Aber die nächste Flutkatastrophe ist sicher
In der SZ-Paywall, Aufmacher der Online-Seite, klagen sie: “Dürre in Bayern nimmt katastrophale Ausmaße an – Landwirte beklagen hohe Ernteausfälle, selbst das Viehfutter wird inzwischen knapp. Das weckt Erinnerungen an das historische Dürrejahr 1976. Eine Wende könnte nur Dauerregen bringen. Stattdessen sinken die Wasserpegel.” Dä. Wie konnte das passieren? Hier in Beuel sehen die – freilich immer etwas wahrsagerischen – “14-Tage-Vorhersagen” keinen Tropfen Regen.
Die Vegetation täuscht. Sie ist noch grün, weil das Frühjahr wasserreich war. Der Blätterabwurf der Bäume hat schon begonnen. Rasen und Wiesen sind gelb und werden braun. Wenn sie in Brand geraten, schwarz.
Während das katholische Bayern für “Dauerregen” betet, will das katholische Rheinland im Rhein mehr baggern, tiefer runter. Ob sie dort Wasser finden für all die Frachtschiffe und das Wirtschaftswachstum? Die Hälfte unserer Bahnlinien im Rheintal, die Beueler Seite, ist ja leider stillgelegt, halbes Jahr “Generalsanierung”. Alles fährt drüben linksrheinisch, also sowieso schon jede Menge Güterzüge, die den Personenverkehr ausbremsen. Die meistbefahrene Bahnstrecke Europas. Wie lange die das wohl aushält?
Ein Wunder, dass Waldbrände wie in Frankreich, Spanien, Griechenland, der Türkei u.v.a. hierzulande bisher ausgeblieben sind. In Beuel waren wir nah dran.
Erinnern Sie sich noch an die Ahr-Katastrophe? Erst fünf Jahre ist das her. Es war im Hochsommer. Alle Bedingungen sind jetzt wieder gegeben. Knochentrockener Boden, der mögliche Wassermassen nicht aufnehmen kann. Hocherhitzte Weltmeere, also auch unser Regenlieferant Atlantik. Je wärmer, umso ernergiereicher werden die Gewitterfronten, die uns nach den aktuellen Hitzewellen zwangsläufig erreichen werden.
Dagegen hilft auch kein Baggern im Rhein. Klimaschutz wäre eine vorausschauende Strategie. Zu spät? Ich wohne im 2. Stock. Rheinpegel Bonn 83cm.

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