with shit, lautete die erfolgreiche Parole der faschistischen Trump-Berater. Nach diesem Vorbild funktionieren schon länger deutsche Meinungsumfragen, und hier mit dem Schwerpunkt der Sonntagsfrage: “Was würden sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundes-/Landtagswahl wäre?” Das wird gerne falsch als “Prognose” verwertet, ist aber nur ein mehr oder weniger genaues “Stimmungsbild”. Geld verdienen die das betreibenden Marktforschungsunternehmen, die oft fälschlich “Umfrageinstitute” genannt werden, damit nur geringfügig. Es ist ihre Art PR.
Kein Zufall ist es, dass das AfD-nahe Insa nun schon seit Jahren die Medienöffentlichkeit mit seinen Botschaften flutet. Es ist kein “Brot-und-Butter”-, sondern ein politisches Geschäft. Schlagzeilen bestimmen ist Wunsch und Ergebnis zugleich. Ablesbar bei wahlrecht.de, wo brav jede einzelne Sonntagsfrage wiedergegeben wird.
Und was für ein Zufall: bei acht von 16 Bundesländern stammt die “frischeste” Sonntagsfrage von Insa. Von irgendwoher haben die halt das dafür nötige Kapital.
Profi-Medien, die diesen hier kurz und bündig beschriebenen Sinnzusammenhang überhaupt erwähnen, sind mir nicht persönlich bekannt. Wer guckt schon samstagsmittags ein ARD-Wissenschaftsmagazin? Ich bin dann immer im Beueler “l’Olivo”. Pressefreiheit hin oder her – Transparenz bei der Schlagzeilenfabrikation wird in Deutschland ökonomisch nicht nachgefragt.
Übrigens: der kluge Armin Wolf wurde gestern 60. Trotz der aktuellen Transferperiode hat ihn immer noch kein deutsches Medium abgeworben. Er weiss zuviel.
Ich auch. Der oben verlinkte DLF-Text zu Insa wäre heute verboten. So haben es die medieninkompetenten 16 deutschen Ministerpräsident*inn*en auf Befehl von 3 oder 4 Milliardär*inn*en, die deutsche Zeitungsverlage besitzen, in einem “Medienstaatsvertrag” beschlossen. Sie nennen es “Presseähnlichkeit”. Keine*r der 9 ARD-Intendant*inn*en, und auch die Bosse von ZDF oder DLF nicht, wehrt sich gegen diese verfassungswidrige Bekämpfung der Presse- und Informationsfreiheit. Als wäre die AfD schon dran.

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