Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Newsletter (Seite 15 von 51)

Oktober

Es soll ja Gegenden geben, in denen fangen jetzt schon Weihnachtsmärkte an. In Beuel ist es nur leider für Glühwein noch gar nicht kalt genug. Für Leute wie mich ist es das nie. Ich trinke nur Gutes.

“Oktober in Europa” ist Hanspeter Knirschs politischer Beitrag zu dem Thema. Bei den Leser*innen-Klicks Shootingstar des Tages. Weiterlesen

Ruhe vor dem Sturz?

Es regt schon keine*n mehr auf. Viele berichten noch nicht einmal. Das Ende der Bundesregierung naht, und niemanden interessierts. Mehr dazu kurz nach Mitternacht hier: “Bester Krimi des Jahres”.

Meine gestrige Tageslektüre: “Alle haben recht”. Und zur gestrigen “Shell-Jugendstudie”: “‘Pflichtfach’ – mit wem?”.

Erwartbar heftig die Debatte zu Charlotte Wiedemanns Text. Hier bestätigt sich meine persönliche Abneigung gegen dieses Agendasetting: es geht nicht um Jüdinnen/Juden und/oder Palästinenser*innen – es geht immer um deutsche Selbstvergewisserung. Und verstellt den Blick auf die Welt. Auswandern? Aber wohin? Gibt es einen besseren Ort als Beuel?

Rheinpegel Bonn 419cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Drogenökonomie und Nato

Mr. Stoltenberg glänzte als norwegischer Regierungsschef noch mit Empathie für die Opfer, als sein faschistischer Landsmann Breivik ein Massaker angerichtet hatte. Die Gedenkfeier wurde in Norwegen gebannt an den Bildschirmen verfolgt, wie es hierzulande nur bei deutschen WM-Spielen geschieht (Politik erlebte das hierzulande nur in den frühen 70er Jahren). Dieser Stoltenberg hat seitem eine steile Karriere hingelegt, die jetzt von der Nato abwärts nach München führt. Petra Erler würdigt das politisch: “Jens Stoltenberg: Nato duchschaut ‘Putins Bluff’ – Ein merkwürdiges Interview der Financial Times, das tief blicken lässt”. Weiterlesen

Feldzüge

“Nicht mehr auffindbar – Die FDP – und demnächst auch öffentliche Sendeanstalten?” – sie könnten geschlagen verschwinden. Es hat eben alles immer eine gute und eine schlechte Seite. Wer der Gewinner ist, könnten Sie, auch wenn die Überschrift das nicht ahnen lässt, bei Christian Wolf lesen: “Ich hab da so eine Beule am Hintern…”. Er erklärt Ihnen, wie sich Ihre Krankenkassenbeiträge am Medienstandort Koblenz in AfD-Propaganda verwandeln. Weiterlesen

Alternativen

Wolfgang Lieb hat eine: “Wie könnte eine demokratische Alternative zur Macht der digitalen Medienmonopole aussehen?”. Wer sagts den deutschen Ministerpräsident*inn*en? Der Autor hat selbst für solche gearbeitet.

Ute Tobias (Open Source der Berliner Zeitung) hat eine versucht: Genossenschaft gegen Pflegenotstand – Mit einer Genossenschaft gegen den Pflegenotstand: ‘Leute, organisiert euch!’ – Unsere Autorin ist Altenpflegerin, hielt es aber nicht im Beruf aus. Mit einer Pflegegenossenschaft wollte sie es besser machen – und stieß auf ungeahnte Schwierigkeiten.” Weiterlesen

Andacht

Haben Sie heute schon über Deutschland nachgedacht? Schalten Sie lieber nicht die Glotze ein, wenn Sie darauf keine Lust haben, und den DLF auch nicht. Obwohl: Sie lesen jetzt hier. Wollen Sie das wirklich? Weiterlesen

Haben Sie eingekauft?

