Goldman-Sachs / Patientendaten / Eberl

Von , am Sonntag, 25. November 2018, in Fußball, Lesebefehle, Politik.

Die Grossbank Goldman-Sachs hat mal wieder ordentlich Sch…. am Schuh. Sie zählt zu den Banken, die „systemically important financial institution“ sind – im Volksmund: “too big to fail”. Der Wikipedia-Eintrag behandelt ihre unschöne Rolle bei der Verschuldung Griechenlands. Das ist eine Kleinigkeit gegenüber dem, was derzeit in Malaysia aufgedeckt wird, und das wir in Christoph Heins FAZ-Bericht nur kurz zusammengefasst finden. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Ich erinnere mich an zwei spektakuläre Flugzeugabstürze der malaysischen Fluggesellschaft: eins wurde über der Ukraine abgeschossen, eins verschwand – bisher spurlos – im Indischen Ozean. Bei der 1MDB-Affäre geht es um Summen, für die sicherlich mehr Menschen als nur “eine Prostituierte” umgebracht werden können. Die Passagierlisten der beiden Maschinen sollte jemand noch mal genau studieren.

Big Data – Absturz?

Annette Hauschild und Extradienst-Autor Helmut Lorscheid haben bei telepolis eine spektakuläre Reportage über den heutigen und möglichen zukünftigen Umgang mit unsere Patientendaten abgeliefert. Der Text ist schon fast eine Woche öffentlich, und man muss sich wundern, wie wenig Wind andere Medien darum machen. Dass 80% der Mediziner*innen das von der herrschenden Gesundheitsdatenbürokratie angedachte System mehr oder weniger still boykottieren, hat einen quasi-revolutionären Charakter, und zwar einen, der unsere volle Unterstützung als Patient*inn*en, die die Herrschaft über ihre persönlichen Daten behalten wollen, wert ist. Würde es zum Thema im öffentlichen Diskurs, wären allerdings etliche lukrative Geschäftsmodelle vom Einsturz bedroht – wie die aktuellen Börsenkurse der IT-Giganten.

Max Eberl mal wieder “im Gespräch”

Max Eberl, Manager von Borussia Mönchengladbach, hat heute ein breitflächiges Interview in der FAS bekommen (bisher nicht online). Verdient. Allerdings ist nicht zu überhören, dass er in der Hauptstadt eines südlichen Bundeslandes, wo die fussballerische Not wieder gross ist, und grösser und grösser wird, dass unser Max dort wieder sehr, sehr “im Gespräch” ist. Sollte es irgendjemandem gelingen, den stinkenden Kopf des Fisches, die Herren Hoeness und Rummenigge, zum Gang in die Rente zu überreden … dann würde es gefährlich. Eberl hat noch 3 1/2 Jahre Vertrag in Mönchengladbach. Billig würde das nicht. Aber Geld spielt in München ja keine Rolle. Wenn es so weit kommt, bliebe die Erinnerung an eine gute Zeit. Das Leben ginge weiter. Vielleicht lernt er ja schon heimlich einen Nachfolger an (Korell? oder nähme er den mit?).

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