Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Real Madrid (Seite 1 von 2)

Wie wÀrs mit ehrlich machen?

Zwischen Bundesregierung und Erdogan-Regime wird das Virus instrumentalisiert
mit Update 6.8.
Als Extradienst-Leser*in wissen Sie, wie wenig valide Information die offiziellen Virus-Statistiken enthalten. Erst seit kurzem werden auch die Zahlen der Tests in Deutschland offengelegt. Sie ergeben aktuell eine “Positiv”-Quote von 0,6%. Die TĂŒrkei meldete gestern 227.000 Infektionen (+ 927), 210.000 Genesene, 5.630 TodesfĂ€lle (+17), offizielle Werte, die sich nicht sehr signifikant von den deutschen unterscheiden. Dennoch wird die TĂŒrkei vom AuswĂ€rtigen Amt als Risikogebiet eingestuft. Das ist Politik.Weiterlesen…

Zuspitzung am Donnerstag?

Die MinisterprĂ€sidenten fĂŒrchten ein High-Noon mit der Bundeskanzlerin. Am Donnerstag kommen sie wieder zusammen, virtuell selbstverstĂ€ndlich. Am liebsten wollen sie sich, wie meistens, um eine klare Entscheidung drĂŒcken, weil sie sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den ungewaschenen FingernĂ€geln gönnen. Aber die High-Noon geilen Medien drĂ€ngeln: sie wollen Sieger und Besiegte, und dann zum nĂ€chsten Fight. Welches Signal wird der Gesellschaft mit dem DFL-Fussball gesetzt?Weiterlesen…

MĂŒssen BVB-Fans leiden?

von Gert Samuel
Der BVB hat zwei Spiele hintereinander verloren, jeweils auswĂ€rts mit 2:3 im Pokal in Bremen sowie 3:4 in der Bundesliga in Leverkusen – und das nach drei Siegen zum Auftakt der RĂŒckrunde mit 15:4 Toren. MĂŒssen BVB-Fans nun leiden?
Es ist irgendwie kurios. Alle Fußballfans, außer denen des FC Bayern, finden es langweilig, wenn die Jahr fĂŒr Jahr Meister werden. In der vorigen Saison wurde es zum ersten Mal wieder spannend, weil der BVB eine super Hinrunde hinlegte – Ausnahme: die Niederlage bei der Fortuna aus DĂŒsseldorf. In der RĂŒckrunde klappte es dann nicht mehr so gutWeiterlesen…

El ClĂĄsico – Lehren eines 0:0

An der deutschen Berichterstattung ĂŒber den gestrigen El ClĂĄsico stimmt nichts. Der Sportschau-Bericht geriet nicht nur zu kurz, sondern auch inhaltlich falsch. Die besten Szenen fehlten. WofĂŒr kauft sich die ARD Nachverwertungsrechte – von unserem Geld – wenn sie so schlampig damit umgeht? Barca hatte zwar mehr Torchancen, Real war aber leider feldĂŒberlegen. Politisch hĂ€tte den Katalan*inn*en eine weitere DemĂŒtigung der sog. “Königlichen” sicher gut getan; die blieb aber dieses Mal leider aus.Weiterlesen…

Wer will mit Barca in einer Liga spielen?

Die Supderduper-Geldscheisserei-Liga der Zukunft wird ein Frage zu klĂ€ren haben: wer wird hinter Barca Vizemeister? Diese Langeweile wird schlimmer als die Bundesliga. Fragen Sie mal beim FC Liverpool. Oder gar bei Real Madrid, der spanischen Mittelklassemannschaft. Es gibt eine Hoffnung fĂŒr diese Irren-Liga: dass sie erst startet, wenn Lionel Messi, der im nĂ€chsten Monat 32 wird, in Fussballerrente gegangen ist.
Dann wird Barca sich nĂ€mlich neu erfinden mĂŒssen.Weiterlesen…

Europa – nur noch Zweite Liga

War FAZ-Herausgeber Holger Steltzner ein Korken, der entfernt werden musste, um eine breitere Diskussion zu ermöglichen? Das ist wahrscheinlich zu vordergrĂŒndig, aber hier die Beispiele, die mich auf diesen Gedanken brachten.
Im Sinne des Weltbildes ihrer Herausgeber (keine Frau dabei) veröffentlichte die FAZ einen Gastbeitrag des Kölner Professors Thomas JĂ€ger, der ihre ganze Weltfremdheit offenlegt.Weiterlesen…

