Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: DFL (Seite 2 von 12)

Fifa, DFL – schaut nach Frankreich!

Einerseits: zwischen Frankreich und dem Feudal-Emirat Qatar gibt es zweifellos seit langem das, was in aussenpolitischen Denkpanzern “Special Relationship” genannt wird. Das gab es zuvor auch schon zu diesen sympathischen Herren – dem hier z.B., oder auch dem hier. Dass sich die politische Klasse einer Atom- und Kolonialmacht von solchen Figuren jahrzehntelang aushalten lässt, das macht sie durchaus besonders. Die Bücher und Politthriller darüber, für die unsere Nachbarn lange zurecht berühmt waren, müssen erst noch geschrieben werden. Mglw. investieren Frankreichs Medien-Milliardäre nicht wenig dafür, dass genau das nicht passiert. Weiterlesen

Deutscher Abstieg

Die DFL pfeift im Wald

Das Kartell des deutschen Profifussballs der Herren, die 36 Mitglieder der Deutschen Fussball-Liga (DFL = die Vereine der 1. und 2. Liga) pfeift im Wald. Sie muss ihr teuerstes TV-Paket, die Samstagsspiele, neu ausschreiben. Kann sie also einen höheren Erlös erzielen als zuvor? Der Kicker, der seinerseits eine institutionelle Zusammenarbeit mit Dazn sowie mit semikriminellen Wettanbietern pflegt, aber auch auf beste Beziehungen zur DFL angewiesen ist, meldete – als jetzt gecanceltes Gebot – 320 Mio. von Sky und 400 Mio. von Dazn. Das klingt vergleichsweise bescheiden, denn als Gesamterlös wird eine Summe von über 1 Mrd. erhofft. Weiterlesen

Murdoch-Nachfolger gefunden?

Die Geschäftsführung des deutschen Profifussball-Kartells (der Herren) DFL steht derzeit unter Vollstress. Am kommenden Dienstag droht der Spruch eines sog. (rechtsstaatsbefreiten) “Schiedsgerichts” zwischen ihr und dem TV-Rechtehändler und Pay-TV-Anbieter Dazn. Letzterer erhöht schon mal den Druck, der unterm Strich bedeuten könnte, dass ein “Erfolg” der DFL vor dem Gericht teurer werden könnte, als eine Niederlage. So bauen kapitalistische Vollprofis Druck auf. Sympathisch ist was anderes. Weiterlesen

Topspiel? – Ein einziger Lichtblick

Der ist schwarz und hat einen guten Namen

Wenn BVB-Frankfurt ein “Topspiel” der DFL war – so bezeichnen es die Marketingbesoffenen in DFL und eingebetteten Medien – was sagt das dann über die anderen DFL-Partien? Bei schwüler Witterung war das Anschauen fast so anstrengend wie das Mitspielen. Beide Teams schöpften ihr Auswechselkontingent aus. Und sie waren gleich schwach. Frankfurt lehnte alle BVB-Geschenke konsequent ab. Weiterlesen

Ich hab’ die Lösung

Der VAR im Profifussball ist eine Quälerei für alle Beteiligten und hat mit Objektivität und Gerechtigkeit nichts zu tun

“VAR” ist die Abkürzung für “Video Assistant Referee”, und wird von deutschen Fussballfans bildhaft mit “Kölner Keller” übersetzt. Das verdeutlicht einen unlösbaren Autoritäts- und Transparenzmangel – und entlastet die geplagten echten Menschen als Schiris nicht im geringsten. Dafür werden sowohl Stadion- als auch TV-Fans – die Spieler*innen auf dem Rasen sowieso – jeglicher Dramaturgie beraubt, und zu Spielfiguren einer nur scheinbaren Objektivität degradiert. Die früher so bezeichnete “schönste Nebensache der Welt” wird aufgeblasen, als handele es sich um eine Frage von Krieg und Frieden. Weiterlesen

Der nächste Crash

Deutsche Fussball-Liga (DFL) – ein Gewitter im Anzug

Unter der Decke der Aufmerksamkeit absorbierenden Heim-EM brodelt bei der Deutschen Fussball-Liga (DFL), dem deutschen Kartell der 36 Erst- und Zweitligavereine, ein Gewitter zusammen – wie ein Schnellkochtopf, der unter Überdruck zu explodieren droht. Der dickste Einnahmeposten, die Vermarktung der inländischen TV-Rechte, wird vor einem Schiedsgericht verhandelt – mit dem Potenzial anschliessend vor den ordentlichen Gerichten des Rechtsstaates zu landen. Weiterlesen

