Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Beuel & Umland (Seite 8 von 121)

Namensrecht

Die alten Säcke von den Rolling Stones waren als junge Männer zu doof fürs Geschäft

Bis 1970 hatten sie materiell quasi nichts von ihrer ganzen kreativen Arbeit, die zumindest ihre in die Millionen gehenden Fans mit den Beatles auf eine Stufe stellten. Die Popmedien der kapitalistischen Welt – und nicht nur die – konstruierten einen jahrelangen Dualismus zwischen den beiden Bands, und zogen sich in weitgehend lächerlicher Weise endlos daran hoch. Heute würde mann es Clickbaiting nennen. Immer kombiniert mit Mobbing. Erst 1970 befreiten sich die Stones aus ihrem Plattenvertrag, um selbst reich zu werden. Nun als alte Greise sind sie es (soweit sie überlebt haben). Weiterlesen

Entertrainer in Duisburg

Wenn dilettierende Kommunalpolitiker sich falsche Vorbilder nehmen (kein Gendern, ist Absicht)

“Entertrainer” ist das Selbstbild eines in der ersten Profi-Spielklasse (der Herren) amtierenden Fussballlehrers. Der Begriff signalisiert den Wandel dieses Berufsbildes. Anders z.B. als der weltklassige Fussballlehrer Lucien Favre, der sogar schwertrainierbare Stars wie Mario Balotelli und Alassane Pléa als Sturmduo in Nizza erfolgreich in die Champions League hineintrainierte (was vor und nach ihm keiner mehr schaffte), verstehen sich Fussballlehrer heute selbst als medienaffine Stars, für die mittlerweile Transfersummen gezahlt werden, wie für die Spieler. Weiterlesen

Wertlos

Kapital sucht Anlage – nicht Wohnungen

“Auf Versagen muss Einsicht folgen” verlangt Charlotte Wiedemann. Das gilt auch hier unten, in der Kommunalpolitik. Die Grünen wissen, was ich meine. Signale für den Radverkehr reichten zum wahlsiegen nicht aus,  wenn ÖPNV-Nutzer*innen und Fussgänger*innen so dumm aus der Wäsche gucken, wie zuvor. Und Wohnungssuchende sowieso. Die unter ihnen, die darum den Herrn Deus gewählt haben, haben nun weitere bittere Jahre vor sich. Weiterlesen

Der Markt des Winterhoff

Toxische Männer – sie sind überall – und nähren Mediathekperlen

Die Ossi-Tatorte der ARD laufen bei den Einschaltquoten meistens unterm Durchschnitt. Kein Wunder, da wohnen ja weit weniger Leute. Der MDR-Tatort von letzten Sonntag hat aber mehr als die 8 Mio. verdient – es sind übrigens danach erneut über 5 Mio. vor der Laber-Paarung Miosga-Klingbeil geflohen. Ich fresse einen Besen, wenn die Drehbuchautorinnen Silke Zertz und Frauke Hunfeld nicht aufmerksam den Bonner Fall Winterhoff studiert haben. Weiterlesen

Mehr als zwiespältig

Seit Jahrzehnten betrachte ich das Medientreiben über angeblich zunehmende Brutalität unter Kindern und Jugendlichen. In der Regel ist es aufgebauschter Unsinn. Über dieserart “Jugend” wurde bekanntlich in allen Menschheitszeitaltern lamentiert. Und in Kriminalstatistiken ist dokumentiert, dass es eine Lebensphase mit erhöhter Delinquenz – weit mehr bei Männern, als Mädchen, die sind dafür besser im Unterricht – tatsächlich gibt, die sich aber in den meisten Fällen zum Glück auch wieder rauswächst. Weiterlesen

Die Seuche

Köln Hbf. – Gülle-Gift – Drohnenpanik

Vieles ist “die Seuche”. Der Baustellenlärm über meiner Wohnung, die Presenter-Reportagen und Mordserien (“Regionalkrimis”) im TV, die ÖPNV-feindlichen Ampelschaltungen in Beuel und Bonn – und immer: der Kölner Hauptbahnhof. Hier ist es noch nie schnell gegangen. Und wird es auch weiter nicht. Da macht die Bahn gar nicht erst falsche Versprechungen. Weiterlesen

Rätselhafte Programmdirektionen

Barnaby schlägt Maischberger – Gehts noch suizidaler?

Die ARD-Administration liebt die Vincent Productions (englisch geschrieben) GmbH (urdeutsches Gesellschaftsrecht) heiss und innig. Das ist die Firma, die dem Lebensunterhalt von Sandra Maischberger dient. Offenbar haben beide nichtöffentliche Vertragspakete geschnürt, die zum beiderseitigem Vorteil sind. Vincent TV hat Klamroths Florida Factual erstmal auf die Ersatzbank verdrängt. Weiterlesen

ARD-Antifaschismus

Leute meines Alters können sich noch erinnern. Der “Bericht aus Bonn” war mal ein Informationsflagschiff des “Ersten Fernsehprogramms”. Friedrich Nowotny (96) wurde mit ihm der berühmteste Journalist des Landes, und ein bisschen unfreiwillig später WDR-Intendant (1985-95), weil der wählende Rundfunkrat sich nicht getraut hätte, ihn abzulehnen. Und die von den starken Männern Fritz Pleitgen (WDR) und Jobst Plog (NDR) ausgedealte Talkshow nach dem Sonntags-Tatort war auch lange Zeit relevant, weil sie zeitweise die Hälfte der eingeschlafenen Tatort-Glotzer noch an der Glotze halten konnte. Und nun? Weiterlesen

