mit Update am Abend
Die SZ-Paywall textet heute als Lockstoff “Schluss mit gemütlichem Sonntagskrimi” und macht dahinter Reklame für einen Netflix-Krimi. Das können Sie billiger, und wahrscheinlich sogar besser, haben: Weiterlesen
mit Update am Abend
Die SZ-Paywall textet heute als Lockstoff “Schluss mit gemütlichem Sonntagskrimi” und macht dahinter Reklame für einen Netflix-Krimi. Das können Sie billiger, und wahrscheinlich sogar besser, haben: Weiterlesen
mit PS am Abend
Mann hört, dass sich die SPD in Berlin bemüht, irgendwie öffentlich bemerkt zu werden. Das letzte Mal, dass sie in der Nähe von 30% gesehen wurde, war das nicht bei “Schulz“? Erst die Backen aufblasen, und dann folgt nichts. Ein Muster, das seit Jahrhunderten an der SPD klebt. Wiederholung wird wenig Fortschritt bringen. Im Folgenden ein Beispiel, wie mann es richtig macht. Weiterlesen
mit Update “Hausaufgabe”
Jeden Sonntag ärgere ich mich aufs Neue, dass das Radioprogramm meiner Wahl in seinen Nachrichten das Agendasetting des zwischen CDU und AfD sich positionierenden Springerkonzerns übernimmt. Vermutlich, weil sie wie immer dpa-Meldungen vorlesen. Dabei können sie auch anders. Marc Mölders: “Die Weltverbesserer: Wie Organisationen um die Lösung großer Krisen konkurrieren – Die Welt ist voller Krisen und Probleme. Zugleich gibt es zahlreiche Organisationen, die sich als Problemlöser präsentieren. Sie alle konkurrieren um Aufmerksamkeit, Ressourcen und politische Energie. Aber was tun die genau?” Sehr interessant. Einerseits. Weiterlesen
Linda Bresonik, Fussballweltmeisterin 2003 und 2007, ist in ihrer alten Heimat Essen öffentlich aufgetreten. Und mein Paywallbohrer funktionierte wieder nicht. Ihre grössten sportichen Erfolge errang sie, als die Mehrheit des Publikums noch gar nicht wusste, dass es leistungsstarken Frauenfussball gibt. Ich dagegen verehrte sie schon, als sie im Mittelfeld Regie führte. Erst später wurde sie zur offensivstarken Aussenverteidigerin umgeschult, scheiterte aber bei der Heim-WM 2011, die erstmals komplett im TV lief, an den späteren Weltmeisterinnen aus Japan. Keine Ahnung also, was die Gute heute zu erzählen hat. Die Funke-Mediengruppe hält es verborgen. Weiterlesen
mit Update: der Scherz beim Mittagessen
Es ist die Zeit, in der die Redaktionen nicht arbeiten, sondern “Jahresrückblicke” und -tage zelebrieren. Wenn jemand stirbt, wie jetzt Madame Bardot, werden die vorbereiteten Nachrufe aus den Online-Schubladen herausgeklickt. Alle, die gewöhnlich arbeiten, lümmeln im Skiurlaub herum, oder verdauen auf dem Sofa das Weihnachtsmenü und den Familienstress. Aber wenn all das gerade nicht wäre – würde sich dann ernsthaft jemand dafür interessieren? Weiterlesen
Das ist die Wohnungsfrage. Und ich muss die taz-Redaktion ausnahmsweise mal kollektiv loben, dass sie diese – spät genug – zu diesen Weihnachten richtig erkannt hat. Sie war auch bei mir Thema beim Familienmenü. Meine Eltern mieteten sich vor meiner Geburt in den 50ern in einer “ECA-Siedlung” an der Stadtgrenze Gelsenkirchen-Beckhausen/Gladbeck-Rosenhügel ein: 2-Zimmer, Wohnküche, Bad, Balkon (mit freiem Blick auf die Sonnenuntergänge im Westen und einen Bauernhof (!) für 35 Mark (!)/Monat. Die Kindermassen konnten sorglos auf der Strasse spielen. Weiterlesen
Mir wurde intern ein konspiratives Tondokument vom Deutschlandfunk zugespielt. Ganz offen wird gefordert, für die Alten, Kranken, Siechen und Greise – demnächst sogar die Babyboomer – den Digitalzwang abzuschaffen und zwar nur deshalb, weil diese gesellschaftlich schwierige Gruppe mit den „Digital Natives“ nicht gleichziehen kann – oder auch nicht will. Weiterlesen
mit Update nachmittags
Die Satireprogramme des konkurrierenden ZDF (“heute-Show”, “ZDF-Magazin Royale”) schlugen sich darauf Eier auf. Mit dieser Stofflieferung des notleidenden Konkurrenten ARD hatten sie nicht gerechnet. Und in der Tat waren die Bilder, die sie von “Die 100” übernommen hatten, schockierend. WDR-Gesichter, die ich bis dahin für zurechnungsfähig gehalten hatte, wie Anna Planken, Till Nassif oder Ralf Caspers wurden quasi öffentlich “verbrannt”. Wie konnte das passieren? Weiterlesen
Gehören Sie auch zu denen, die immer weniger Fleisch essen? Oder gar garkeins? Am schlimmsten beim Schwein, das uns Menschen am nächsten steht (mehr als der Hund): von 37,5 kg/Kopf/Jahr (2012) auf nur noch 28,4 (2024). Wie soll Schlachtmilliardär Clemens Tönnies davon satt werden? Kein Wunder, dass es mit Deutschland bergab geht. Weiterlesen