Subventionen für Millionäre

Finanzierung des Profifussballs – stille Pokerpartien

Stadionfans zahlen nicht wenig für ihre Karte, in der Mehrheit ihre Dauerkarte. Sie drücken damit aus, was ihnen die dargebotene Kunst ungefähr wert ist. Und nehmen dabei im Stadion auch kein Blatt vor den Mund. TV-Zuschauer*innen zahlen die staatsvertraglich festgelegte Haushaltsgebühr für ihre öffentlichen Sender. Was ihnen der Fussball dabei wert ist, werden sie nicht gefragt. Die TV-Rechte-Pokerspieler*innen, die öffentlich nicht verheimlicht werden, aber weitgehend anonym bleiben, spielen ohne öffentlichen Auftrag, und unter geringfügigster Kontrolle ihrer Rundfunk- und Fernsehräte. Weiterlesen

Spielkunstdemonstration

Das 1:0 Spaniens gegen Titelverteidiger Italien lässt für alle, die es nicht gesehen haben, kaum erahnen, welche spielerische Demonstration und Demontage sich dahinter verbirgt. Während das vorgeblich euphorisierte DFB-Land es bislang nur mit “Fallobst” (Schottland, Ungarn) zu tun hatte, haben die Spanier gegen den Titelverteidiger sowie gegen den WM-Dritten Kroatien (3:0) Ausrufezeichen gesetzt. Weiterlesen

Darf der das?

Der WDR stört das DFB-“Sommermärchen”-Marketing, weil (kleine) Teile von ihm (noch) unabhängigen Journalismus machen

mit Update mittags und Update 6.6.

Der Ärger der Fussballmillionäre und ihres Apparates beim grössten Sportverband der Welt, dem Deutschen Fussball-Bund, ist gross. Da bereiten sich 26 Spieler und ein um ein Vielfaches grösserer PR-Apparat auf ein “dringend notwendiges” “Sommermärchen 2.0” vor, das – wie immer – mit einem deutschen Titelgewinn enden soll, und dann das: Rassismus! In Deutschland! Weiterlesen

Wie Robin Hood – nur andersrum

mit Update 1.6.

Wie das ZDF-Magazin royale unter der redaktionellen Leitung von Hanna Herbst gestern einen Hauptsponsor des angeblichen “Sommermärchens 2.0” auf die publizistische Gabel genommen hat, hatte Hand und Fuss. Verfügbar 1 Jahr. Und konnte wegen des bombastischen Umfangs des politökonomischen Problemzusammenhangs gar nicht vollständig sein. Fazit: hier verbindet sich der Profifussball der “Herren” offen mit der Organisierten Kriminalität. Weiterlesen

1 Million weniger

Massenhaft Märchenerzählungen nach der Bundesligasaison – es gibt auch Wahrheiten

Der für den Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum zuständige FAZ-Fussballredakteur holt ein millionstes Mal das Märchen aus der Journalistenschublade: “Die Bundesliga-Saison zeigt, dass Erfolg nicht nur vom Geld abhängt.” (Paywall) Es war nicht Daniel Theweleit, der aber ebenfalls alle möglichen PR-Märchen für den Bayer-Konzern recycelt. Klar ist: seine Konzernmannschaft hat klar den überzeugendsten Fussball gespielt, die Tabelle lügt nicht. Aber, dass das nichts mit Geld zu tun haben soll, wer soll das glauben? Jahresumsatz des Bayerkonzerns: 48,5 Mrd. Weiterlesen

Keine erste Adresse

Die Aussagekraft des Fussballkonzerns aus dem süddeutschen Raum

Was bedeutet es, wenn die Tatsache, dass ein Geschäftspartner eine Rechnung bezahlt, eine Nachricht für die Medien ist? Ein Jahr selbstständige Arbeit genügte mir, um das zu wissen: nichts Gutes. Dass in einer Zeit des Krieges zwischen Geldgebern und Profifussball-der-Herren-Betrieben nun der Marktführer in dieser Weise taumelt, wie er es tut, ist ebenfalls kein Zufall. Spätestens beim schwindelerregend gesellschaftsblind taumelnden Agieren der Branche in der Coronakrise war absehbar, was sich erst jetzt präsentiert. Es fehlt eine Vision, ein zukunftsorieniertes und gleichzeitig realistisches Selbstbild – und das dafür erforderliche qualifizierte Fachpersonal. Weiterlesen

