Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Kategorie: Politik (Seite 110 von 445)

Karneval verschärft Dürre

Dürre? Wo? Drohen die Karnevalist*inn*en die Fässer leerzusaufen? Denn die folgenden sechs Tage sind die wichtigsten Umsatztage des Jahres in der rheinischen Gastronomie. Umso mehr ehrt es meinen Fussballwirt, dass er am Samstag dennoch das weitgehend unbeachtete Finale um die deutsche Fussballmeisterschaft der Jungs zeigen wird. Nein, im Rheinland droht vorläufig keine Trockenheit, sondern das Gegenteil. Die Kunst ist, den Pfützen auszuweichen, vor allem denen aus Würfelhusten. Die Dürre exportieren wir. Weiterlesen

Mützenich liest Münkler

Längergediente Extradienst-Leser*innen wissen, dass ich von meinem einstigen Arbeitskollegen im NRW-Landtag, dem Kölner Rolf Mützenich, eine gute Meinung habe. Sein Berufsweg von Düsseldorf nach Berlin war und ist mir kein Vorbild, nötigt mir aber Respekt ab. Mehr als der Medienintellektuelle Herfried Münkler, dessen Werk Mützenich im IPG-Journal freundlich rezensiert: Neues Machtgleichgewicht – Die westlich dominierte Weltordnung wird von einem Konzert der fünf Großmächte abgelöst, glaubt Herfried Münkler. Wo bleibt Europa?” Ich möchte gerne abweichende Einschätzungen zu Protokoll geben. Weiterlesen

oskar negt 1.august 1934 -2.februar 2024

VIEL zu SPÄT  habe ich prof. wolf-dieter narr persönlich  in berlin
durch vermittlung von meinem freund  rene talbot kennengelernt-W-D war
geistig noch  fit und erzählt mir von leo löwenthal, den er in amerika
getroffen hatte und von seiner liebe zu adornos “minima moralia”
körperlich durch einen ersten schlaganfall allerdings  eingeschränkt
hätte NARR   der einladung zum ich glaube  damals 80sten geburtstag von
oskar negt nach hannover tatsächlich noch  folgen  können – auch wegen
seinem interesse  an  den anderen gästen und freunden      aber
wolf-dieter  narr war  enttäuscht Weiterlesen

Der arme Hund

Agenturmeldungen prägen den Blick auf die Welt

Zum Beispiel diese: Tagelang eingeschlossen: Amerikanische Küstenwache befreit Hündin aus Container – Mindestens eine Woche ist eine Hündin in einem Schiffscontainer eingesperrt gewesen, ehe sie von der Küstenwache in Houston befreit wurde. Mit Bellen und Kratzen an den Wänden hatte ‘Connie the Container Dog’ auf sich aufmerksam gemacht.” Containerschifffahrt hatten wir kürzlich hier. Was sehen wir hier? Zunächst: nicht nur über das Wetter in den USA werden wir weit besser informiert, als über irgendein Wetter irgendwo anders. Aber, aber … immerhin hat es auch diese Meldung (Reuters) knapp geschafft: Weiterlesen

Afrika / Deutsche Bahn

Lektüreperlen, u.a. zur Wundersamen Bahn CLXXXV

“Udo Norden” ist in der Berliner Zeitung ein Pseudonym für einen “deutschen Journalisten”. Das wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Doof und ahnungslos ist er definitiv nicht: Europäer chancenlos: In Afrika räumen Chinesen und Russen geopolitisch ab – Außenministerin Baerbocks Fototermine ändern nichts: In Afrika wird der Einfluss der hochmütigen Europäer durch Russland und China verdrängt.” Wo mag er wohl arbeiten, dass er sich das nicht offen zu schreiben traut? Weiterlesen

Medienschelte

Andreas Fanizadeh ist Feuilletonchef der taz. Ich weiss von meinem Freund und Mitautor Ingo Arend, dass er ein Guter ist. Umso mehr bin ich von seinem aktuellen Essay enttäuscht bis geschockt: Schräge Solidarisierungen – Die liberalen Demokratien sind unter Druck. Der hybriden Kriegsführung totalitärer Mächte sollte man gerade im Kulturbereich entschlossen begegnen.” Was ist da bloss in der Berliner Blase wieder los, dass die sich so wenig Zeit zum Denken und Differenzieren nehmen? Weiterlesen

