Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Newsletter (Seite 8 von 52)

Markt, Kanon, Sympathie … und Versagen

Der Markt des Winterhoff – Toxische Männer – sie sind überall – und nähren Mediathekperlen”, mal ein guter, wenig Freude bereitender Tatort dabei.

Reinhard Olschanski sieht einen “Kampf um den Kanon”, und rät dazu ihn anzunehmen.

“Sympathisch” finde ich die Buchpreisträgerin, weil: “Schreiberin wird plattgeredet”, also sympathisch unprofessionell.

Und der gute Rat von Constanze Kurz (Interview)/netzpolitik und Harald Reingruber an alle Microsoft-Datensklav*inn*en, die noch zuwenig Kolumnen von Christian Wolf gelesen haben: Von Windows 10 auf Linux – Was tun, wenn der Computer nicht für Windows 11 geeignet ist?”

Die neue Kolumne von Charlotte Wiedemann (aus der taz) erschien heute Abend: Auf das Versagen muss Einsicht folgen – Gaza lehrt: Die deutsche Israel-Politik ist gescheitert. Ein Neustart muss historische Verantwortung und Völkerrecht in Einklang bringen.”

Rheinpegel Bonn 202cm

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Es geht immer noch gut

Immer noch fragen Freund*unn*e*n mit besorgtem Unterton, wie es mir geht. Die Frage ist berechtigt. Hier tagesaktuelle Antworten:

Ein Inder gibt Nachhilfe – Der deutsche Adel und das ‘Wir’ – er versteht weder das, noch ‘die Welt'”.

Inklusion ist möglich – Demenzkranke können ganz nach oben – unbegrenzte Möglichkeiten” – hier geht es um Aufmerksamkeitsökonomie und Atomwaffen. Wie geht es Ihnen nach dem Lesen? Weiterlesen

Gesundheit am Limit

Heute 4 Texte von nur 2 Autoren.

Daniel Leisegang/netzpolitik widmet sich der elektronischen Patientenakte, an der sich ein mit der AfD sympathisierender spezieller Freund des Spahn und der Klöckner gesundgestossen hat: “Eine Patientenakte für alle – Das gebrochene Versprechen” und “Gesundheitsdigitalisierung am Limit – Warum es bei der elektronischen Patientenakte noch immer hakt”. Zeigen Sie mir das Medium, das diese Tatsachen vergleichbar abbildet. Weiterlesen

Bahnsensationsmeldung (ganz unten)

Mein altmodischer Mitautor Roland Appel sorgt sich um “ZDF-Fernsehrat zur Pressefreiheit”. Aus dem Alter bin ich raus. Aber es ist selbstverständlich aller demokratischen Ehren wert, selbst den ZDF-Fernsehrat nicht von Hoffnungen auszunehmen. Ich gehöre eher zu der intoleranten Fanbase, die fragt: “Warum so dumm?”

Auch woanders gibt es gutes Fernsehen. Bisweilen sogar in (und aus) Österrreich, gleichzeitig behindert, attackiert und angespornt von der faschistischen FPÖ. ‘Vorstadtweiber’ wieder online – Die ersten zwei Staffeln bis Anfang November”.

Das ekligste Thema, das aber gleichzeitig starken Journalismus präsentiert, bekommen Sie ebenfalls von mir serviert: Sadisten im Verein – Der deutsche Fussball, der DFB und all seine Vereine haben ein Problem – eine journalistische Arbeit, die wieder niemand bemerken will”.

Auch nicht schön, was Sie hier kurz nach Mitternacht erwartet: “Absehbar – Nichts an der Pflegekatastrophe kommt überraschend – alle wissen es längst”. Hinweis auf ein gutes Interview mit einem pflegepolitisch versierten ver.di-Gewerkschafter.

Rheinpegel Bonn 272cm. Eine Bahnsensationsmeldung aus Beuel: ein befreundetes Paar reiste mit der Bahn von Bari (Apulien) über Bologna bis nach Siegburg, weit über 1.500km. Raten Sie mal. “Verspätung”: 10 Minuten! Schwerste Beschwerde: im Schlafwagen “Deluxe”-Abteil leider null Wasser. Sah aber gut aus.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Rentneraufstand

Jürgen Trittin ist meines Wissens Rentner und will sich mehr auf Werder Bremen konzentrieren. Unsere Oberbürgermeisterin täte das auch gerne, hat dafür aber keine Zeit. Und Jürgen? Hier seine Antwort:

Mit Naivität gegen Faschismus? – Zur schwarz-roten Außenpolitik – Es ist naiv dem Systembruch in den USA mit Appeasement zu begegnen. Europa braucht mehr Handlungsfähigkeit. Es muss lernen Hardball zu spielen.” Weiterlesen

Genesungskampf

Im Kampf mit meiner Gesundheit mussten einige Newsletter ausfallen. Das wird hier nach meiner ersten erfolgreichen Mahlzeit im Momo-Bistro nachgeholt.

Nicht zur Genesung bei – eher das Gegenteil, aber sie ist ja nur die Überbringerin – trug Karoline Tanck/netzpolitik, ein echter Gewinn für diese engagierte Redaktion: Biometrische Gangerkennung – Zeige mir, wie du gehst, und ich sage dir, wer du bist”.