Ein kleiner Hinweis an die unterwürfigen deutschen Rundfunkanstalten: bereits stattgefundene Gespräche und Diskussionen sind transskribierbar. Wahrscheinlich gibt es schon mit entsprechender preisgünstiger KI angefüllte App-Shops bei denen Sie sich bedienen können. Obwohl: sicher ist sicher, wenigstens ein*e Redakteur*in sollte alles nochmal korrekturlesen. Das wäre ein signifikanter konstruktiver Beitrag zur Informations- und Meinungsfreiheit in dieser Republik. Weiterlesen
Die Sehnsucht nach dem Heroischen ist groß, gerade auch im Silicon Valley. Tech-Unternehmer hängen in ihren Fantasien allzu gerne ruhmreichen Königen und mächtigen Imperien nach. Dabei wird der Ruf nach Stärke immer dort laut, wo die Komplexe am größten sind. Weiterlesen
Der Fortschritt ist, dass jetzt welche miteinander reden. Über den Sudan. Es sind die, die die Kriegsparteien und Mörderbanden füttern: USA, Ägypten, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate. Letztere waren noch im Jemen nicht minder massenmörderische Waffenbrüder. Das ist vorübergehend vorüber. Alle sind solvente Spitzenkunden der deutschen Rüstungsindustrie. Worüber sie wohl reden? Weiterlesen
Medien formen Wirklichkeit. Warum haben so viele Menschen Angst vor Mord und Totschlag? Weil sie aus den Medien zu wissen glauben, wie weit das verbreitet ist. Wer liest denn Kriminalstatistiken? Die Medienmogule dieser Welt wissen um ihre Macht. Welt- und Menschenbild machen sie praktischerweise selbst. Also das, wovon der Faschismus immer schon geträumt hat. Weiterlesen
Nastasja Penzar kannte ich bisher nicht. Das Magazin Edit und seinen “Edit Essaypreis” auch nicht. Aber ganz offenbar hat Frau Penzar ihn verdient. Denn was ich kenne, ist die DLF-Reihe “Essay&Diskurs”, in der ich das fand: Weiterlesen
Es gibt kein Leitmedium mehr. Die, die einst dafür gehalten wurden, verlieren seit Jahrzehnten massiv an Bedeutung. Viele meiner Altersgenoss*inn*en merken es nur immer noch nicht. Sie werden von ebendiesen umsatzsüchtigen Medien mit Kanzler*inne*n-Nostalgie abgefüttert. Der Spiegel macht es mit Merkel (Paywall), das FR-Feuilleton mit Schmidt (wem sonst?). Unverkennbare Symptome für die intellektuelle Dauerdürre im deutschen politischen Diskurs. Weiterlesen
Wieder mal ist ein Berliner nach Duisburg gereist. Und, oh Wunder, er hat keinen weiteren der unzähligen journalistischen Betriebsunfälle gebaut. Matthias Dell war es, der mich einst kurze Zeit als Freitag-Redakteur betreut hatte, und heute selbst als “Freier” seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Der Deutschlandfunk gab ihm heute morgen gut 6 Minuten. Die waren gut angelegt. Weiterlesen
mit Update 3. 11.
Ist es launig? Oder sarkastisch? Wolfgang Storz/bruchstuecke reflektiert über die Reflexe der Öffentlichkeit auf “unseren” superintelligenten Bundeskanzler: “Regieren mit Wortfetzen”. Nicht abwegig. Dennoch behaupte ich, dass seine bornierten sauerländischen Reflexe ihm selbst, und noch mehr seinem Berater*innen*stab, einen Streich gespielt haben. Denn was Storz und ich seit Jahrzehnten über den Kerl wissen, das erkennen jüngere Teile der Öffentlichkeit erst jetzt durch sein Tun und Stammeln. Weiterlesen
Mit dem Bücherlesen komme ich schon seit Jahren nicht mehr hinterher. Die Verkaufspreise für E-Books überzeugen mich nicht – sie liegen kaum günstiger als die schwergewichtige Druckware. Mit meiner Sehbehinderung aber funktioniert Onlinelesen viel besser, weil sich Schriftgrösse und Schriftkontrast von mir einstellen lassen. Graue Buchstaben auf grauem Papier – wer soll das lesen können? Ein noch schlimmerer Graus sind mir Buchmessen. Unbesuchbare Massenabfertigung. Und zusätzlich machen sie die Feuilletons aller Medien voll, die in dieser Zeit ihre Alltagsarbeit nicht machen. Weiterlesen
mit Update Sonntagvormittag
Nur ein klitzekleiner szenischer Ausschnitt, der aber anschaulich und nachvollziehbar macht, warum der antifaschistische Widerstand in Deutschland schon einmal gescheitert ist: Christian Stappenbeck/Junge Welt: “Linke Publizistik: Späte Erfüllung – Für die »alte« Weltbühne der Weimarer Zeit standen die wohlbekannten Namen Tucholsky und Ossietzky. Wem aber verdankte die Leserschaft das Weiterbestehen ab 1933? Es waren Wilhelm S. Schlamm und Hermann Budzislawski. Geschichte einer lebenslangen Feindschaft” Weiterlesen
Aufgrund fortgesetzten Baustellenlärmterrors – “Lärmzeiten” werden eingehalten – in der Etage über mir ist mir derzeit klares Denken und Schreiben in meiner Wohnung kaum möglich. Bleibt, auf das produktive Schaffen Anderer hinzuweisen. Weiterlesen
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