Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Fußball (Seite 8 von 73)

Vielsagende “Spitzenspiele”

Die Wiederkehr der Langeweile im Profifussball (der Herren)

Während sich die Medienkonzerne an geheimem Ort mit der Deutschen Fussball Liga (DFL, der Herren) eine spannende Schlacht um die TV-Rechte für die nächsten vier Jahre liefern (und gleichzeitig noch niemand bei der “Fifa-Club-WM” in sechs Monaten in den USA zugegriffen hat), ist auf den wichtigsten Fussballmärkten Europas die Langeweile zurück: England, Deutschland, Frankreich. Ausnahmen bilden Spanien (durch die Barca-Krise des deutschen Trainers Flick) und Italien (die ersten 6 nur 6 Punkte auseinander). In der grössten Krise sind die, bei denen Geld keine Rolle spielt. Weiterlesen

Und keiner hats gemerkt

Die USA sind nicht irgendwer. Im Frauenfussball z.B. vierfache Weltmeisterinnen (zuletzt 2019). Manche erinnern sich: Kapitänin Megan Rapinoe zeigte dem damaligen Präsidenten auch politisch, was eine Harke ist. Am Wochenende war in diesem gelobten Land des Frauenfussballs Finale. Haben Sie es bemerkt? Gar gesehen? Welcher TV-Sender hat übertragen? Weiterlesen

Das Gewese um die “Sportschau”

Die Versteigerung von Deutschlands TV-Rechten am Profifussball der Herren hat begonnen. In den Profivereinen wird gezittert. Es geht um ihren wichtigsten Einnahmeposten. Und wahrscheinlich gibt es nur zwei Bieter für das fetteste Paket: die Pay-TV-Ketten Dazn (Len Böavatnik) und Sky (Comcast). Wenn die schlau sind, und nichts spricht dagegen, werden die für die feilgebotene Langeweile, bei der seit Jahrzehnten immer die gleichen mit dem dicksten Festgeldkonto gewinnen, weniger statt mehr bieten. Das ist die entscheidende Frage. Was aber diskutieren die Medien der wenigen deutschen Verlagsmilliardär*inn*en? Das immer wiederkehrende “Totenglöcklein” der ARD-Sportschau. Weiterlesen

Wer bestimmt die Regeln?

Die “regelbasierte Ordnung” – Deutschland und seine Freunde haben die Kontrolle verloren – wer wüsste das besser, als der Fussball?

Längst ist es dekretiert: die Fussball-WM (der Herren) 2034 soll in Saudi-Arabien ausgetragen werden. Die Medien der Welt werden dorthin pilgern, sich vor dem Clan der Sauds – wenn er bis dahin nicht gestürzt ist – in den Wüstenstaub werfen, bzw. auf den Marmorfussboden der dort installierten klimatisierten Glasglocken, und die Clanchefs um die Gnade bitten, dort zensierte Bewegt-Bilder digital überreicht zu bekommen, die sie für teures Geld in die Welt hinaussenden dürfen. Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) wird diesem abgekarteten Spiel in Kürze seine Zustimmung geben. Er kann gar nicht anders. Zu verantworten hat er das freilich selbst. Eine Aussenpolitik existiert nicht. Beim DFB in Frankfurt wissen sie gar nicht, wie das geht. Und in Berlin auch nicht. Weiterlesen

Kleine Männer und grosse Summen

Lachen musste ich, als ich las, dass Kicker-Redakteur Benni Hofmann den Streit um die TV-Rechte an den Veranstaltungen der Deutschen Fussball-Liga (DFL) als “milliardenschwer” bezeichnet. Das wünschen sich die Herren, die am Geschäft mit dem Profifussball der Herren teilhaben wollen. Aber was, wenn es weniger als eine Milliarde wird? Denn klar ist: die Preise sind politisch aufgeblasen. Niemand weiss das besser, als der langjährige reaktionäre Finanzier und Trump-Erzeuger Rupert Murdoch. Weiterlesen

