Der grösste Medien-Macht-Deal – er ist nicht von Springer
Der Nordkorea-Experte Mathias Döpfner hätte sooo gerne kulturellen Anschluss an das, was er für die Weltherrschaft hält: die Make-America-Great-Again-Welt (“Trump zuhören!”). Für “One Billion $” (zu deutsch nur eine Milliarde) hat der das Online-“Eliten”-Organ Politico gekauft. Bzw. seine betagte Geschäftspartnerin, die ihn machen lässt. Nun kamen nochmal über 600 Mio. für eine Zeitung dazu, den britischen “Telegraph”. Damit hat England den 2. Weltkrieg doch noch verloren. Und den ersten auch.
Dafür kann mann doch so ein Sümmchen mal springen lassen. Der Verlust ihres ideologischen Meinungsführers dokumentiert die Selbstauflösung und den vollständigen Schwund der englischen Tories, die ihre Macht freiwillig an die zeitgemässeren Faschisten übergeben. Und wer weiss besser als Döpfner, wie mann denen zuhört?
Aber das ist europäischer Fliegenschiss gegenüber der Übernahme des US Konzerns Warner durch den mit Trump verbrüderten Clan der Ellisons, die bereits Paramount besitzen (und damit als Beifang die Champions League der europäischen Fussballmafia Uefa). Die legen mehr als die hundertfache Summe dessen hin, was Herr Döpfner aus dem Vermögen von Frau Springer verschwendet. Ist das nicht grossartig, und ein weiterer Beweis wie great America ist, … äh … again!
Nee, meinen einige widerspenstige Beschäftigte dieser Medienindustrie. Ja, isses denn möglich? Und immer noch erlaubt? Ich hörte davon im Radio. Dann suchte ich die Meldung online, und fand sie auch bei den Superduper-IT-Experten von heise (als automatisierte Wiedergabe von dpa). Eine Verlinkung zum Original ist aber weder der dpa noch den hochqualifizierten Fuzzys von Heise gelungen. Und der nur noch “digital” erscheinenden taz, mit einer etwas ausführlicheren AFP-Meldung ebenso wenig. Die Verlinken sogar, aber nur an sich selbst – wo waren die in ihrer Journalismus-Ausbildung? Vermutlich auch bei sich selbst. 1,5-Minuten-Recherche: bitte schön! Statt 1.000 haben mittlerweile knapp 1.500 unterschrieben.
Europäer*innen dürfen sich gerne anschliessen. “Dieses Internet” hat auch Vorteile. Wer jedoch immer noch nicht gelernt hat, Links zu Originalquellen zu setzen, sollte nochmal ganz von vorne anfangen. Mann nennt es “Medienkompetenz”. Fragen Sie Ihre Enkelkinder, denen Sie alles Mögliche verbieten wollen …

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