Spitzenfussball ohne Krisen-Resilienz

Resilienz ist ein neudeutsches Fremdwort. Ich habe es zuerst in der klimapolitischen Diskussion aufgeschnappt. Sich auf den Fall vorbereiten, wenn es ganz schlimm kommt. Das dann aushalten können. Die modische Nutzung des Begriffs weitet sich in Ă€hnlicher Weise aus, wie es “Nachhaltigkeit” getan hat. Das sagt viel ĂŒber den gesellschaftlichen Zustand aus.
Eine meiner Fussballthesen ist, dass dort manche gesellschaftliche Entwicklungen in besonders spektakulĂ€rer Weise wie durch ein Brennglas sichtbar werden. Dazu scheint zu gehören,Weiterlesen…

Framing / Sozialökologische Wende / Schneyder

Der Germanist Manfred Geier. der in wenigen Wochen 76 wird, versuchte heute morgen im DLF die besonders innerhalb der ARD hocherhitzte Framing-Diskussion abzukĂŒhlen. Das wird ihm nicht gelungen sein, aber es ehrt ihn: schriftliche Zusammenfassung und Nachhören hier.
Klaus MĂŒller, Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, gab der Wochenend-taz ein Interview. Es liest sich ein bisschen so, als wenn er als Therapeut am Krankenbett der Parteien RatschlĂ€ge erteilen soll.Weiterlesen…

Real Madrid brach die BrĂŒcke hinter Ronaldo ab

Eine geschmacklose polemische Überspitzung? Seien Sie nicht so sicher.
In der Özil-Debatte rund um die WM hatte ich auf in 5 Minuten online recherchierbare Sachverhalte aufmerksam gemacht. Nur wirklichen Assen des Sportjournalismus wie Thomas Kistner/SZ und Jan Christian MĂŒller/FR gelang es viele Wochen spĂ€ter, das ĂŒberhaupt in der Berichterstattung ihrer Medien zu berĂŒcksichtigen. Alle Anderen hielten – als Teil des gemeinsamen Entertainment-Business – dicht. Daran fĂŒhle ich mich bei dieser Katastrophe erinnert, denn fĂŒr das Folgende benötigt man weit weniger als 5 Minuten Recherche.Weiterlesen…

Vom Fussball zum Wrestling – Sergio Ramos

Es gab mal einen Torwart von Werder Bremen, einer aus der Lauterer “Ehrmann-Schule” (das sind die “MĂ€nnersport”-Ideologen in der TorhĂŒterausbildung) – Namen hab’ ich vergessen, die rosa Trikots dagegen nicht – der ist furchtbar in die Wrestlingszene abgestĂŒrzt, ParkplatzschlĂ€gereien inkl., vermutlich weil er nicht mit Geld, und nicht mit sich selbst umgehen kann. Er muss es ziemlich ungerecht finden, dass im Vergleich dazu einer wie Sergio Ramos zur kommenden WM aufgeboten wird, und Weltmeister werden kann. Als der noch in Madrid war, soll er in der Mannschaft der beste Freund von Mesut Özil gewesen sein. Machen Sie sich selbst einen Reim draus.
In Barcelona ist der Sachverhalt bestens bekannt. Und in einem unabhĂ€ngigen Katalonien wĂŒrde er gewiss sofort verhaftet.Weiterlesen…

Inside White House, Facebook & Real Madrid

Damals, in der analogen Steinzeit, hatten die Herrschenden die besseren Medien, um sich zu informieren. Wir Doofen bekamen Zeitungen mit Bildern und grossen Buchstaben und das Fernsehen. Die Oberschicht hatte keine Zeit fĂŒr fernsehen, las die FAZ, hörte beim Aufstehen und Zubettgehen den Deutschlandfunk und herrschte.
Was das betrifft, hat die Digitalisierung die Gesellschaft durchlĂ€ssiger gemacht. Es gibt zwar Elitemedien, die uns mit Paywalls von Informationen fernzuhalten versuchen. Aber das klappt nicht wirklich, und 100%ig trauen sie sich das fast alle nicht, weil sie dann bald von jeder Wahrnehmung verschwinden wĂŒrden. Gut so.
Die FAZ hat nĂ€mlich online heute wieder einiges zu bieten.Weiterlesen…

Ohne Prinzen und Oligarchen besserer Fussball

Das ZDF hat sich bös in seinen VertrĂ€gen mit der Uefa verheddert. Es langweilte mit einer Gurke in Istanbul. WĂ€hrend des richtigen Fussballspiels in Barcelona war es schon wieder draussen. Wer sowas nicht zeigen kann, kann auch gleich komplett aussteigen. So ist es dann auch in der nĂ€chsten Saison; wir als GebĂŒhrenzahler*innen sparen einen Batzen Geld, fĂŒr etwas, was wir heute schon nicht gucken konnten.

