Jemand zuhause? Die Klimakatastrophe ist da

Schon vor einer AfD-Machergreifung schreiben deutsche Massenmedien viel und gerne über das Wetter. Aber immer weniger über das Klima. Folgerichtig soll ein Regierungssprecher in Berlin erklärt haben, das Wetter könne der Merzfriedrich auch nicht ändern. Das ist das Argumentationsniveau rechtsradikaler Klimaleugner*innen. Die brauchen nur noch still abwarten, dass ihnen die Wahlsiege in den Schoss fallen.

Was die Bundesregierung und die von-der-Leyen-geführte EU-Kommission aktuell treiben, ist das aktive Vorantreiben der Klimaerhitzung durch radikalisierten Lobbyismus zugunsten der dem Untergang sowieso geweihten Fossilkonzerne (und der Autos). Sie begeben sich damit in die Herde der Faschist*inn*en, die sich schon immer nach der strafenden Apokalypse gesehnt haben (und 1945 nur knapp gestoppt wurden). In China schmunzeln sie darüber, mit dem nötigen strategischen Ernst.

Europa brennt. Hier in Beuel war es eine vertrocknete Wiese direkt neben einem Wäldchen – Dank an die Feuerwehr, die rechtzeitig vor Ort war!

Gestorben wird still. Und in den Hauptstädten ist keine*r zuhause. Der oben verlinkte taz-Kommentar schiesst sich auf den unsichtbaren Bundesumweltminister ein. Nicht falsch, aber billig. Sie und er haben das Amt gewiss kämpferischer ausgefüllt. Und vor allem hat die Öffentlichkeit sie bemerkt.

Nun sind alle objektiven klimapolitischen Bedingungen für eine revolutionäre Erhebung gegeben. Aber die urlaubende Medienöffentlichkeit lässt sich lieber vom marokkanischen Feudalclan an der Nase herumführen. Noch ein Propagandageschenk für Europas Rechte. Hauptsache nichts mit Klimaschutz.

Ja gut, dann leg’ ich mich wieder hin. Für Montag sind erneut 35 Grad angekündigt.

Über Martin Böttger:

Avatar-FotoMartin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
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