Jahrhunderte brennen

Von , am Montag, 26. August 2019, in Lesebefehle, Politik.

Die FAS veröffentlichte gestern ein bewegendes Plädoyer des laut FAS “bedeutendsten brasilianischen Naturfotografen” Araquém Alcântara, erfreulicherweise paywallfrei auch online zugänglich. An FAS/FAZ darf man zwar wie an den brasilianischen Präsidenten die Frage richten: warum so spät? Sie sind halt alle vom globalen Aufmerksamkeitspegel drogenabhängig.
Der politische Zusammenhang würde heute morgen von der Vertreterin der Böll-Stiftung Annette von Schönfeld im DLF-Interview erklärt (ich war auch noch nicht auf). Schade nur, dass die Böll-Stiftung ihrer sachkundigen Mitarbeiterin keine Sprechschule gegönnt hat. Weitere sachdienliche Hinweise gibt Florian Rötzer/telepolis.
Anja Krüger/taz fordert politische Konsequenzen von Bundesregierung und EU-Kommission: “Die neue EU-Kommission unter Ursula von der Leyen sollte sich von diesem Erbe befreien und die Handelsbeziehungen ganz neu aufstellen – im Dienst der Menschenrechte, der Armutsbekämpfung und mit dem Vorrang der Ökologie vor der Ökonomie. Den EU-Mercosur-Pakt in den Aktenschredder zu stecken, ist ein erster Schritt dahin.” Einerseits richtig. Andererseits sind wir da bei einem Kern des Problems: die, die hier schreddern sollen, sind ja genau die, die es betrieben haben. Sie sind nicht Opfer Bolsonaros, sondern die Strippenzieher der Katastrophe (dieser Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv).

Ein Kommentar zu “Jahrhunderte brennen

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