Vorfahrt für wen? Eine politische Frage

Die Vorfahrtsregelungen dort, wo der Bröltalbahnweg Strassen kreuzt, waren (und sind) seit Jahrzehnten umstritten. Als Anwohner und täglicher Nutzer ging mir die Verkehrsregelung so “in Fleisch und Blut” über, dass ich nicht mehr guckte, sondern automatisiert reagiere. Als Fussgänger und Radfahrer hatte ich an der von-Sandt-Strasse Vortritt, und musste hingegen an der Rheindorfer Str. aufpassen, dass ich nicht überfahren werde. Das hat nun jemand geändert.

War es der Verkehrsdezernent, den der unsouveräne und klimalkrisenbeschleunigende CDU-Oberbürgermeister Beueler Herkunft lieber heute als morgen in die Wüste (sie kommt näher!) schicken will? Ein aus New York City zurückgekehrter Freund machte mich darauf aufmerksam: auf der Fahrbahn der Rheindorfer Str. ist ein weisser Strich zum Anhalten, und rechts steht ein eindeutiges StVO-Stoppschild. Was ich in der Fahrschule gelernt habe (1975) gilt heute immer noch: Weiterrollen kostet Bussgeld.

Im Zeitalter von KI wäre die Sache ganz einfach. Alle, die weiterrollen, werden automatisch fotografiert, und erhalten ebenso automatisch Post von der Bussgeldstelle der Stadt. Niemand müsste dafür extra eingestellt werden.

Die politische Frage ist: warum hat eine grün-rot-rote Koalition in Bonn (und Beuel) das fünf Jahre lang nicht geschafft? Und wie lange braucht der cholerische verunsicherte OB, um das persönlich vor Pressekameras wieder zunichte zu machen?

Über Martin Böttger:

Avatar-FotoMartin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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