Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Autor: Martin Böttger (Seite 24 von 389)

“Fluchtministerin”

Hören sie sich eigentlich noch selbst zu, die ehemals bürgerlich-demokratischen Medien?

Schon vor dem Rücktritt von NRW-Ministerin Josefine Paul hatte Roland Appel das begleitende Mediengeschehen hier kritisch betrachtet. Als hätte er es kommen sehen. Merkwürdig ist die nahezu durchgehend propagandistische Titulierung der Ministerin als “Fluchtministerin”. Was mag in den Köpfen derer vorgehen, die die NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration so bezeichnen? Bei den meisten mutmasslich nichts. Weiterlesen

Die gute Nachricht

Das Deutschlandticket gilt auch auf Papier – Wundersame Bahn CCXL

Das meldet die FAZ hinter ihrer Bezahlmauer. Aber warum geheimhalten? Nur weil es ein ehemaliger RCDSler, Ex-Jura-Student (andere Fachbereiche wählen keine RCDSler) und heutiger Rechtsanwalt aus Greifswald erstritten hat? Das passt ins Weltbild der FAZ und wird von ihr gerne genommen. Aber alles kein Grund, warum es nicht fortschrittlicher gesinnte Bahnkund*inn*en und Blogleser*innen ebenfalls erfahren sollten. Weiterlesen

Läuft

Die WM-Boykott-Debatte

Das Thema hat den Mainstream erreicht. Und wird damit unangenehm für die, die sich praktisch dazu verhalten müssen. Deren Unpässlichkeit ist schon von weitem wahrzunehmen, bevor sie überhaupt den Mund aufmachen, aus dem in der Regel verantwortungsfreies Gestammele entweicht. Ist die Boykott-Forderung desavouiert, weil einer wie Sepp Blatter dafür ist? Unbestritten dürfte sein, dass der immerhin genauestens weiss, wovon er spricht: ein vormaliger Täter (1975-2016) und Schützling von niemand Geringerem als dem deutschen Oligarchen Horst Dassler. Weiterlesen

Nichtmarxistisches Bekenntnis

Gewinn- und Verlust-Lektüre

mit Update am Morgen

Zu meiner politischen Biografie gehört das Aufwachsen als Linksliberaler. Das Grundsatzprogramm meiner Jugendorganisation Jungdemokraten setzte sich kritisch mit den marxistischen Denkansätzen des historischen und dialektischen Materialismus auseinander. Aber nicht feindlich. Immerhin wurde der Materialismus zur Kenntnis genommen. Aber wo ist er hin? Diese Frage stellt sich, weil seine herrschenden Protagonist*inn*en nicht nur fahrlässig, sondern in weiten Teilen schändlich mit ihm umgegangen sind. Was bleibt? Und was sollte bleiben? Weiterlesen

Krimineller Fussball (der Herren)

Wie WM-Boykottdebatte läuft

Zwar ist St-Pauli-Präsi Oke Göttlich ein üblicher Verdächtiger. Als Präsidiumsmitglied von DFL und DFB ist er jedoch so wenig eine Randfigur, wie seine Vereinsmarke FC St. Pauli ein wichtiger Mosaikstein des deutschen Fussballbusiness (der Herren) ist. Schauen Sie mal auf die Uhr, wie lange Sie benötigen, um bei dessen Wikipedia-Eintrag nach unten zu scrollen. Nun hat Göttlich in einem Interview mit der Hamburger Morgenpost (Paywall; ich glaubte, die sei längst tot) kraftvoll auf die Pauke gehauen. Weiterlesen

Wachstumsmotor der Welt

Wer gegen Migration ist, ist selber schuld

EU-Europa mit seiner deutschdominierten politischen Spitze ist auf dem besten Wege, sich von allen Entwicklungen und Fortschitten der menschlichen Welt abzusondern und einzumauern. Wer das betreibt, wird, so viel Gerechtigkeit muss sein, selbst am meisten an den Folgen zu leiden haben. Wenn Sie das immer noch nicht glauben, dann schauen Sie doch – und wenn Sie es wie ich glauben, schauen Sie es zur argumentativen Unterstützung – diese 3sat-Doku von John A. Kantara: Weiterlesen

Trump-Gedöns

Antonia Groß/MDR-Altpapier hat recht, mal wieder. Dieser Newsletter wird insofern zum Schuldbekenntnis.

Den Anfang machte Hanspeter Knirsch, immerhin mit einem Hoffnungstitel: “Hope of Deliverance”. Die Nachfrage danach ist gross. Denn Rainer Bohnet beklagt, ebenfalls mit Recht: “Kein Plan”. KüppersbuschTV versucht die schlechte Botschaft freudvoll zu verpacken: “Warum die alte Weltordnung wirklich vorbei ist – Die Welt wirkt plötzlich erschreckend vertraut.” Weiterlesen

Ein Bild

… sagt mehr als tausend Worte

Ein schwerwiegender propagandistischer Nachteil des Beueler Extradienstes ist, dass es hier keine Bilder gibt, nur Buchstaben. Das spricht Gefühle kaum bis gar nicht an, und beansprucht nur Verstand. Und der soll in Kürze menschheitsgeschichtlich durch KI/AI ersetzt werden. Dann geht es uns hier an den Kragen. Bis dahin weiteratmen, atmen, atmen …

Sind Sie noch bei uns? Weiterlesen

Wer oder was ist “schwer erreichbar”?

