Nein, ich meine nicht die im überfüllten 9€T-Zug. Was das betrifft, müssen wir einen Diener vor der Obrigkeit, der DB, den Innenministerien und Polizeibehörden machen, dass wir nicht mit Tränengas vom Bahnsteig geräumt werden wie in Frankreich. Nein, es soll um die Notbremse beim Klimawandel gehen, zu dem der Zustand der Bahn zweifellos beiträgt. Aber es gibt Gewichtigeres. Es ist wie immer die Politik.

Nehmen Sie diese Meldung, die heute weit hinten in den Tagesnachrichten lief. Hier gehts zur Originalquelle.

Der politisch wichtigste Text des Tages ist von Maritta Tkalec/Berliner Zeitung: Rio-Konferenz vor 30 Jahren: Mangels Katastrophen die letzte Ausfahrt verpasst – Der Klimawandel ist in vollem Gang, die Grenzen des Wachstums sind weit überschritten. Kommt jetzt dank Putin-Schock die Klima-Notbremse?” Ich hoffe sehr, dass der Verlag diesen Text nicht digital einmauert (wie er es häufig macht; ich habe ihn mir gesichert). Tkalec zeigt, wie unser reiches Land in den Äras Kohl und Merkel (inkl. dem kurzen rot-grünen Zwischenstück) in geradezu verbrecherischer Weise Zeit verschwendet hat. Die Rechnung wird jetzt ausgelöffelt.

Wussten Sie z.B. das hier? Im Zuge der Staatsreligion, dass der “Markt” alles regelt, wurde die CO2-Bepreisung ausgedacht. Aber die, die am meisten davon auspusten, wurden davon ausgenommen. Machen Sie den Mund wieder zu! Ich kann mich dunkel an diese Schweinereien erinnern, aber in den 30 Jahren hatte ich mir abgewöhnt, noch an soziale und politische Gerechtigkeit zu glauben. So wurden wir abgestumpft – nicht zuletzt von der Bundeskanzlerin, die es strategisch genau darauf abgesehen hatte.

Familie Putin

Es bleibt unübersichtlich. Alexander Dubowy/Berliner Zeitung fasst zusammen, was über die Familien-, Ehe- und Liebesverhältnisse Wladimir Putins bekannt ist, und wie er selbstverständlich auch damit Politik macht.

Über den/die Autor*in: Martin Böttger

Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger@extradienst.net