Was soll ich über Olli Dittrich noch schreiben? Sein gutes Werk ist mittlerweile unüberschaubar. Etwas unterschätzt von seinen Lobsängern ist vielleicht “Jennifer – Sehnsucht nach was Besseres”. Holger Gertz/SZ, Meisterschreiber seiner Redaktion, verlinke ich hier nicht, weil eingemauert, denn Oliver Jungen/FAZ ist ja frei zugänglich. Besser kann ichs auch nicht schreiben. Hier gehts zu Sandro Zahlemann, dem starken Mann hinter Merkel. Produziert übrigens von Reinhold Beckmanns Firma.
Weniger beachtet, aber nur wenig schlechter, die aktuelle Produktion aus der Humorfabrik von Ralf Husmann (er könnte als kleiner Junge mal in ein Hummerbecken gefallen sein): “Merz & Merz“. Nicht nur Friedrich heisst so, sondern auch eine sehr nette ehemalige Kollegin von mir, mit einer nicht weniger wilden Lebensgeschichte, als die erstklassig gespielten Eheleute Merz aus Husmanns wirklichkeitsnaher Fantasie: Annette Frier und Christoph Maria Herbst. Letzterer ist quasi seit “Stromberg” Husmanns schauspielerischer Erfolgsgarant. Das komplette Ensemble ist erstklassig besetzt; sogar die Musik ist nicht nervtötend, sondern dramaturgisch exzellent gewählt. Den echten Herbst habe ich persönlich bisher nie kennen gelernt. Ob einer, der solche Ekel spielt, im echten Leben wohl nett ist? Möglich ist es.
Wie könnte es anders sein, wenn er uns als Publikum so mit Spass versorgt? Hauptsache, es macht ihn nicht selbst depressiv.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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