Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Europa (Seite 4 von 172)

20 Jahre WikiLeaks

Der Tag an dem Geheimnisse  ihren  sicheren Ort verloren – Vor 20  Jahren geschah etwas, das für Geheimhaltung recht unangenehm war.

Am 4. Oktober  2026  wurde  die Internetplattform WikiLeaks.org  ins Register eingetragen. Kein Fanfarenstoß wäre laut genug gewesen, um anzukündigen,  was  daraus  folgen würde. Und ganz sicher  konnte niemand  ahnen, dass  dieses seltsame  Herausgeberprojekt  eines der revolutionärsten Experimente  im Journalismus unserer Zeit werden würde. WikiLeaks  würde  fortan  Millionen Dokumente veröffentlichen und Dinge  enthüllen, von denen   Regierungen, Armeen,  Geheimdienste, Konzerne  und andere  mächtige Institutionen niemals wollten, dass die breite Öffentlichkeit davon erfährt.  Weiterlesen

Erinnern – Gedenken – Zukunft 

Der Newsletter des Demokratischen Salons für Oktober und November 2026 (den vollständigen Text lesen Sie hier) informiert Sie über die zwischen Mitte August und Ende September veröffentlichten Texte. Wie üblich finden Sie Leseempfehlungen und Hintergrundinformationen sowie auf einer eigenen Seite, nach Orten sortiert Vorschläge für den Besuch von Veranstaltungen und Ausstellungen. Weiterlesen

„Telosschwund“

Sind die „in der mediatisierten Öffentlichkeit stattfindenden Diskurse … keine offenen mehr“?

Mit der drohenden Programmreform des Deutschlandfunks ist bald Schluss mit diesem schwer verdaulichen Zeugs, auf das ich Sie im Folgenden ein letztes oder vorletztes Mal hinweisen will. Ich beginne mit Thomas Assheuer. Ich war Fan von ihm, als er 1991 in der damals noch lesenswerten Frankfurter Rundschau als stürmisch-kritischer kämpferischer Linksliberaler die alten SPD-nahen Strukturen seiner Redaktion aufmischte. Wir hatten sogar mal einen kurzen Briefwechsel. Oder war es Email? Vergessen, ist 30 Jahre her. Weiterlesen

Die von gestern

Die politische Medienfrage aller Fragen ist, warum die europäischen öffentlichen Medien, die sogar über eine eigene gemeinsame Organisation verfügen, seit Jahrzehnten zu doof dazu sind, ein „soziales Netzwerk“ (ohne „a“!) zu bauen. Die Einen mögen auf die EU verweisen, die ja ebenfalls für Vieles zu doof ist. Ich zermartere mir dennoch immer noch den Kopf, was die Gründe für dieses Versagen sein können. Weiterlesen

Minoer

Derzeit läuft in Griechenland ein außergewöhnliches Streitverfahren. Die Regierung plant auf der Insel Kreta einen neuen internationalen Flughafen und auf dem Berg Papoura in einer abgelegenen Region die dazu gehörende Radarstation. Bei Bauarbeiten für dieses Vorhaben wurde in knapp 500 m Höhe eine monumentale, rund 4000 Jahre alte Anlage aus minoischer Zeit freigelegt. Trotz des archäologischen Bedeutung entschied die Regierung zunächst, das Radar nur wenige Meter neben dem antiken Monument zu errichten. Angeblich gäbe keine bessere Alternative für die Flugsicherheit. Weiterlesen

Unbewegliche Parteien werden bewegt

Anlässlich einer ZDF-Dokumentation mit dem angeberischen Titel „Inside CDU“ hat nachdenkseiten-Redakteur Jens Berger eine lesenswerte Kurzanalyse der jüngsten Landtagswahlergebnisse geliefert: „Inside CDU – die Amthor-Partei zeigt Vergreisungserscheinungen“. Er beschränkt sich vernünftigerweise nicht auf die CDU, sondern bezieht in seine Analyse die anderen Parteien ein. Interessant auch, welche er in diesem Zusammenhang nicht erwähnt. Weiterlesen

Enthüllungsbuch

Careless People: Acht Dinge, die ich aus dem Enthüllungsbuch über Facebook gelernt habe

Sarah Wynn-Williams spielte bei Metas Aufstieg zur globalen Supermacht eine wichtige Rolle. Jahre später warnt sie in ihrem Buch vor den verantwortungslosen Menschen an der Spitze des Konzerns. Es ist eine lesenswerte Abrechnung mit Profitgier, Sexismus und Politiker:innen, die sich Mark Zuckerberg an den Hals werfen. Weiterlesen

Anche tu?

Über Gianna Nanninis Jubiläumskonzert in der Waldbühne Berlin

50 Jahre nach ihrem Debüt zeigt Gianna Nannini in Berlin, warum ihre Musik nichts von ihrer Wucht verloren hat. Die italienische Sängerin und Songschreiberin rockt die Waldbühne und stellt nebenbei die Frage: Was haben Männer, Marmorstatuen und eine KI gemeinsam? Gianna Nannini liefert eine mögliche Antwort: zu viel Fassade, zu wenig Gefühl. Ihr Konzert wird zum wilden Ritt durch Liebe, Sehnsucht, Erinnerungen – und die verpassten Chancen der Männer. Ich war dabei. Weiterlesen

Bigott

Von Remmo, Heidenau und Netanjahu

Seit die Linke in Berlin die Wahl gewonnen hat, tobt ein rechter Shitstorm. Vorneweg die Wahlverlierer von der CDU. Doch kann es sein, dass die Instrumentalisierung des Antisemitismus selbst antisemitisch wirkt? Kann es sein, dass das Verhältnis der Union zum Rechtsstaat bigott ist? Weiterlesen

S-A vor der Machtergreifung?

Wer über den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eine Bestandsaufnahme versucht, sollte sich mit Menschen unterhalten, die dort leben und die mehr denn je auf unsere Solidarität als Demokraten angewiesen sind. Im Rahmen einer Veranstaltung des „Radikaldemokratischen Bildungsqwerk e.V.„, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat:innen, fand kürzlich eine  Analyse mit der Expertise von profilierten aktiven Bürgerrechtlern und Personen statt, die in Sachsen-Anhalt und Thüringen leben. Fazit: Weder die derzeitige bundesweite Medienberichterstattung, noch die politischen Reaktionen der demokratischen Parteien auf Bundesebene vermitteln ein realistisches Bild von der realen Gefahr für die Demokratie in Deutschland, die aktuell und dauerhaft von der gesichert rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt ausgeht. Weiterlesen

Das schmutzige Geheimnis

Es gibt kein Zurück in die Zeit westlich-weißer Dominanz. Antifaschismus muss die notwendige mentale Anpassung an die neuen Realitäten vermitteln

Deutsche glauben, der Anteil chinesischer Direktinvestitionen betrage hierzulande 33 Prozent – während er tatsächlich bei 1 Prozent liegt. Der Einfluss Chinas auf das hiesige Leben wird also, einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zufolge, weit jenseits der Realität verortet. Beim Lesen dachte ich sofort daran, wie der Anteil von Muslimen regelmäßig grotesk überschätzt wird. Was beides verbindet: Es handelt sich um Feindbilder. Und bei der Angst vor Überfremdung ist stets eine Portion Wahn am Werk. Weiterlesen

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