Der alte Kaugummi “Parkplätze”

Gabriele Immenkeppel berichtet im von der Rheinischen-Post-Verlagsgruppe digital zugemauerten lokalen Monopolblatt (lediglich ein Drittel der Bonner*innen kauft, wie viele von ihnen lesen es?) über die allgemein bedauerte Schliessung des “Weinkonzepts” in der Friedrich-Breuer-Str. Wie immer wird die Gelegenheit genutzt, diesmal von dem Sozialdemokraten und Sprecher der Gewerbegemeinschaft Dieter Schaper, die angeblich fehlenden Parkplätze wieder aufzuwärmen. In diesem Fall besonders schlechtes Beispiel. Weiterlesen

Sichtbar fertig

Dä. Jetzt hat der BVB nicht nur schlecht gespielt. Sondern sogar dabei 0:2 verloren. So fällt es auch was-mit-Medien-Leuten auf: “Bemerkenswert sichtbar”. Mich amüsiert das.

Dass Petra Erler mal die EU-Kommission verteidigt, für die sie einst gearbeitet hat – hätten Sies erwartet? “EU-Kommission – dieses Mal unschuldig – Wie der ‘Fall’ Baud und andere möglich wurden und wer die Verantwortung trägt – Eine Rekonstruktion” Weiterlesen

Bemerkenswert sichtbar

Grinsen musste ich heute bei der Lektüre von Spielberichten über Blamagen in der Champions League. Anders als in der deutschen Bundesliga passieren sie überhaupt noch. Das spricht für ihre sportliche Unberechenbarkeit, also das, was die feudalen und oligarchischen Investoren so furchtbar hassen. In den kriegführenden und völkermordenden Vereingten Arabischen Emiraten wird mann darüber nicht amüsiert gewesen sein. Und in einer “Metropole” Westfalens ist mann es auch nicht. Weiterlesen

Zynismus in anderen Farben

Es gibt einen europäischen Hebel gegen Trump – aber die alten weissen Männer sind dafür zu doof

Florian Rötzer (72) und Moshe Zuckermann (wird 77) raubten mir letzte Nacht meinen Schlaf. Vor einem halben Jahr haben sie ein Buch vollendet, und schon ist es veraltet. Lesen Sie selbst: “Sind die digitalen Medien ein Trojanisches Pferd, das die Menschen so verblödet, dass KI diese Leere auffüllen kann? – Wir haben ja zusammen ein Buch geschrieben. Früher hätte man von einem Briefwechsel gesprochen. Wir haben den Titel gewählt: ‘Durch die Wüste der Gegenwart’. Es ist schon etwa ein halbes Jahr her, dass wir das Manuskript abgeschlossen haben. Hast du denn seitdem etwas erlebt, was ein bisschen über das von uns festgestellte Wüstenartige hinausginge, vielleicht gar eine kleine Oase gesichtet?” Weiterlesen

Die Beleidigten

Altes Fernsehen – “Linksextremisten” – Salzwedeler und andere Ossis

Manche Alte meinen, die Zeiten seien so schlimm, weil die asozialen Medien so schlimm seien. Das ist nachweislich falsch. Im 2. Weltkrieg gab es sie noch nicht. Sie konnten ihm also weder den Boden bereiten, noch ihn mit all seinen Völkermorden durchführen. Das Problem sind nicht diese Medien, sondern wie mit ihnen umgegangen wird. Wem gehören sie warum? Und was machen die damit? Weiterlesen

Am Ende?

Das Völkerecht, meint Andreas Zumach. “Völkerrecht am Ende – Venezuela, Ukraine … Taiwan – und was macht Europa?”.

Ziemlich am Ende auch die EU. Tomas Rudl/netzpolitik: “Direkt von Big Techs Wunschliste – Digitaler Omnibus: Um Europas Wirtschaft zu stärken, will die EU ihre Regeln für die digitale Welt teilweise aufweichen.” Woanders is auch scheisse: Matthias Monroy/netzpolitik: “Migrantenjagd – US-Einwanderungsbehörde: Mit Palantir und Paragon auf Migrantenjagd”. Dazu passt bestens dieser “Beitrag zur Schadenfreude”. Weiterlesen

So weitermachen?

“Gespaltene Gesellschaft“? – Hier ist die Spalte! Geld ist genug da

Immer wieder geistern Gespensterzahlen durch die Medienwelt, regen aber ebendiese Medienwelt nicht wirklich auf (die Lösung dieses Rätsels ist die Antwort auf die Frage, wer diese Medien besitzt). Es sind Routinemeldungen. Z.B. die über private Geldvermögen allein in Deutschland. Die aktuelle Zahl für 2025 ist laut Statistischem Bundesamt 9.389 Milliarden Euro. Das schreibt mann meines Wissens (ohne Gewähr, Mathe 5, habe ich aber in der mündlichen Abiprüfung bewusst provoziert, um mich an meinem Mathe-Lehrer zu rächen) so: Weiterlesen

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