EU-Wahl: Vielfältiges Misogynie-Angebot

Kennen Sie Incels? Persönlich auf jeden Fall, Sie wissen es nur nicht. Aber als Begriff, und als Politikfaktor, werden die meisten noch keine Vorstellung davon haben. Für das weibliche Gegenstück gibt es den lieblichen Begriff “Jungfrau”. Sie bleiben (und leiden darunter) weitgehend unbeachtet von den Mitmenschen. Männer dagegen kämpfen umso aggressiver um Beachtung. In Argentinien haben sie jüngst eine Präsidentenwahl (Milei) gegen den bösen Feminismus gewonnen. Und schicken sich auch in den USA mit Trump wieder dazu an. Weiterlesen

Neoliberalismus stärkt Rechtsextremismus

In den letzten Wochen waren weit über eine Million Menschen auf den Straßen, um gegen die menschenverachtende Politik der AfD zu demonstrieren. Was für ein großartiger Erfolg! Wer auf einer dieser Demos war, der hat beobachtet: Es dominieren Plakate und Parolen, die sich auf emotionale oder moralisierende Weise mit der AfD auseinandersetzen. Diese Haltung teile ich auch. Dennoch habe ich Plakate und Transparente vermisst, die auch eine politische Analyse des Rechtsrucks ansprechen. Weiterlesen

Beueler Urgestein

Dieter Noth hat die Bühne der Politik und des Lebens verlassen. Als ich 1978 zum studieren und politisieren aus dem Schwabenland nach Bonn gewechselt bin, trat ich auch einen Nebenjob in der damals noch linksliberalen F.D.P. im Bundestag an. Viertel- oder Halbtagsassistent*inn*en waren damals beliebte Möglichkeiten, sich das Studium in Bonn zu finanzieren. Mein Vorgänger war ein gewisser Dieter Noth. Er wechselte damals von Helmut Schäfer zu Ingrid Matthäus-Maier und wurde deren langjähriger Assistent im Bundestagsbüro. Wir verstanden uns gut, waren auch privat in vielen Dingen auf einer Wellenlänge. Weiterlesen

Krähe gegen Krähe

Viele was-mit-Medien-Menschen können mit deren sozialer Intelligenz nicht ganz mithalten

In meiner idyllischen Beueler Wohnumgebung haben soeben die verbündeten Krähenstämme die Luftherrschaft übernommen. Die bekannten rheinischen Halsbandsittiche, ausgewilderte Käfigtierchen, die ebenfalls die Macht der kollektiven Solidarität beherrschen, machen keinen Pieps mehr. Der menschliche Volksmund sagt, “eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus”, was der sozialen Intelligenz dieser wenig possierlichen Spezies nur begrenzt Rechnung trägt. Sie sind gross, sie sind schwarz, und ihre Sprache erfreut das menschliche Ohr eher nicht. Und sie gehen noch nicht mal zur Seite, wenn ich mit meinem Fahrrad daherkomme. Weiterlesen

Staatsmonopolistischer Imperialismus

Die Containerschifffahrt

Ein DLF-Feature in einer Übersetzung von Marten Hahn (die Autor*inn*enangaben aus dem Abspann sind online leider – wie das ganze Manuskript – unsichtbar): Die Macht der Container: Wie Reedereien den Lauf der Weltwirtschaft bestimmen – Vom Apfel bis zur Zahnbürste: 90 Prozent der Dinge, die wir kaufen und besitzen, wurden in einem Schiffscontainer transportiert. Er ist die Grundlage der globalen Wirtschaft und Konsumgesellschaft. Einblicke in die Welt des Warentransports auf See.” (Audio 52 min). Eine 1a-journalistische Wertarbeit. Weiterlesen

Moderne Wirtschaftsberichterstattung?

Kurzfassung der Studie – Wie Podcasts auf Spotify und in der ARD Audiothek über Wirtschaft sprechen
Auf einen Blick

– Podcasts gewinnen im Bereich der Wirtschaftsberichterstattung an Relevanz.

