Beueler-Extradienst

Meldungen und Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Mosambik

DDR-Geschichte mal wieder falsch

Haus der Kulturen der Welt: Aktuelle Ausstellung zeigt die DDR-Geschichte mal wieder negativ und falsch – Das Haus der Kulturen der Welt will mit seiner Ausstellung „Echos der Bruderländer“ die Lebensrealität von Migranten in der DDR abbilden. Unser Autor übt Kritik.

Seit einigen Jahren wird die Spaltung der deutschen Gesellschaft immer deutlicher, nicht nur bemerkbar an oben und unten, sondern auch zwischen Ost und West; wobei der Frust der Ostdeutschen immer deutlicher zum Ausdruck kommt.

Parteipolitisch artikuliert sich dieser an der Zunahme radikaler Positionen und sozial-gesellschaftlich – worauf in dieser Zeitung mehrfach hingewiesen worden ist – in der breiten Kritik an den Folgen der staatlichen Vereinigung. Die Kollegen Dirk Oschmann und Katja Hoyer haben auf die Gefahren dieser Entwicklung in ihren Büchern deutlich aufmerksam gemacht. Weiterlesen

Sie kennen Freddy nicht?

Best of 14. März 2023

Er killt ja nur Schwarze. Und gar nicht so “viele”. Was interessiert es also europäische Öffentlichkeiten? “Mit seiner Lebensdauer von über einem Monat schlägt Freddy den bisherigen Rekordhalter ‘John’, der sich im Jahr 1994 31 Tage lang hielt. Doch auch in Bezug auf die akkumulierten Energie wird Freddy vermutlich Rekorde brechen. Die NASA spricht von dem bislang energiereichsten Sturm in der südlichen Hemisphäre. Laut Weltorganisation für Meteorologie (WMO) entspricht die Menge der Energie der einer durchschnittlichen nordatlantischen Hurrikan-Saison.” Mmh, ja, ist das schlimm? Jutta Blume/telepolis weiss es: Weiterlesen

Hoyerswerda saúda Moçambique

Mediathekperle des MDR
Die Filmproduktion Schulz/Wendelmann kannte ich bisher nicht. Kein Wunder, die sitzen in Leipzig. Aufmerksam wurde ich durch ihre Produktion “Hoyerswerda ’91”, gesendet in der Reihe “Geschichte im Ersten”, gestern wiederholt auf dem Doku-Sendeplatz des MDR-Fernsehens, dienstags 22.10 h, noch ein knappes Jahr Mediathek. Egal, ob Sie damals schon lebten oder nicht. Gucken Sie sich das an. Sie werden dazulernen. Weiterlesen

Mosambikanische Vertragsarbeiter:innen

von Christine Bartlitz, Isabel Enzenbach

Für Entschädigungszahlungen – Offener Brief an die Bundesregierung

Mehr als 17.000 mosambikanische „Vertragsarbeiter:innen“ kamen zwischen 1979 und 1989 in die DDR. Grundlage war ein Abkommen zwischen der DDR und der Volksrepublik Mosambik „über die zeitweilige Beschäftigung mocambiquanischer Werktätiger in sozialistischen Betrieben“. Der Herbst 1989 bedeutete für viele von ihnen ein jähes Ende ihres Aufenthalts. Sie verloren ihren Arbeitsplatz, ihre Unterkunft kämpften mit verstärktem Rassismus. Viele Betriebe, ehemalige Kolleg:innen, Nachbar:innen taten alles, um sie möglichst rasch aus dem neuen Deutschland zu vertreiben. Viele kehrten, ohne ihre verbliebenen Rechte wahrnehmen zu können, zurück nach Mosambik. Als sie dort ankamen, fanden sie ein von zwölf Jahren Bürgerkrieg zerrüttetes Land vor und waren um die versprochenen finanziellen Rücklagen betrogen worden. Weiterlesen

Brennender Längengrad

Dieser Text gefährdet Ihr Wohlbefinden
Heute haben sich die (Zwischen-)Bilanzen der “Arabellion” gehäuft. Die sollten Sie nicht übergehen. Allzu selten interessiert sich hiesige Öffentlichkeit für die gesellschaftliche Tiefenströme unter der Oberfläche der Ereignisse. Noch beschäftigen hiesige Medien qualifizierte Korrespondent*inn*en und Autor*inn*en, die uns Wichtiges erklären können.
Die FAZ hat die ausführliche Bilanz von Christoph Ehrhardt und Rainer Hermann mittlerweile leider eingemauert (Paywall). Deren Wissen ist zum Glück nicht exklusiv. Karim El-Gawhary/taz, dessen Vater Magdi mir in den 70er und 80er Jahren ein wichtiger politischer Freund war, sieht den nächsten Sturm heraufziehen, Er übertreibt nicht. Weiterlesen

Desolate Lage in Südafrika?

Birgit Morgenrath hat sich an politisch gleicher Stelle wie ich engagiert, begann nur ein paar Jahre später damit: im Engagement gegen Rassismus bei der Anti-Apartheid-Bewegung der BRD (AAB). Nun hat sie beim DLF ein wichtiges Feature zur heutigen gesellschaftlichen und politischen Lage in Südafrika (45 Min.; Manuskript nachlesbar) abgeliefert. Es löste bei mir auf für Features mustergültige Weise einen Denkprozess, eine kleine Selbstprüfung aus, der sich Morgenrath bei der Produktion vermutlich auch selbst unterzogen hat. Weiterlesen

Mandela – 100

Aus Anlass des heutigen 100. Geburtstages von Nelson Mandela dokumentiere ich hier einen Text, den ich 2013 aus Anlass seines Todes für die ruhrbarone geschrieben habe. Unten ergänze ich einige aktuelle Hinweise und Anmerkungen im Update.

Mandela – viele deutsche Nachrufer heucheln

Ich bin zwar kein Freund von Personenkult, aber inhaltlich sind die meisten Mandela-Nachrufe zutreffend. Es gibt jedoch einen speziellen deutschen blinden Fleck. Mandela war viel zu großherzig darauf rumzureiten. Ich bin es nicht.

Ich habe das Ruhrgebiet wegen Südafrika verlassen. Ende 1976 begann ich meinen Zivildienst bei der Informationsstelle Südafrika (issa). Nach dem Ende des Zividlienstes wählte mich 1978 die bundesdeutsche Anti-Apartheid-Bewegung (AAB) in ihren Vorstand. Weiterlesen

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