Hitzewelle: 4300 Tote

Nun wird die Zahl der Todesopfer, die die letzte Hitzewelle in Deutschland forderte, deutlicher. Das RKI schätzt inzwischen 4300 Tote. Womöglich sind es noch mehr. Regionalzeitungen berichten, dass Bestattungsunternehmen an der Grenze ihrer Kapazität sind und keine Kühlplätze für die Toten mehr haben.

Auf Bundesebene ist das Ganze dagegen kein Thema. Der Kanzler erwähnt die Hitzetoten mit keinem Wort, die Wirtschaftsministerin dreht den Klimaschutz weiter zurück.

Wo bleibt der Aufschrei von kritischen Medienmenschen? Wo ist der Krisenstab der Bundesregierung, der Sofortmassnahmen koordiniert, damit noch Schlimmeres in diesem Sommer verhindert wird?

Irgendwie sind die Fähigkeiten zur sachangemessenen Problemwahrnehmung im Augenblick wohl etwas …. im Arsche!

Gereon Asmuth/taz: Tausende Hitzetote in einer Woche: Das unerhörte Massensterben – Ende Juni starben in Deutschland 4.300 Menschen an Hitze – eine Katastrophe wie ein schweres Erdbeben. Ein Krisenstab auf höchster Ebene ist überfällig.”

Über Reinhard Olschanski / Gastautor:

Avatar-FotoGeboren 1960, Studium der Philosophie, Musik, Politik und Germanistik in Berlin, Frankfurt und Urbino (Italien). Promotion zum Dr. phil. bei Axel Honneth. Diverse Lehrtätigkeiten. Langjährige Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Referent im Bundestag, im Landtag NRW und im Staatsministerium Baden-Württemberg. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Politik, Philosophie, Musik und Kultur. Mehr über und von Reinhard Olschanski finden sie auf seiner Homepage.