Nicht beim ZDF, aber bei Pepe in Dottendorf. Von einem komfortablen Stehplatz am Tresen bei bestem Pils und Oliven lieferte Lionel Messi einen erneuten Ă€sthetischen Genuss davon, was Weltklassefussball sein kann. 3:0 gegen Abramowitsch’s Chelsea. Es gibt noch Gerechtigkeit im Fussball.

Bei Barca ist festzuhalten, dass es in diesem Jahr ohne Neymar stĂ€rker ist, als voriges Jahr mit ihm.Weiterlesen…

KlassenverhÀltnisse in Europas Fussball

Die gute Nachricht vorweg: in meiner Fussballkneipe meldeten sich heute auf die Frage des Wirtes “wer will Leipzig sehen?”: 0. Eine Konferenzschaltung blieb uns also erspart.
Die anderen Erkenntnisse sind weniger erfreulich. Die Mafiosi des Fussballbusiness sind ihrem Ziel, dass Geld doch Tore schiesst – die gegenteilige Behauptung von Otto Rehhagel erreicht dieses Jahr das antike Alter von 22 Jahren – diesem Ziel sind sie mittlerweile sehr nahegekommen.

Seien wir ehrlich: das grundsĂ€tzlich ansehnliche Spiel heute Abend im Dortmunder Westfalenstadion offenbarte nicht minder einen Klassenunterschied, wie es dem BVB zuletzt gegen meine Borussia und den Verein aus der Stadt mit der grossen Kirche in der Mitte gelungen war. Das 1:3 entsprang königlicher Gnade und hĂ€tte böser enden können. Real hatte im fremden Stadion eine klare ChancenĂŒberlegenheit. Und wo einem WeltklassestĂŒrmer wie Aubameyang Ballannahmen misslangen, gelangen Ronaldo und Bale saubere One-Touch-Torerfolge.Weiterlesen…

“Mein Verein” (WDR): VfL 1900 Borussia Mönchengladbach

Andreas Kramer gehört der TV-Mannschaft von Arnd Zeigler an, der weit ĂŒber die Grenzen Werder Bremens hinaus bis vor die Stadtmauern einer bayrischen Grossstadt bundesweit Respekt und Anerkennung fĂŒr seinen Humor und seine Fachlichkeit geniesst. Er kann also nicht verkehrt sein. Zu Beginn des Films packte mich Entsetzen: was ist das denn fĂŒr ein provinzieller Mist? Er kriegte noch die Kurve, zu einem knappen aber grundsĂ€tzlich sympathischen zufriedenstellend.

Auch dieser Film verhob sich nicht an der reichen Geschichte des Vereins, sie wĂ€re, da gebe ich Kramer völlig recht, in 45 Minuten Film nicht zu packen gewesen. Dass er sich fĂŒr die zurĂŒckhaltende WĂŒrdigung Lucien Favres rechtfertigt, ist ok. Auch wĂŒrdigt er die 60er Jahre angemessen. Dass er dabei allerdings kein einziges Mal den Namen des Kölners (!!!) und Gottvaters des Mönchengladbacher Fussballs Hennes Weisweiler nennt, ist aber dann doch ein notenentscheidender schwerer Fehler. Ohne Weisweiler, der nicht nur unzĂ€hlige Fussballtalente sondern zu Lebzeiten 90% der deutschen Profitrainer ausbildete, hĂ€tte es die Mönchengladbacher Fussballgeschichte wie wir sie kennen – und also auch diesen Film! – nicht gegeben. Gegen diesen Fehler ist es fast schon eine lĂ€ssliche SĂŒnde, dass auch Jupp Heynckes ungenannt bleibt,Weiterlesen…

Sackgassen des deutschen Fussballs

Der BVB-AttentĂ€ter hatte keine terroristischen Motive, sondern “nur” Habgier? Da werden sich Marc Bartra und seine traumatisierten BVB-Arbeitskollegen aber freuen. Verloren sie doch gerade gegen einen in beiden Spielen klar besseren Gegner, der die Tabelle im Land des Vizeeuropameisters anfĂŒhrt, aber in einem Staat residiert, der ohne die Organisierte KriminalitĂ€t vermutlich gar nicht existieren wĂŒrde, und dessen GeschĂ€ftsmodell in erster Linie aus GeldwĂ€sche besteht. GeldwĂ€sche ist auch das, was die DFL “Investoren” begierig anbieten will, wenn sie endlich die “50+1-Regel” zur Begrenzung von Investorenmacht zu Fall gebracht hat. Wie schon in Leverkusen, Wolfsburg, Ingolstadt, Hoffenheim, Leipzig ….. Vorbild: die englische Premier League.
Wollen wir das? Der BVB-AttentĂ€ter wĂŒrde das auf jeden Fall bejahen.

