzten Zeitraum“, hieß es im April aus dem dortigen CDU-geführten Innenministerium.

Nach dieser Übergangszeit habe der damalige Innenminister Thomas Strobl eine Kooperation für eine europäische Software auf den Weg gebracht. „Diese soll den Sicherheitsbehörden die notwendigen technischen Fähigkeiten zur Recherche und Analyse großer Mengen polizeilicher Daten langfristig und unabhängig gewährleisten.“ Am Projekt sind die Airbus Defence and Space GmbH und die Digitalsparte der Schwarz-Gruppe beteiligt.

Der neue grüne Ministerpräsident Cem Özdemir versprach gegenüber dem Handelsblatt schon im Wahlkampf im Dezember 2025, sich von Palantir lösen zu wollen: Die Software würde er „so schnell wie möglich durch eine europäische Alternative ersetzen“. Auch die mitregierende CDU will weg vom US-Riesen. Man wolle „zunehmende europäische Eigenständigkeit“, sagte eine Sprecherin der CDU Baden-Württemberg im Juni 2026 gegenüber netzpolitik.org: „Darum streben wir gerade hier digitale Souveränität an und setzen uns weiterhin aktiv und intensiv dafür ein, dass spätestens bis zum Jahr 2030 eine europäische Alternative zu Palantir bereitgestellt wird.“

Das Bundesland Hessen beschaffte schon im Jahr 2017 eine Software des damals noch wenig bekannten Unternehmens. Wie schon zuvor gibt es keinerlei Auskunft darüber, welche Kosten für das dortige Palantir-System Hessendata angefallen sind. Das sei „zur Erfüllung bundesgesetzlicher Pflichten zur Einhaltung des vergaberechtlich erforderlichen Geheimwettbewerbes und zum Schutze der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse“ ausgeschlossen.

Doch während in Deutschland Verträge auslaufen und die Länder nach Alternativen suchen, hat Palantir anderswo Erfolg, besonders wenn es um Streitkräfte geht. In acht der elf europäischen Länder, in denen das Recherche-Team Palantir-Verträge auf nationaler Ebene fand, gibt es Geschäftsbeziehungen mit Streitkräften oder Verteidigungsministerien: Dänemark, Finnland, Italien, Niederlande, Ukraine, Spanien, Schweden und Großbritannien.

In weiteren drei Ländern gibt es Diskussionen darüber, Software des US-Konzerns für militärische Zwecke zu kaufen, etwa in Norwegen, das über das Palantir-System Maven diskutiert. Oder in Polen, wo das Verteidigungsministerium im Oktober 2025 eine Absichtserklärung für eine Partnerschaft mit Palantir unterzeichnete.

(Fast) keine militärische Nutzung in Deutschland

Andere Länder wie Deutschland und Belgien nutzen keine Palantir-Produkte für ihre nationalen Armeen. In der Schweiz prüften Armee und Bundesamt für Rüstung Palantir-Produkte gleich mehrfach, wie Republik und WAV herausfanden. Und entschieden sich immer wieder gegen das Unternehmen.

Bundeswehr-Vizeadmiral Thomas Daum erteilte dem Anbieter im Interview mit dem Handelsblatt eine Absage. Aber ganz kommen sie um den Anbieter doch nicht herum – wenn sie in der NATO agieren. Die kaufte 2025 „Maven Smart System“ ein. Das System soll militärische Entscheidungen unterstützen, Datenquellen zusammenführen und mögliche Ziele identifizieren.

Tech-Expertin Francesca Bria kritisiert gegenüber Follow The Money, wie Palantir in immer mehr wichtige Systeme einsickert. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin setzt sich unter anderem im Rahmen des Projekts EuroStack für mehr digitale Souveränität ein. Eine Abhängigkeit von Palantir in kritischen Infrastrukturen berührt laut Bria eine fundamentale Frage: „Es ist kein gewöhnliches Unternehmen.“ Palantir-CEO Alex Karp selbst sagt, dass Palantir die Interessen des US-Militärs über alles andere stellt. Ein Unternehmen, das so eng mit der US-Regierung und deren Ziel der amerikanischen Vorherrschaft verflochten ist, sei ein entscheidender Bestandteil der Infrastruktur einer neuen Art von Macht – einer Macht, die auf Technologie und Abhängigkeit basiert. „Europa hat seine sensibelsten Systeme einem Unternehmen anvertraut, das die Interessen Europas niemals an erste Stelle setzen wird“, so Bria.

Es sei gefährlich, so Bria, dass Palantirs Software „tief in das Gefüge unserer Gesellschaft eingebettet ist“ und die Daten von Millionen Europäern verarbeite. Die Software selbst sei nicht transparent: „Nicht einmal gegenüber europäischen Regierungen. Das macht eine demokratische Kontrolle unmöglich. So sollten kritische öffentliche Systeme nicht funktionieren.“

„Jeder könnte ein potenzieller Kunde sein“

Palantir sieht das anders. Der Konzern schreibt auf Anfrage des Recherche-Teams: „Zu unseren europäischen Kunden zählen einige der anspruchsvollsten, sicherheitsbewusstesten und skeptischsten Institutionen der Welt. Sie entscheiden sich für Palantir, weil unsere Software funktioniert – und weil sie dabei die Kontrolle behalten.“ Außerdem, so Palantir, befänden sich mittlerweile mehr als 20 Prozent der Angestellten des Unternehmens in Europa. Dort hat der Konzern in vielen Ländern eigene Niederlassungen und Tochterunternehmen.

In Deutschland ist das die Palantir Technologies GmbH in München. Zu den Zielen des Unternehmens gehört es laut Jahresabschluss für 2024, „die Stärke und den guten Ruf der Palantir-Softwareplattformen weiter zu nutzen, um die Kundenbeziehungen sowohl im kommerziellen als auch im staatlichen Bereich zu erweitern und zu vertiefen“. Denn: „Langfristig sind wir davon überzeugt, dass jedes große Unternehmen und jede staatliche Organisation in Deutschland ein potenzieller Kunde sein könnte.“ Doch all die bisherigen staatlichen Kunden in Deutschland sind aktiv auf der Suche nach einem neuen Partner.

Anna Biselli ist Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org. Sie interessiert sich vor allem für staatliche Überwachung und Dinge rund um digitalisierte Migrationskontrolle. Sie ist Mitglied im Kuratorium von abgeordnetenwatch. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Telefon: +49-30-5771482-42 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 18 Uhr). Constanze Kurz ist promovierte Informatikerin, Autorin und Herausgeberinvon Büchern, zuletzt Cyberwar. Ihre Kolumne „Aus dem Maschinenraum“erschien von 2010 bis 2019 im Feuilleton der FAZ. Sie lebt in Berlin und ist ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie war Sachverständige der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags. Sie erhielt den Toleranz-Preis für Zivilcourage und die Theodor-Heuss-Medaille. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

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