Mapi León ist wieder voll da

Mapi Leòn ist in diesem Blog hier bereits prominent erwähnt worden. Das sportliche Blatt bei der damaligen WM wendete sich danach ganz anders, als ich zu diesem Zeitpunkt erwartet hatte. Denn die Spanierinnen, nicht Japan, wurden Weltmeisterinnen und stürzten danach auch noch ihren despotischen Verbandsboss. Sie vollendeten sportlich und politisch, was Señora León sicher gerne miterlebt hätte. Zu allem Unglück fügte sich bei ihr noch eine schwere Meniskusverletzung hinzu. Nun ist sie wieder da, mit strahlend schönem Barca-Fussball. Weiterlesen

Trumps WM-Vorbereitung

Schon lange verdächtige ich deutsche Medien, sich vor dem Oligarchen Len Blavatnik, Besitzer und Betreiber der Streaming-Plattform Dazn, in die Hosen zu scheissen. Mr. Blavatnik besitzt zahlreiche Staatsbürgerschaften und Nationalitäten, die den Schluss zulassen, dass er überall auf der Welt mächtige Freunde hat. Oder Angestellte. Nun meldet ein deutsches Fussball-Fachblatt, das sich bereits geschäftlich an ihn gebunden hat, dass er wiederum eine neue Partnerschaft geschlossen hat. Mit einem österreichischen “Einhorn”, namens Bitpanda. Weiterlesen

Auf den Rücken gelegt

Der Weltsport, so weit er den Profisport (der Herren) betrifft, war schon immer ein widerliches korruptes Business. Jetzt, nach der erneuten Wahl von Donald Trump, tritt das in einer Weise zutage, die die Älteren, die noch im Geschichtsunterricht aufgepasst haben, erschrecken wird. Die Jüngeren dagegen, die nur noch wenig lesen und sich ungern Geschichten von Urgrosseltern erzählen lassen, denen wird erstmal anders, blümerant, nur die Bewusten erreicht der Brechreiz. Weiterlesen

In der Tagesschau

Ein Korrespondent berichtet über die Börsenkurse. Im Hintergrund auf der Anzeigentafel, von ihm unkommentiert: “Deutsche Börse gratuliert Rheinmetall AG zu 130 Jahren Börsennotierung.” Wow, noch älter als der Fussballkonzern aus dem westfälischen Raum, der jetzt von Rheinmetall “gefördert” wird. 130 Jahre bedeutet: ein Kaiserreich, ein Nazireich, zwei Weltkriege – und trotzdem pumperlgesund. Oder deswegen?

Endlich ein Gesicht

In den letzten zwei Saisons sehnte ich schon einen Abstieg herbei. Die Plastik- und Konzernvereine in der ersten der beiden DFL-Ligen haben so überhand genommen und Langeweile verbreitet (und tun es immer noch), dass die Zweite und selbst die Dritte Liga im deutschen Profifussball (der Herren) sportlich und für das Publikum weit attraktiver sind (und die Frauen in dieser Saison übrigens endlich auch). An einzelnen Spieltagen hat die Zweite Liga bereits mehr Zuschauer als die Erste. Borussia Mönchengladbach könnte dorthin zurückkehren, wo sie waren, als ich Fan wurde. Letzte Saison waren drei schlechter. Und diese Saison vielleicht noch mehr. Weiterlesen

Billionaire Endgame

“Billionaires” sind, damit da keine Verwechslungen aufkommen, in deutscher Sprache “nur” Milliardäre, also drei Zahlenstellen weniger, als Deutsche beim Wort Billionär denken könnten. Aber alles, was dazu hier jetzt folgen soll, ist auch mit drei Nullen weniger schlimm genug. Weiterlesen

Ein gelungener Coup

Die Champions League der Uefa überrascht mit vielen Angeboten zur Schadenfreude über die Superreichen

Einleitend muss ich bekennen, dass die europäische Mafiaorganisation Uefa bei mir schon sehr, sehr lange ausgeschissen hat. Für mich regieren dort die Todfeinde des Fussballs, die seine Unberechenbarkeit durch Planungssicherheit für grosses und sehr grosses Kapital ersetzen wollen. Und das weitgehend bereits geschafft haben. Dem diente auch die jüngste Reform der Champions League, deren Gruppenphase im alten System gähnende Langeweile produziert hatte und kaum noch teuer an die dummen Medien vermarktbar war – nur noch an die sehr Dummen. Weiterlesen

Kapitalismus dreht frei

Das kriminelle Wettgeschäft – darauf ist wahrscheinlich sogar Donald Trump neidisch

