Was selten ist, ist wertvoll.

Zusätzlich zu den in der letzten Nacht schon annoncierten Diskussionsbeiträgen zum Krieg von Hanspeter Knirsch und Reinhard Olschanski ist heute noch einer von Detlef zum Winkel hinzugekommen: “Suche nach dem verlorenen Verstand”. Er erschien zuerst in der Wochenzeitung Jungle World, einem ebenfalls sehr streitlustigen und darum oft sehr interessanten Medium. Dem Autor war es wichtig, dass sein Text vor den Ostermärschen erscheint, die sich einerseits selbst streiten dürften, aber auch bereits interessegeleitet diffamiert werden. Dagegen wendet sich der Autor mit inhaltlichen Argumenten.

Zwei weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem Rücktritt von Bundesministerin Spiegel, bzw. seinen Nachwirkungen in Bonn. Rainer Bohnet, VCD-Aktivist und Sozialdemokrat sieht in dem Fall “Strukturierte Verantwortungslosigkeit”. Rainer beschäftigt sich mehr mit der Person und ihren Familienverhältnissen, als ich es kürzlich getan habe. Die grottenschlechte (Beratungs- und PR-)Arbeit von Frau Spiegels Stab hat dieser Betrachtungsweise Vorschub geleistet.

Sehr persönlich habe ich dagegen das kurzlebige Gerücht aufgegriffen, unsere Bonner OB Katja Dörner sei in Berlin als Kandidatin für das Ministeramt gehandelt worden: “Qualifiziert, aber nicht doof genug“. Bärbel Dieckmann (OB 1994-2009) war zwischendurch sogar mal als Bundespräsidentin im Gespräch, ein Staatsamt, das noch keine Frau bekleidet hat. Wir wir alle wissen, die Bonner*innen des vorigen Jahrhunderts besonders leidvoll (“Die Millionenfalle”, hier als Beispiel der legendäre erste Teil), kam es sehr, sehr anders.

Freuen Sie sich auf das Wochenende. Das Wetter soll uns angeblich verwöhnen.

Freundliche Grüße
Martin Böttger

Über Martin Böttger:

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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