Eine Gastautorin, die mir beharrlich und freundlich auf die Schulter klopft, ist Petra Erler: Konflikttreiberei – Was die vielen ‘wahren Gesichter von Putin über den Weg in die Selbstauslöschung erzählen – Anmerkungen zu Konflikttreiberei und militärischer Eskalation”. In Frau Erlers Blog gibt es bereits einen frischeren Eintrag. Der enthält eine Bremer Sottise, die mir echt zu blöd ist – der Vorgang, nicht seine Beschreibung. Ähnliches gilt für den “Fall Ruhs”, in dem eine Anstalt, deren ganzer Lebenssinn Kommunikation ist (der NDR), über ihre eigenen Beine und ihre politische Orientierungs- und faktische Führungslosigkeit stolpert. Das ist so wenig zum mitansehen, wie Borussia Mönchengladbach. Aber, wenn Sie wollen, hier entlang:

Peter Merg/Junge Welt: An ihrer Seite – Alles »Klar«: Tanit Koch wird die neue Julia Ruhs des NDR – Selten so gelacht. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat einen neuen Rekord aufgestellt, wie schnell man erst rechts, dann links und wieder rechts vom Pferd fallen kann.” Hier wird die Absurdität mitgedreht, indem dieser halbwegs intelligente Text in einigen Tagen in einer Paywall verschwindet.

Aber dann ist vielleicht Stefan Niggemeier/uebermedien frei:

Warum die Überhöhung von ‘Klar’ durch Fans und Gegner absurd ist – Die ARD setzt das viel kritisierte Magazin ‘Klar’ mit etwas weniger Julia Ruhs fort. Eigentlich könnten jetzt alle mal ein bisschen runterkommen – stattdessen geht die Empörung auf beiden Seiten weiter.”

In vier Tagen könnte es so weit sein. Jede*r, wie er*sie will.

Weiter in der Irrsinnsbetrachtung des Extradienstes: KüppersbuschTV: “Das Charlie Kirk-Attentat: Links oder Rechts?” Schadenfreude? Ich kannte den Arsch garnicht. Aber sein Mörder steht ihm so wenig nach, wie die, die jetzt daraus Kapital schlagen. Das ist imgrunde wie hier: “Terror-Regimes”. Was in den USA noch nicht ist, ist im Werden. In meiner ersten Herzinfarkt-Reha-Nacht wurde ich in dem Breaking-News-Moment schlafgestört, als der DLF die Bombardierung Irans meldete. Reiner Zufall selbstverständlich. Aber ein sehr unangenehmer. Helmut Lorscheid meldet in diesem Zusammenhang eine “Strafanzeige gegen Bundeskanzler Merz”. Mein alter Jungdemokraten-Freund Peter Becker wird es aus seinem Grab mit Wohlgefallen z.K. nehmen. Und zu diesem wichtigen Politikkomplex gehört auch Markus Reuter/netzpolitik: Oligarche Gleichschaltung – Das Ende der Meinungsfreiheit in den USA und was wir daraus lernen müssen”. Glauben Sie nicht, das sei (für uns) Zukunftsmusik. Das ist jetzt.

Wer lieber an die Zukunft denkt, wird mit dieser hervorragenden Grundlagenarbeit von Sebastian Meineck/netzpolitik gut bedient: Kinder im Netz – 400 Schulen besucht: Was Kinder im Netz erleben, und was Politik daraus lernen kann”.

“achtung satire” irgendjemand muss ja in diesem Blog mal über das Medienphänomen Heidi Klum schreiben. Klaus Vater tut es. Mein dominierendes Gefühl ist Mitleid. Und meine Mediendiät funktioniert an dieser Stelle sehr gut. Ansoonsten s.o. “Ruhs”.

Wie idyllisch dagegen unsere nichtfunktionierende Eisenbahn. Weniger idyllisch unsere 16+1 Verkehrsminister*innen, die schmerzfrei das “Deutschland”-Ticket verteuern, die uns gehörenden öffentlichen Medien aber am liebsten schon dichtmachen, bevor die AfD drankommt. Fliesst dann weniger Blut? Aber ich schweife ab.

Spitzenleistung – Wundersame Bahn CCXXI – Nein, keine Sorge, Sie müssen sich nicht umgewöhnen. Die Spitzenleistung ist nicht von der Bahn. Aber immerhin von einem Lokführer (aus dem Osten!). Der schreiben kann.”

Über das Rheinland legte sich heute eine lebensgefährliche warme Schwüle. Passen Sie auf sich auf, wie ich es versuche (und meine Freund*inn*en es tun). Meine Lebensgefährtin VFL 1900 Borussia Mönchengladbach stellt sich in dieser Hinsicht schmerzfrei und rücksichtslos an. Muss ich zu RWE überlaufen, als Erbe meines 1974 verstobenen Opas mütterlicherseits? 3:0 gegen Rostock (= “Hochrisikospiel” von Herrn Reul, von dem mein Mitautor Roland Appel beteuert, dass mann mit dem vernünftig reden kann). Hoffentlich bleibt alles heil und niemand wird verletzt.

Rheinpegel Bonn 210cm.

Nächster Newsletter übermorgen.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Beueler-Extradienst | Impressum | Datenschutz

Theme von Anders NorénHoch ↑