Nach deren Pfeife tanzt der Profifussball (der Herren), und die zahlenden eingebetteten Medien tanzen mit. Sie bringen immer neue Geschäftsmodelle hervor. Investoren kaufen verschuldeten Wettern, die sich teure Jurist*inn*en nicht leisten können, zum Billigtarif ihre Forderungen ab, und beschäftigen in den darauf folgenden Prozessen den Rechtsstaat. Was macht eigentlich die bei der Legalisierung der Sportwetten unter den deutschen Bundesländern federführende Staatskanzlei Schleswig-Holstein so den ganzen Tag? Weiterlesen

Der Zusammenhang

Substanzielle Fachlichkeit als Heilmittel

An erster Stelle will ich hier erneut für die Kollegin Schwermer schwärmen. Sie erkennt und analysiert auch an lobenswerten Initiativen die inhaltlichen und strategischen Schwächen, ohne ihre Nützlichkeit deswegen in Abrede zu stellen. Ambiguität? Dialektik? Ambivalenz? Suchen Sie sich was aus. Aber lesen Sie zunächst, wie Ihnen Alina Schwermer den (globalen!) Zusammenhang von Politik, Gesellschaft und Fussball erklärt: Protest gegen saudischen Ölkonzern: Mittelfinger für den Frauenfußball – Über hundert Profispielerinnen protestieren gegen einen Fifa-Deal mit Ölkonzern Saudi Aramco. Ihr Protest zeigt, wie Diversität den Sport verändert.” Weiterlesen

Selbstmord in der zweiten Halbzeit

BVB – Licht und Schatten räumlich und zeitlich eng beieinander

Zur Pause führte der BVB im Bernabeu gegen Real mit 2:0. Das schaffen nicht viele. Prägendes Thema in den Pausengesprächen meiner Fussballkneipe war, warum eine Mannschaft, die das kann, sich in der Bundesliga bisher nur auf den 7. Platz gespielt hat. Die meisten Gründe waren beim 1:5 beim VFB Stuttgart zu sehen. Und heute wieder. Weiterlesen

Gegen den sportlichen Zufall

Die Fifa will Programmdirektor sein

Sportliche Zufälle sind eine Pest für die Ökonomie. Letztere verlangt Planungssicherheit. Je höher die Investition, um so felsenfester muss die Renditegarantie sein. In diesem Schraubstock will die weltweit umsatzstärkste Mafiaorganisation Fifa eine “Club-WM” in den verstopften Fussball- und Medienweltmarkt drücken. Der Sport ist dabei nebensächlich. Er stört nur. Weiterlesen

Alle haben recht

Tageslektüre extrem unterschiedlicher Qualität – in der Reihenfolge ihrer politischen Relevanz

Als Nora Guthrie vor einem Jahr beim Abendmenü im l’Olivo die verblüffende These auf den Tisch warf, Deutschland habe “die beste Regierung der Welt”, jüngst wurde sie von der Seite 3 der SZ befragt und porträtiert (kann ich Ihnen auf Verlangen gerne zusenden, digital nur hinter Paywall), da warf ich zart mit hörbarem Fragezeichen Brasilien ein. Neben mir sass meine persönliche Brasilienexpertin, die mir schweigend einen bösen, sehr bösen Blick zuwarf. Ich verstummte, nachdem ich noch zaghaft “wenigstens in der Aussenpolitik” zu wispern gewagt hatte. Weiterlesen

Dazn auf Feldzug

Wer die Weltherrschaft will, benötigt als notwendige Bedingung die Medienmacht. Wer die Medienmacht erobern will, braucht als notwendige Bedingung den Fussball. Alle Medienmächtigen wissen das. Vom grössten deutschen Pleitier und Helmut-Kohl-Finanzier Leo Kirch, über den endlich toten Silvio Berlusconi, der vermutlich nur ein Hampelmann des sich hinter ihm verbergenden Mafia-Netzwerkes war, bis zum immer noch lebenden Rupert Murdoch. Letzterer war und ist von den Genannten zweifellos der erfolgreichste und mächtigste, hat sich aber mittlerweile vom Fussball getrennt, und versucht sein Medienmachterbe zu regeln. Er weiss: Fussball-TV-Rechte sind unrentabel und eignen sich nur als Instrument zur Eroberung von politischer Medienmacht. Weiterlesen

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