Abseits dieser ökonomischen und zweifellos bedeutsamen HintergrĂŒnde ist festzuhalten: sportlich war das Ausscheiden aus den europĂ€ischen Wettbewerben in allen drei FĂ€llen gerecht.Weiterlesen…

MĂ€nnerfussball & die Obergrenze des BVB

Wer es sich einfach machen will, kann feststellen: der BVB ist im Stadion des MilliardĂ€rs Hopp in der Ortschaft Sinsheim verpfiffen worden. Einem Tor von “1899” ging ein klares Foul voraus; der Platzverweis gegen Reus war unberechtigt, weil der Zweikampf, was Foulspiel betraf, mindestens ein Unentschieden darstellte. Dennoch waren die BVB-Defizite klarer sichtbar als gegen Real Madrid.

In der Abwehr fehlte ein Chef. Bartra kann diese Rolle (noch?) nicht spielen, der genesene Bender in seinem ersten Spiel auch nicht, so wenig wie Ginter mit dem nur sporadischen Vertrauen seines Trainers, heute, als er fehlte, merkte man deutlich wie wichtig Sokratis ist, ausserdem fehlte merklich (!) der erste Torwart BĂŒrki. StĂ€rkere Teams hĂ€tten heute mehr als zwei Tore gegen diese Abwehr gemacht.Weiterlesen…

Island & Immobile

Island scheint eine ganz große Fußballmannschaft zu werden. Das gibt es sonst nur bei Real Madrid oder dieser Mannschaft aus dem sĂŒddeutschen Raum: dass so lange gespielt wird, bis sie das siegbringende Tor schiesst. So heute Island im WM-Qualifikationsspiel gegen Finnland zum 3:2 in der 95. Minute.
Von heute bis Dienstag sind tĂ€glich europĂ€ische Qualifikationsspiele zur WM 2018 in Russland. Ich bezweifle immer noch, dass diese WM dort wie geplant stattfinden wird. Man schaue nur, was geopolitisch gerade los ist, derzeit noch als geographisch begrenzter aber mit unbegrenzter Grausamkeit durchgezogener Krieg in Syrien (hier und hier Versuche von Telepolis, einen Überblick zu geben).
Spanien vergab die Chance auf einen vorentscheidenden AuswĂ€rtssieg in Italien. In der 1. Halbzeit, in der es beim 0:0 blieb, gab es einen fußballerischen Klassenunterschied, den Spanien wie so oft nicht mit Toren untermauerte. Es brauchte sogar das Geschenk eines Torwartfehlers durch den großen Gianluigi Buffon, um ĂŒberhaupt zum Torerfolg zu kommen. Danach hĂ€tte der eingewechselte Immobile, der beim BVB meistens nicht ĂŒber die Ersatzbank hinauskam, sie in seinem Turiner Heimstadion fast alleine geschlagen – am Ende 1:1. Auch der Ausgleich war ein Geschenk – des deutschen Schiris, der Elfmeter fĂŒr Italien pfiff.

Und hier die guten Nachrichten …

Orban hat mit seinem Anti-FlĂŒchtlings-Referendum in Ungarn das erforderliche Beteiligungsquorum von 50% klar verpasst – 45% sinds geworden.
Emnid meldet als erste Umfrage seit mehreren Wochen -2% fĂŒr die AfD innerhalb einer Woche.
Und die guten Fußballnachrichten:
SD Eibar, das sind die mit ohne Geld, aber auch ohne Schulden in der spanischen La Liga, haben heute bei Real Madrid auswĂ€rts ein 1:1 geholt. Der arabische MilliardĂ€rsklub ManCity mit dem leitenden Angestellten Guardiola, der zu Katar Ă€hnlich gute GeschĂ€ftsbeziehungen unterhĂ€lt wie Franz Beckenbauer und Thomas Bach, hat erstmals verloren, 0:2 bei den Hotspurs. Der lokale Konkurrent US-MilliardĂ€rsklub ManU musste sich zuhause mit einem 1:1 gegen Stoke bescheiden. Und Lucien Favre behauptet mit OGC Nizza mit einem 2:1 gegen Lorient die TabellenfĂŒhrung in Frankreich vor dem russischen MilliardĂ€rsklub / Geldwaschanlage Monaco und dem katarischen MilliardĂ€rsspielzeug PSG.

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