Petra Erler, nicht bei allen gleichbeliebt aber vielgelesen, schämt sich (wie ich) ihrer Angst vor dem Atomkrieg nicht: “Gedächtnisstörungen, Denkverweigerung und Quallen-Babys – Überall auf der Welt steht die Humanität auf dem Spiel”.

“Brücken”-Angst kannte ich lange nur als Phobie. Heute gibt es dafür obbjektive Gründe. Und das Problem sind die “Normalen”.

Das Bundesverfassungsgericht findet immer wieder “Verfassungsfeinde, wirksame”. Es sind in der Regel die, die schlechte Gesetze schreiben.

Kurz nach Mitternacht finden Sie hier von Heiner Jüttner “Zum Gedenken”. Es geht um das Gendenktagewesen, national und weltweit, in bewährter Jüttnerscher Gründlichkeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen behaglichen und genussfreudigen Gedenktag.

Rheinpegel Bonn 331cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Hässlicher Herbst

Das Wochenendprogramm startete mit einer Kriegsreportage von Moritz Gross/ver.di-publik aus gewerkschaftlicher Perspektive: ‘Wir sind auf der Hut’ – Ukrainische Gewerkschaften — Tarife aushandeln, Kollegen unterstützen, Krieg aushalten. Wie die Arbeit der Gewerkschaften in der Ukraine zweieinhalb Jahre nach dem russischen Überfall aussieht”.

“Klammheimliche Freude?” – Hanspeter Knirsch diskutiert über den realen Staatsterrorismus. “Wie immer bei komplexen Situationen, ist der spontane Impuls nicht geeignet das Problem zu lösen.” Weiterlesen

Arbeit

“Mit Menschen arbeiten” gilt im real existierenden Kapitalismus als nicht so wichtig. Darum wird es am schlechtesten bezahlt. Kathrin Heddtke/ver.di-publik schreibt: “Über 34,5 Millionen Menschen arbeiten in Dienstleistungsberufen. Was sie tagtäglich leisten und welche enormen Sozialkompetenzen sie benötigen, macht eine neue Ausstellung im DASA-Museum in Dortmund sichtbar”.

Ich möchte “Stärken stärken”, in diesem Fall die von Florian Rötzer und Rüdiger Suchsland. Und selbst über die Linkspartei und das BSW, sowie menschenrechtlichen Widerstand in den Ampelfraktionen, lässt sich Lesenswertes schreiben.

Kurz nach Mitternacht finden Sie hier eine Reportage aus der Ukraine von Moritz Gross/ver.di-publik: “‘Wir sind auf der Hut’ – Ukrainische Gewerkschaften — Tarife aushandeln, Kollegen unterstützen, Krieg aushalten. Wie die Arbeit der Gewerkschaften in der Ukraine zweieinhalb Jahre nach dem russischen Überfall aussieht” Im Kriegszustand ist alles kontrovers, auch dieser Text. Aber im deutschen Diskurs der überbordenden Gewissheiten erlaubt er einen zarten Blick in die Wirklichkeit des Krieges. An deutschen Schreibtischen ist die nicht bekannt.

In Beuel tobt der Herbstwind (aber kein Sturm!), und lässt immer wieder bezauberndes Sonnenlicht durch. Wo ist es besser als hier? Obwohl: die Bahn in NRW steht an diesem Wochenende still. Wer die Vollsperrung von Köln nicht kapiert, bekommt gratis noch eine in Bochum dazu. In Dortmund wird heute Fussball gegen Bochum gespielt, und ich weiss nicht, wer von den beiden mehr Angst davor hat. Die Zuschauer*innen werden mit dem Fahrrad anreisen müssen. Infrastruktur? War früher, ich habs noch erlebt. Rheinpegel Bonn 319cm.

Nächster Newsletter Montagabend, wie immer, wenn “Barnaby” Klamroth in die Quotenflucht schlägt.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Frisch eingetroffen: Herbst

Nun ist es auch in Beuel so weit. Die Sonne ist weg, der Regen ist da. Können unsere Texte aufhellen? Entscheiden Sie selbst.