– Das Angebot auf Spotify ist mit 656 Wirtschafts-Podcasts deutlich größer als das der ARD-Audiothek (28 Angebote).

– 60 Prozent der Spotify-Podcasts werden von Unternehmen produziert, 27 Prozent von Medienakteur:innen. Weiterlesen

Helm auf

Die Bundesregierung plant, Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker) an allen Fahrrädern zu erlauben. Bisher sind diese nur bei mehrspurigen Fahrrädern und bei solchen mit einem Aufbau erlaubt. Eine Pflicht, die Räder künftig damit auszustatten, ist nicht vorgesehen. Die Regierung erhofft sich von dieser Maßnahme eine Minderung des Unfallrisikos. Angesichts des immer noch wachsenden Straßenverkehrs und der zunehmenden Zahl an Radfahrenden ist das gewiss eine sinnvolle Planung. Daher ist nicht nachvollziehbar, dass die Regelung nur optional und nicht bindend sein soll.  Weiterlesen

Deppendiskussion

Wie die “Sportschau”-Killer das AfD-Geschäft besorgen – die angebliche “Brandmauer” ist nur eine Halluzination

Die SZ hatte vor Jahrzehnten mal die höchstangesehene kritische Medienredaktion. Heute dagegen. Ich lese sie nicht mehr, weil fast nichts ihrer Inhalte noch digital frei zugänglich ist. Aber Andere lesen sie, z.B. solche, die das Abo als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen können. Dieser Weg ist mir als Rentner verschlossen. So lese ich in einer Email eines zitierenden Kollegen aus der SZ folgenden Unsinn: Weiterlesen

Postmoderner Konservatismus

Die Union sollte sich nicht zu sehr auf die Merz/Linnemann/Rödder-Spur locken lassen

Vor kurzem verkündete der rechtskonservative Historiker Andreas Rödder in der FAZ „Das Ende der grünen Hegemonie“. Der Mann war einmal Chef der CDU-Grundsatzkommission, bis er für eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD eintrat und zurücktreten musste – immerhin. Weiterlesen

Medien-Missverständnis

Wer die Gefahr nicht erkennt, kann die Demokratie nicht retten

Vielversprechend der Titel, enttäuschend der Inhalt: Albrecht v. Luckes/Blätter “Gegen Ampel und AfD: Die mobilisierte Republik”. Denn er kniet sich, typisch fürs Hauptstadtghetto, tief ziselierend in Regierungs- und Parteienhandeln rein, versteht aber, ebenso wie die, nur wenig von der real existierenden Bewegung. Interessiert das überhaupt? Auf diese Frage brachte mich Stefan Niggemeier/uebermedien: “Werden ‘Tagesschau’ und ‘Heute’ der Größe der Demos gegen Rechts gerecht?” Weiterlesen

Selbstzerstörung oder …?

Ob es Xi Jinping amüsiert? Oder ist er klug genug, die Gefahren für die Welt zu erkennen, die absteigende Mächte mit sich führen? Diese Mächte sind die USA und die BRD, letztere die dominante Führungsmacht der EU, aber zu ihrem eigenen Leidwesen ohne Atomwaffen. Ich wende mich zuerst den USA zu. Das dortige politische System ist sperrangelweit offen für Einflussnahme durch die Inhaber*innen ökonomischer Macht. Das ist mittlerweile nah an seiner Selbstzerstörung. Dass dort einige ernsthaft diskutieren, dass das Russland schuld sei, zeigt nur, wie weit unten sie schon sind. Weiterlesen

Medienkritikerin Monroe

Für eine adäquate zeitgenössische Kenntnisnahme der Medienfigur Marilyn Monroe (1926-62) war ich zu spät geboren (1957). Für mich als Kind und Jugendlicher war sie eine Figur des Gestern. Und eindeutig überzogen aufgetakelt von der Industrie, für die sie arbeitete. Ich mochte mehr Echtes, und Stärkeres. In letzterem täuschte ich mich in ihr. Das merkte ich erst viel später. Weiterlesen

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