Aber die Gefahr sind die Männer

Mit 15 war sie schon auf dem Landsitz eines weltbekannten Epstein-Kumpels. In Begleitung der Eltern. Jetzt will sie First Lady von Frankreich werden. Ich glaube, die auf dem Foto links, oder? Erfahren habe ich das heute hier. Ein klassischer französischer Konter. Unter Gesinnungsgeschwistern.

Unter dem oberflächlichen Jubel über das ungarische Wahlergebnis, bei dem nach meiner oberflächlichen Kenntnis kein einziger Parlamentssitz an eine liberale oder gar linke politische Kraft gegangen ist, wird die eigentliche Gefahr für die grosse Projektionsfläche “Europa” übersehen. Das sind die Faschisten in den Grossmächten United Kingdom, Frankreich, Deutschland und Spanien. Letzteres, als altes Zentrum eines völkermörderischen katholischen Kolonialismus, derzeit das Land mit den frauenrechtlich fortschrittlichsten Gesetzen. Weswegen Senora Fernandes ihren mutmasslich gewalttätigen Ex-Gatten auch dort angezeigt hat. Kampfauftrag der spanischen Faschisten ist also: weg mit den Sozis! Bei uns ist das ja schon weitgehend erledigt, ohne deren Gegenwehr. Diese Gegenwehr droht sich auch im UK und in Frankreich durch selbstreferentielle Spaltungen unter den demokratischen Kräften zu erschöpfen.

Die Männer in all diesen Ländern wissen, wohin mit ihrer Wut. Zurechnungsfähigkeit ist was Anderes. Ginge es in unserem Land noch demokratisch zu, würde der Mehrheit der Männer der Führerschein entzogen. Ihre Todessehnsucht ist zu gross.

Diese Gefahr für Europa ist weit grösser als Viktor Orban. Oder ganz Ungarn, halb so gross wie NRW.

Über Martin Böttger:

Avatar-FotoMartin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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