Der Erfreulichste ist vielleicht Unser Ziel: Frieden in der Welt! – Aufruf von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zur Friedensdemonstration am 03.10.2024 in Berlin – Krieg ist eine furchtbare und grausame Folge politischen Versagens, die viele unschuldige Opfer trifft – immer!” Christoph Habermann u.a. hören nicht auf. Gut so.

“Aus Erfahrung dümmer” wird nach Meinung David Schalkos Österreich, das hierbei als Avantgarde für Deutschland fungiert. Das ist in der Weltgeschichte schon mal ganz furchtbar scheisse ausgegangen. Am Sonntag wählt Österreich ein neues Parlament.

Wenn Sie Fussball hassen – Hassen ist nach Jürgen Roths/Junge Welt Meinung ein Menschenrecht – dann erfüllen Sie unsere Fussballtexte vielleicht mit Schadenfreude.

Dieter Bott enthüllt sein Günter Netzer-Bild, das meinem sehr ähnelt: “Wenn die Welt keinen Fussball kennt – Wem würde nichts fehlen?” Ich kommentiere die Pokerpartie um die TV-Rechte: “Deutscher Abstieg – Die DFL pfeift im Wald”.

Kurz nach Mitternacht finden Sie hier – gefühlt erstmals – eine materialistische Analyse der Coronapolitik aus dem Open-Source-Ressort der Berliner Zeitung von der Schweizer Autorin Tove Soiland: “Weder Verschwörung noch Zufall – Was war die Corona-Krise? – Unsere Autorin plädiert für eine politökonomische Interpretation der Corona-Krise. In deren Zentrum steht der Aufstieg eines globalen ‘Biosecurity-Staates’.” Biosecurity – nie gehört? Sehen Sie, das meine ich mit “erstmals”.

Eine Freundin fragte mich heute nach dem Rücktritt des Grünen-Bundesvorstandes, offenbar unbesorgt um meine Gesundheit, ob das nichts für mich sei. Meine Antwort: ich habe ja leider überhaupt keine Zeit.

Rheinpegel Bonn 216cm.

Freundliche Grüße

Martin Böttger

Aufruferei

Ich hasse Vereinsjournalismus. Ich bin der unzähligen Aufrufe und Offenen Briefe müde. Gleichzeitig nehme ich schmerzhaft – und es ist ein Reiz-Schmerz – wahr, welche Vernunftpositionen, egal was mann im Einzelnen von ihnen halten mag, im inländischen Mediendiskurs überhaupt keine Repräsentanz mehr finden. Was bei mir persönlich zu Mediendiät führt. Und zu Kompensationshandlungen in diesem Blog. Weiterlesen

Erwartetes ist eingetreten

Schon vor dem Brandenburg-Wahlabend warf ich die Frage auf: “Warum? – Brandenburg u.a.: falsche Beratung richtet nicht nur Schaden an – am Ende könnten wir alle weg sein”. Guntram Wille im Open-Source-Ressort der Berliner Zeitung beklagt die “Leseschwäche” der Beteiligten. “Wählt, als ob euer Leben davon abhängt” – diese Devise von Billy Eilish ist noch nicht nach Mitteleuropa vorgedrungen. Ergebnis, nicht nur von Reinhard Olschanski: “Kommando Scherbenhaufen”, das ich sogleich mit einem Kommentar versehen habe. Weiterlesen

Es gibt Wichtigeres als die ARD

“Über all das spricht gerade so gut wie niemand” ist ein Zitat der Kollegin Annika Schneider, die noch vor kurzem bei mir um die Ecke wohnte. Sie ist nun Redakteurin bei uebermedien, wofür ich ihr alles Gute wünsche. Die Besetzung ihres Jobs hat zuletzt allzu oft gewechselt. Was Frau Schneider über eine neue – ja, noch eine – ARD-Talkshow schreibt, kann ich noch nicht lesen (Paywall), mache Ihnen aber Vorschläge, was Sie Wichtigeres lesen können. Weiterlesen

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