Russland diversifiziert seine Medienstrategie
Die russische Regierung hat kein Problem damit in den USA sowie West-/Mitteleuropa für alles Mögliche als Projektionsfläche zu dienen, ist es doch ein Beweis für Gewicht, Bedeutung, Ernstgenommenwerden, also alles, was in der Jelzin-Periode verloren gegangen war. Innenpolitisch dient das der politischen Führung als Fortschrittsbeweis. Unter diesen Vorzeichen müssen wir sehen, dass Russland seine Aussen-Medienpolitik intensiviert. Das neueste, wenig transparente aber nicht wirklich getarnte Projekt heisst “Redfish” und wird hier von der Jungle World bewertet.
Es könnte bereits Ausfluss einer kontroversen innerrussischen Strategiedebatte sein, auf die Reinhard Lauterbach hier in der Jungen Welt hingewiesen hat. Beides zusammen deutet darauf hin, dass wir es hier mit einem Mix aus kontroversen Ansätzen und Arbeitsteilung zu tun haben. Dämonisieren oder furchtsame Paranoia, wie sie in US-Wahlkämpfen gepflegt wird, aber auch hierzulande nicht fremd ist, würde nichts nützen – nehmen wir die Debatte an.

Saudi-Arabien auf dem Weg – wohin?

Wie sollen sich die Beziehungen zum feudalen Saudi-Arabien weiterentwickeln? Die Debatte ist voll ausgebrochen und noch kann niemand abschätzen, wohin sie führen wird, ausser: Instabilitäten werden mehr. Hier Oliver M. Piecha in der Jungle World, hier die telepolis-Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich. German-Foreign-Policy hebt die führende Rolle des Siemenskonzerns in der deutschen Aussenpolitik hervor (dieser Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv).

Linke Hegemonie – wie kann das gehen?

Im Adamag (online nur erreichbar mit Cookie-Zulassung) streiten sich Redakteurin Ines Schwerdtner und SPD-Mitarbeiter Nils Heisterhagen um (fehlende) linke Hegemonien, Parteien, den Überbau und die Konflikte der Bewegungen #unteilbar und #aufstehen. Im SZ-Kindergarten “jetzt” finden wir eine Reportage von Johanna Roth über die praktische Basisarbeit von #aufstehen in Berlin-Lichtenberg.