SPD / Schweiz
An Robert Misik schätze ich, dass er vom politischen Träumen nicht lassen will. Seine Art des Träumens ist geprägt von durchaus strengem Realismus, und darum als Kritik am Bestehenden besonders hart. Der Mann weiss, was Dialektik ist. Sein aktuelles Opfer ist, nunja, mal wieder die SPD. Ein leichtes Opfer? Einerseits ja. Misik tritt aber nicht auf sie ein, sondern macht einen ernstgemeinten Therapievorschlag. Er brachte mich sofort ins Grübeln. Was, wenn die SPD so vorgehen würde? Wäre sie für mich dann nicht ein guter Schutz vor der Aussenpolitik, die ich von Annalena Baerbock befürchte?
Bisher habe ich die nicht mit von Misik erträumten jungen Gesichtern, sondern mit dem alten weissen Mann Rolf Mützenich verbunden. Wer wäre ein adäquates junges Gesicht? Und könnte sie*er eine entspannungsorientierte und kooperationsfähige Politik in der SPD überhaupt hegemoniefähig machen? Was bekanntlich eine notwendige Bedingung für eine erfolgversprechende globale Klimapolitik wäre! Und wenn die SPD eine solche Politik propagieren würde – Svenja Schulze würde ich das zutrauen, dafür kenne ich sie gut genug – hat sie überhaupt eine realistische Chance und den dafür notwendigen politischen Willen, das zu Regierungspolitik, in welcher Koalition auch immer, zu machen?
So viele ungeklärte Fragen. Noch 4 1/2 Monate bis zur Wahl (minus 6 Wochen für meine Briefwahl).
Schweiz
Mein Genuss-Bruder im Geiste Jakob Strobel Y Serra/FAZ war in der Schweiz (7-Tage-Inzidenz: 168). Es muss ungefähr so gewesen sein, wie derzeit meine Tagträume aussehen. Für Sächsinnen und Thüringerinnen bestünden 10 Tage Quarantänepflicht (Männer mitgemeint), für alle anderen wäre es lösbar: hier die Einreisebestimmungen.