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Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Digitale Souveränität (Seite 2 von 2)

Wandel durch Handel,

das war unser Rezept um mit Europa in der Welt bestehen zu können. In Wirklichkeit hat es nur Oligarchen genährt, die ihre Interessen gnadenlos und ohne Rücksicht verfolgen. So kommt eine aktuelle Studie der Universität Bonn im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung letztlich zu dem traurigen Ergebnis: “Ein realistischeres Ziel könnte darin bestehen, eine Politik zu entwerfen, die das Abhängigkeitsniveau der Wirtschaft von ‘hoher Verwundbarkeit’ zu ‘geringer Verwundbarkeit’ bewegen.” Weiterlesen

Der Kampf hat begonnen

Ein europäisches Netzwerk, das anders als Facebook weder Daten verkauft noch die Demokratie zersetzt: Wie realistisch ist das eigentlich?

Mal angenommen, es gäbe in Europa ein soziales Netzwerk, das vor allem für die Nutzerinnen und Nutzer da wäre. Es würde persönliche Daten schützen, wäre dezentral organisiert mit offengelegten Algorithmen. Alle könnten nachvollziehen, wie es funktioniert. Ach ja: Auf der Plattform gäbe es keine Werbung, Nachrichten würden ohne Priorität, rein chronologisch präsentiert. Gewaltverherrlichende Posts und Videos würden schnellstens gelöscht, autoritäre Regime würden dort keine Propaganda machen. Nur ein Traum? Weiterlesen

Vollgas aus Russland …

… und der Rubel rollt – nur unser Drang zur Souveränität macht den Herren im Kreml zu schaffen. Grüne Minister reisen nach Saudi-Arabien und gleichzeitig drängen uns die Amerikaner ihr Fracking-Gas auf, gibt es auch nicht zum Spottpreis.

Dabei hat es ein ganze Reihe von Vorzügen sich souverän zu zeigen. Durch Diversifikation und einer strategischen Balance in allen Zulieferketten werden wir vom Bittsteller zum Geschäftspartner. Energiepolitisch laden wir gerade nach. Wenig souverän gehen wir allerdings mit unseren Datenschätzen um. Weiterlesen

Per Anhalter nach Russland …

… und die Antwort auf alle Fragen ist diesmal nicht 42, sondern: 144.24.181.253.

Warnung: Dieser Text enthält Stellen, die empfindsame Menschen irritieren können! Es wird zu Selbstversuchen und konspirativen Mutproben aufgerufen.

Mit dem Internet ist es so ähnlich, wie mit einem Auto: wer die Motorhaube öffnet, sieht da rein, wie ein Schwein ins Uhrwerk. Da ist nix drin, was wir wissen müssen, um damit zu fahren. Wer nicht schalten will, der legt sich gleich einen Automatik zu und muss noch weniger wissen. Ein Automatik macht aber erst Spaß, ab 250 PS aufwärts, drunter ist es ganz praktisch eine Gangschaltung zu bedienen. Weiterlesen

Hilfe zur Selbsthilfe…

… ist ein etwas anderer Ansatz, um sich ein kleines Stückchen Informationsfreiheit zurückzuerobern. Sperrungen von Seiten im Internet, weil die Seitenbetreiber zufällig nicht ins politische Bild passen, sind nicht nur in Russland an der Tagesordnung. Ebenso verfahren wir hier – ganz ohne schlechtes Gewissen – bemängeln aber dieses rigide Vorgehen bei unseren Nachbarn.

Google darf uns nicht mehr Informationen zu Russia Today oder Sputnik anzeigen. Fragt sich: sind wir so unmündig und wenig medienkompetent, dass uns nicht zugetraut wird, uns aus allen frei zugänglichen Quellen zu informieren? Weiterlesen

Lokal verankert, global und digital vernetzt

Die internationale Vernetzung der Zapatistas

Wenn es um Positionen zum Internet, zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz geht, überwiegen meist zwei konträre Einstellungen, entweder deren Verherrlichung als Höhepunkt der Effizienz und der „Befreiung des Menschen von allem Ungemach“, meist vorgetragen in neoliberalen Dunstkreisen, oder deren totale Ablehnung als absolute Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft, als Tummelplatz für rechtsextremistische Gruppen, als kriegstreibend, als extreme Anhäufung von Kapital und Macht in der Digitalökonomie, als totale Überwachung des Menschen, als Schaden für die mentale Gesundheit und als Gefahr für die kindliche Entwicklung. Eine dritte Position nehmen die Zapatistas ein.

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