Nahles ernst – Wagenknecht witzig

Von , am Samstag, 18. August 2018, in Lesebefehle, Politik.

Andrea Nahles gab der Funke-Mediengruppe ein Interview, ein lesenswertes. Sie hats nicht leicht, muss aufräumen, was die pubertären Jungs alles hinterlassen haben. Dafür ist das, was sie sagt, gut geworden. Das meiste. Nur wenige werden sich erinnern, dass es vor einigen Monaten eine Krisensitzung der SPD-Spitze mit ihrem Aussenminister Maas gab. Mann soll sich gestritten haben. Was dabei herausgekommen ist, können wir nun bei Nahles rauslesen. Ähnlich wird sie es mit dem Duisburger OB machen, diskret, unter Verzicht auf demonstrative öffentliche Dominanzgesten, wie wir sie noch bei Sigmar Gabriel kannten, dafür um so wirkungsvoller. Ihre Genossin Svenja macht derweil Wind fürs Klima. Sie hat nicht viele Machthebel in der Hand. Aber sie bleibt wenigstens nicht resignativ-still, sondern erweckt mindestens den öffentlichen Eindruck von Kampfbereitschaft. Das ist gegenüber vielen Jungs in ihrer Partei schon ein grosser Sprung nach vorn …
“Ich bin ja schon eingesammelt…” von Linken-Chef Riexinger war keineswegs der beste Kalauer zu Sahras und Oskars Sammeln. Der erste Preis geht an Maria, Oliver Maria Schmitt. Die meisten kennen ihn aus seiner kurzen Schaffensperiode als Titanic-Chefredakteur (nicht zu verwechseln mit Christian Y. Schmidt; der war auch sowas und hat das böseste Buch über Joseph Fischer geschrieben). Schmitt schreibt in der taz die Wahrheit über einen Hausbesuch im Saarland. Mir hat das ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, ebenso wie der Rattelschneck dazu.

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