… wenn es um die Medien selbst geht
Bei zahlreichen Sendern wird gestreikt. Programmänderungen und -ausfälle sind die Folge. Alle versuchen ihren Betrieb trotzdem irgendwie aufrecht zu erhalten. Was sie jedoch alle vermeiden, ist uns, die Öffentlichkeit, darüber zu informieren, worum es dabei eigentlich geht. Stattdessen nichtssagende Auskünfte wie diese des Deutschlandfunks. Gestern kündigte das Medienmagazin @mediasres den Streik immerhin an, mündlich in der Moderation. Auf den Startseiten von ARD und WDR finden sich exakt NULL Informationen und/oder Hinweise.
Gut, dass es Gewerkschaften gibt. Und das Internet.
Hier finden Sie Streikinformationen.
Und hier, um welche Forderungen es geht. Ich kenne genug “freie” Mitarbeiter*innen. Sie tragen die Hauptlast der heutigen Programmproduktion, und werden umgekehrt proportional schlecht dafür entlohnt, in jeder Hinsicht, nicht nur der Bezahlung. Sie sind regelmässig die ersten Opfer, wenn in den Anstalten neue “Sparrunden” ausgerufen werden. Das wird alles erst besser, wenn das, was jetzt passiert, weiter radikalisiert, und die “Freien” auch in den Gewerkschaften mehr Gewicht bekommen – dafür müssen sie, mindestens, auch Mitglied werden.
Hinweis: ich bin ver.di-Mitglied, und an Tagen wie heute stolz drauf.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net