Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

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Charlotte Roche / Dieter-Nuhr-Kritik / Schäferkordt geht

Vielleicht würde ich ihre Nähe nicht lange aushalten. Personen, deren Medienpräsenz in mir grosse Zuneigung wecken, verdächtige ich dessen fast immer. Wo es einen Nordpol gibt, gibt es immer auch einen Südpol. So ein Fall ist für mich Charlotte Roche, der ich noch bei keiner Preisverleihung und auch nicht in Köln auf der Strasse begegnet bin. Die Jüngeren werden sie gar nicht mehr kennen, so rar hat sie sich zuletzt gemacht. Am auffälligsten war noch, […]

Irritationen, gefundene Rollen und Fieber

Norbert Reichel gibt einen Überblick über das März-Programm seines Demokratischen Salons: “Desorientierte Mitte – Über sprachliche und andere Irritationen”. Ich berichte meinen täglichen Lektüreüberblick: “Rolle gefunden? – Von Olaf über deutschen Medienföderalismus bis China”. Die heute 80-jährige Diana Ross konnte die Titelfrage früh bejahen und ist damit reich und berühmt geworden. Reinhard Olschanski berichtet von einem klugen Beitrag von Claudius Seidl zur Teileröffnung der Potsdamer Garnisonskirche: „die deutsche Seele von den Verirrungen der Moderne zu […]

Fussballgeschichte neu geschrieben

Nein, ich meine nicht den Eberlmax. Wer so wie er seine öffentliche Glaubwürdigkeit selbst zerdeppert, der kommentiert sich auch selbst. Ich meine einen guten Bekannten von Extradienst-Autor Dieter Bott, den Titanic-Starschreiber Gerhard Henschel. Der hat ein Dokument entdeckt, das die deutsche Fussballgeschichte auf den Kopf stellt und enthüllt es in der taz-Wahrheit: “Quasi gottgleicher Studiker – Ein jetzt ans Licht gekommenes historisches Dokument wirft viele Fragen auf: Ist es wirklich möglich, dass Franz Beckenbauer mal […]

Opposition machen jetzt Fussball-“Ultras”

Die politische Linke in Deutschland und Europa hat sich weitgehend selbst zerlegt. Niemand weiss – ich jedenfalls nicht – was nach ihr kommen wird. Das Potenzial wird eher grösser. Politische Kunst wäre es, dies nicht kampflos dem superfinanzierten und hochorganisierten Faschismus zu überlassen. Das jedenfalls haben die deutschen Fussballultras begriffen. Und ich würde behaupten: das Lebenswerk von Extradienst-Autor Dieter Bott findet hier eine späte Erfüllung.

Näherkommende Einschläge

Die Nachrufe häufen sich. Aber ich bin sehr froh, dass Dieter Bott geliefert hat. Dieter ist mein lebender Adorno-Zeuge, hat das allererste deutsche Fanprojekt in Frankfurt führend mitgegründet, viele weitere inspiriert, wanderte aus Hessen in unser NRW ein, lehrte an diversen unserer Hochschulen, musste auch die Hartz-IV-Praxis erleben – und ich darf seine Email-Rundschreiben übernehmen: “oskar negt 1.august 1934 -2.februar 2024”.

Schneller Vorlauf

Sind Sie schon mal im ÖPNV in den nächtlichen Schüler*innen*verkehr geraten, morgens vor 8? Entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen von Biologie und Psychologie findet er so früh statt, weil Lehrer*innen und Eltern es so wollen – die Schüler*innen fragt das keine*r. Ich bleibe in der Regel noch im Bett, nicht nur weil ich Massentiertransporte prinzipiell ablehne. Aber wenn ich mal da rein gerate (Arzttermin, Frühstücksverabredung o. ähnl.), verstehe ich kein Wort. Wegen des Sprechtempos.

Das Beste von gestern

Gelegentlich habe ich die Boulevardisierung der Frankfurter Rundschau (FR) durch die Ippen-Gruppe gegeißelt. Davon nehme ich auch nichts zurück. Doch gelegentlich sind noch publizistische Perlen zu entdecken. Johannes Varwick ist so eine sichere Nummer, ein Friedensforscher, der Widerworte und Stigmatisierung nicht scheut, weil er sich seiner Vernunft sicher sein kann. Von solchen Leuten kann es gar nicht genug geben.

Aussterbendes Gewerbe

Von der “Neuen Rheinischen Zeitung” vor 175 Jahren bis zu dem, was heute noch “Frankfurter Rundschau” genannt wird Arno Widmann wird im August 77. Er muss in den gleichen Hörsälen gesessen haben, wie mein Freund und Mitautor Dieter Bott und etliche “Tatort”-Regisseure (die von den guten alten, die heute noch nicht mal wiederholt werden): bei Adorno. Seinen eigenen Ausführungen zufolge muss er sich in linksradikalen Sekten umgetan haben, bevor er es mit anständiger Arbeit versuchte. […]

Gewaltig leise

Roland Appel ist fertig geworden. Das freut mich sehr. Und zahlreiche Leser*innen ebenso: “Eine gewaltige, leise Stimme, die fehlen wird”. Mir fällt bei ihm wie schon zuvor bei Olschanski auf, dass die verstorbene Antje Vollmer die Jungs schon in jungen Jahren auf respektable Distanz zu halten wusste. Kompliment. Das war seinerzeit noch stärker, als es heute immer noch nötig ist.