Mehr als umstritten

Das Stadion-Ranking der 11Freunde

Die Rankingsucht der Medien ist an sich schon eine krankhafte Wichtigtuerei. Von Leuten, bzw. Organen, die es besonders nötig haben: Aufmerksamkeitserregerei und Clickbaiting. Gut, in diesem Fall ist es ihnen mit mir gelungen. Aber nur, weil sie es nicht digital eingemauert haben. Und weil mann nicht ständig klicken muss, sondern scrollen kann. Weiterlesen

Marketing

Nach der Stichwahl-Niederlage der grünen Oberbürgermeisterin von Bonn schien mir der Fluglärmplatz Hangelar einen Feiertag ausgerufen zu haben. Alle Tiefflieger und Hubschrauber schienen am auf den Wahltag folgenden Montag mobilisiert. Ob Friedrich Merz dabei war? Mutmasslich: beruflich verhindert. Der 14 km entfernte Flughafen Köln-Bonn darf sowieso nach Herzenslust Tag und Nacht fliegen. Hatte ihm die CDU-Landesregierung Rüttgers auf Jahrzehnte vertraglich garantiert. Dabei haben die regierenden Grünen ihnen garnichts angetan, jedenfalls nicht öffentlich. Das war ja das Problem, und ist nun auf sie zurückgefallen. Weiterlesen

Schade eigentlich

Können die Grünen noch Opposition? – Jetzt müssen sie es beweisen

mit Update am Morgen und Mittag

Bei den OB-Stichwahlen in Köln und Bonn haben die Grünen den Kürzeren gezogen. In Köln gegen einen SPD-Kandidaten, in Bonn gegen einen der CDU. Die Wahlbeteiligung in Bonn war mit klar unter 60% bescheiden. Mobilisierung wäre was Anderes. Es ist müssig, nun nach Gründen zu suchen, die vorher nicht schon bekannt waren. Weiterlesen

Absehbar

Nichts an der Pflegekatastrophe kommt überraschend – alle wissen es längst

Mit meinem Herzinfarkt konnte ich mich pflegeökonomisch gut weiterbilden. Ohne Deutschlands Migrant*inn*en wäre ich längst tot. Das Krankenhaus, in dem ich erfolgreich und effizient operiert wurde, wäre geschlossen – die dortige Notarztpraxis wurde schon von der Kassenärztlichen Vereinigung des Rheinlandes längst geschlossen. Ergebnis: die Notaufnahme des Krankenhauses wird umso mehr belastet (auch von mir). Zweimal hat die Notrufnummer der KAV 116117 mich absolut fachgerecht dorthin verwiesen. Weiterlesen

Sadisten im Verein

Der deutsche Fussball, der DFB und all seine Vereine haben ein Problem – eine journalistische Arbeit, die wieder niemand bemerken will

Immerhin: der Kicker berichtet auch. Eine Verlinkung zum Original konnte ich jedoch nicht entdecken, obwohl doch erst kürzlich die alte Chefredaktion gefeuert und vom Verlag mit angeblichen Experten für “Digitalisierung” ersetzt wurde. In Wirklichkeit geht es wohl um Ökonomisierung. In der Sache geht es um massenhafte sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, also etwas, wo eine Mehrheit gerne die Todesstrafe und die Klapsmühle zurückwünscht. Aber gleichzeitig die Fakten lieber gar nicht erst wissen will. Weiterlesen

50 Euro Nachtrag

Zum Digitalen Wochenrückblick vom 21. September 2025 für treue Leser vom Extradienst

Im letzten Wochenrückblick hatte ich notiert, dass sich hinter harmlosen Überschriften wie „Aktualisierung unserer Nutzungsbedingungen und Datennutzung” Details verstecken, die zwar nicht ansteckend sind, aber brechreizerregend.

Die 50 Euro gibt es allerdings nur für die, die so dämlich (wie wird das eigentlich gegendert?) waren und stolz auf einem Facebook oder Instgram-Account thronen. Meta hat ein paar Nutzungsbedingungen zu spät geändert, jetzt rollt der Rubel, hier klicken (Keine Angst, ich nehme keine Provision.) Weiterlesen

Einfach Betrieb einstellen

Wundersame Bahn CCXXII

Mir war die Idee bei den jüngsten Fussballländerspielen (der Herren) gekommen. Der DFB könnte den aufwändigen Länderspielbetrieb einfach einstellen. Niemand würde ihn vermissen. Und die TV-Anstalten zeigen uns einfach stattdessen die Länderspiele Spaniens (der Herren und der Frauen). Das wäre schöner Fussball, und das Publikum hätte seine Freude daran. Auf dem Fensehsofatisch die Kartoffelchips durch spanische Tapas ersetzen – und das Genusserlebnis wäre perfekt. Weiterlesen

Trump-Schüler*innen und “Märtyrer*innen”

“Märtyrer” im metaphorischen Sinne war ich zweimal in meinem Leben, beide Male aussergewöhnlich erfolgreich. Einmal bin ich mit grosser Öffentlichkeit als Schülervertreter aus der Schulkonferenz zurückgetreten, weil mich das NRW-Schulgesetz seinerzeit zur “Verschwiegenheit” verpflichtete, und die Vorgänge dort mir so skandalös waren, dass ich das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren konnte. Beim zweiten Mal hatte mich ein am rechten Rand der CDU angesiedelter Politikprofessor der Uni Bonn – hinter dem rechten Rand der CDU kam damals nur noch ein Nichts, schöne Zeit – zusammen mit fünf weiteren gewählten Fachschafter*inne*n wegen “Hausfriedensbruch und Nötigung” angezeigt. Weiterlesen

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