Wow, was für eine Krisen-PR! Wer alles glaubt, was uns derzeit verkauft wird, ist selber schuld. Aber gemessen an der Lahmarschigkeit anderer angeblicher Vollprofis ziehe ich meinen Hut vor dem Management meines Lieblingsvereins. Mag sein, dass es seinen Angestellten Angebote gemacht hat, die sie nicht ablehnen können. Aber in der Corona-Tabelle haben sie souverän erneut die Spitze erobert. Kompliment, ich bin mal wieder stolz auf Euch, und das seit 1965.
Dass es auch anders geht, zeigt DFL-Boss Christian Seifert, einst Kollegenchef der weit positiveren Erscheinung Andy Rettig, der Wert darauf legt, jetzt keine Gefühle zu zeigen. Immerhin: das ist ehrlich, und auf seine Art aufklärerisch. Übertroffen wird das nur von Spielerberater Mino Raiole, zu dessen Kunden u.a. Trump-Fan Erling Haaland gehört. Solche Schlagzeilen in dieser Zeit zu produzieren, ähnelt und übertrifft noch das Geschäftsmodell von Jens Lehmann. Er “verdient” ja auch viel mehr, andere Liga. Je unsympathischer Raiola sich öffentlich darstellt, umso mehr wird er gefürchtet.
Und wo ich gerade bei Unsympathen bin: Zeitungsverlage, die Milliardärsfamilien gehören, und selbst jetzt noch ihre Paywalls zu verteidigen versuchen, ihre belästigende Popup-Werbung jetzt sogar noch intensivieren (mit der Absicht werthaltiger Datenanhäufung), unterscheiden sich weder moralisch noch politökonomisch von den Fussball- und Sportfunktionären, die sie in ihren Schlagzeilen pflichtgemäss populistisch beschimpfen. Immerhin zeugt das von Fachwissen über den Gegenstand, wenn mann selbst so einer ist ….