Irregeleitet, orientierungslos

Nach dem Mittagessen hatte ich die Absicht (und Lust) mich zum Verdauungsnickerchen zu begeben, statt Sie mit weiteren Blogeinträgen zu behelligen. Aber Ulrike Heider ist es mir wert. Und wenn ich schon dabei bin, benenne ich Ihnen noch eine weitere Option für den Weltuntergang. Bis dahin: nutzen Sie die Zeit für so viel Sex, wie Sie schaffen (und jede*r so, wie es gefällt, also jede*r anders). Denn die Zeit könnte sogar knapp sein, wenn es […]

Weihnachtsgeschenke

Ich fauler Sack habe Sie seit vier Tagen mit keinem Newsletter mehr behelligt. Ich lasse Sie auch ab morgen bis zum 26.12. abends wieder in Ruhe. Eilige müssen immer mal hier gucken, ob jemand das Bloggen selbst an den Feiertagen nicht sein lassen kann. Hier die Zusammenfassung der letzten Tage.

Humorlose Humorkritik

Bei Thomas Knüwer ist Böhmi an den Falschen geraten – Und noch humorloser: USA in Afrika Rechtschaffen verzweifelt hat Adorno-Schüler Dieter Bott seit Jahren eine Humorkritik der (Neuen) Frankfurter Schule (= Titanic) an der heute-Show gefordert. Thomas Knüwer ist kein Adorno-Schüler, sondern vom Handelsblatt ausgebildet (aber wie Dieter eingewanderter Düsseldorfer). Und so wie er hat noch keine*r das ZDF Magazin royale auseinandergenommen. Er versteht zwar vielleicht nicht so viel von Adorno, aber eine Menge von […]

Billige Komik, sehr billige

Lindner schafft es immer wieder mit Update abends Nein, dies ist keine von meinem Freund Dieter Bott immer wieder geforderte Kritik der heute-show. Die ist in der Sommerpause, und vermisst habe ich sie nicht wirklich. Es geht um den Darsteller Christian Lindner, den “Profi”. Im Vergleich zu seinen Konkurrent*inn*en ist er das – leider – wirklich. Dabei hilft ihm ein einfacher Kniff.

Hitzefrei (II)

Dieses Mal ist es vorsorgend. Der Nachtschlaf hat bisher noch geklappt, das frühmorgendliche Aufwachen zum kühlen Durchlüften ebenfalls. Aber wer über 30 Grad noch arbeitet, hat ein Recht auf einen Zuschlag. Den zahlt mir keine*r. Darum: erneut hitzefrei für mich. Autor*inn*en, die es dennoch fertigbringen zu schreiben, werde ich weiterhin einstellen. Aber für eigene Texte wird mein Hirn jetzt zu matschig. Ich melde mich unterhalb 30 Grad wieder.

Schleimspur

Das “Lügenblatt” (Dietrich Kittner) hat in diesem Jahr, erstmals in meiner 65-jährigen Lebenszeit, eine verkaufte Auflage unter einer Million. Es ist also nicht mehr so wichtig. Einerseits. Andererseits erlaubt es der Öffentlichkeit immer wieder einen gruselig-tiefen unverstellten Blick in die Denkwelt der deutschen Reaktion. Ich halte diesen Anblick in der Regel nicht aus. Dieter Bott überlebt es immer wieder: “Die Schleimspur von BILD”.

EM auf Betriebstemperatur

Nach einer Tiki-Taka-Demonstration Spaniens – mit 4:1 gegen Finnland – spielt gleich die deutsche Mannschaft gegen Dänemark. Dort ist Feuer unterm Dach. Im Sturm gibt es schwerwiegende politische Meinungsverschiedenheiten zwischen der Weltstars Pernille Harder und Nadia Nadim. Nadim ist jetzt 34, hatte kürzlich einen Kreuzbandriss – und ist mutmasslich die Ernährerin einer grossen Familie. Schwierige Lebenslage.

Noch 6 Tage

Dann ist “9-Euro-Ticket”. Ich habe meins heute erworben: “Neues vom Beueler Fahrkartenschalter”. Meins ist auf Papier gedruckt, so gross wie eine ICE-Rückfahrkarte. Aber von einem echten Menschen ausgedruckt und ausgehändigt. So, wie es sich Hans Christian Ströbele und Michael Kleff wünschen würden.

Jürgen Roth – noch unbepreist?

Möglich dass er Preise grundsätzlich ablehnt. Viele heissen Jürgen Roth. Ich meine den aus Frankfurt. Auch von da gibt es mehrere. Der Recherchejournalist, den ich noch im Kritischen Tagebuch gehört hatte, ist tot. Der Jürgen Roth, den ich meine, ist 11 Jahre jünger als ich. Und obwohl er gewiss in seinem Leben schon mehr Bier getrunken hat, als ich, noch am Leben. Doch zunächst zu meinen Distanzierungen.

Spin

Manchmal geht es wirklich vernagelt zu. Sandra Schulz/DLF interviewte heute morgen SPD-Fraktionschef Mützenich (Audio 15 min). Die Interviewerin interessierte sich vordringlich dafür, wie mehr und wirkungsvollere “schwere” Waffen an die Ukraine schneller geliefert werden können. Und welche Unstimmigkeiten es darüber in der SPD, speziell zwischen Scholz und Mützenich gibt. Es schien um die Frage zu gehen: wie wird Deutschland endlich, endlich Weltmeister im Waffenliefern?

Was ist Krieg?

Reinhard Olschanski macht sich Gedanken, wie “der Westen … vor die Lage” komme: “Nach Butscha”. A. Holberg entgegnet ihm in den Leser*innen-Kommentaren mehr als doppelt so lang. Mir persönlich ist das zu sophistisch, aber dass der Extradienst ein Ort von Debatte ist, ist sein Sinn. Ich wage es mit der wahrlich nicht sehr steilen These: “Krieg ist Verbrechen”.

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