“Zeitenwende” im deutschen Profifussball

(der Herren)

Das sieht nicht gut aus. Krieg vernichtet jede Sicherheit, auch die Planungssicherheit. Zwischen der Deutschen Fussball-Liga, dem Kartell der 36 Vereine der 1. und 2. Liga, und dem Sportstreaminganbieter Dazn, dem Medium des ukrainisch-russischen-US-amerikanischen Oligarchen Blavatnik, ist Krieg. Der gewöhnlich aus Frankfurter Fluren bestens informierte Sportchef der FR Jan Christian Müller formuliert es so: “Gerade sieht es aber verdächtig danach aus, als sei das Tischtuch zwischen DFL und DAZN nicht nur zerrissen, sondern geradezu zerrupft.” Weiterlesen

Warum will die DFL “Sky” retten?

Die eingebetteten Medien verhalten sich verhältnismässig ruhig, und werden durch den Bundesligaspielbetrieb beschäftigt und abgelenkt Darüber hinaus sind alle besoffen von der Tatsache, dass demnächst fast die Hälfte der Bundesligisten in der sog. “Champions” League mitspielen, bzw. vor allem: mitkassieren darf, und Uefa-Milch-und-Honig sich über den deutschen Profifussball der Herren und seine angeschlossenen Anstalten ergiesst. Wenig beachtet bleibt, dass die zahlenden Anstalten und das Vereinskartell DFL sich den Krieg erklärt haben. Weiterlesen

Immer nach oben

Die gesellschaftspolitischen Lehren der “Uefa-Champions-League”

Kapital fliesst immer dorthin, wo schon besonders viel seinesgleichen ist. Das ist ein wesentliches Gesetz des real existierenden Kapitalismus. Wem das nicht passt, die*der muss eingreifen: mann*frau nennt es Politik. Die meldet sich jedoch immer mehr von ihrer eigenen Aufgabe ab. Das gilt für Profis und Amateure gleichermassen. Nirgendwo wird das radikaler vorgeführt, als im Fussballbusiness. Das dürfte ein Grund sein, warum auch der Fanprotest sich politisch radikalisiert. Immerhin. Weiterlesen

Wo ist sie?

Die gesellschaftliche Basis für die Verteidigung der öffentlichen Medien fehlt – wo es sie gab/gibt wird sie planmässig abgeschreckt

Dieter Dörr gibt nicht auf. Das ist erfreulich. Er ist vielleicht der kompetenteste Medienrechtler dieser Republik. Ich erlebte ihn vor Jahrzehnten bei einer Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Medien der Grünen. Guter Mann. Dem kann so schnell keine/r das Wasser reichen. Ein mit der FAZ eng zusammenarbeitender Fachblog hat einen Vortrag von ihm publiziert: “Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – Probleme und Perspektiven”. Gut so. Weiterlesen

Organisierte Interessenkollision

Dröhnendes Schweigen zum Kerngeschäft des potenziellen DFL-Investors

mit Update abends: Geplatzt

“Es gibt keine Mafia.” Das sagen immer nur die, die es am besten wissen – ihre Angehörigen. Sie fühlen sich durch öffentliche Aufmerksamkeit in ihren Geschäften gestört. Darum muss es beunruhigen, dass in der zunehmend erhitzten Debatte um einen möglichen Investoreneinstieg bei der Deutschen Fussball-Liga (DFL) das Kerngeschäft des übriggebliebenen letzten Kandidaten, der “CVC Capital Partners”, so dröhnend beschwiegen wird – ausser von den angeblich so radikalen Ultras. Weiterlesen

Kunst des Agendasettings

Meiner Begeisterung hatte ich schon Ausdruck gegeben. Das Fachorgan “Kicker” meldet online nun bereits, wenn in einem DFL-Spiel tatsächlich gespielt und nicht unterbrochen wird. Das Business quengelt. Im Zentrum der Konfrontation ist Dortmund, wo sowohl der führende DFL-Strippenzieher auf der VIP-Tribüne regiert und seine Millionärsangestellten (Can, Füllkrug) vor Mikrofonen quengeln lässt, als auch die “Süd”, die grösste Stehtribüne Europas im Westfalenstadion, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Weiterlesen

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