Mord als Bizzynessmodell / LfM-NRW

Von , am Dienstag, 20. Februar 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Der Neoliberalismus macht auch vor der Ökonomisierung des Massenmordens nicht halt. Avantgarde in der Entfesselung des Kapitalismus, aber keineswegs alleinschuldiger Akteur dieses Mal: Russland. Testmarkt: Syrien.

Es interessiert die wenigsten, aber anschaulich ist es doch. Brauchen wir eine Landesanstalt für Medien? Ich meine: nein. Ich habe ihrem Aufsichtsgremium, der Medienkommission einige Jahre als stellvertretendes Mitglied angehört. Ihre Erfindung geht auf die Entstehung privaten Rundfunks und Fernsehens in den 80ern zurück. Sie diente als weisse Salbe. Das, weswegen sie entstand, wird in Kürze verschwunden sein. Es gibt keine Frequenzknappheit mehr, nicht für Texte, Töne, Bilder. Marktmacht ist für das, was wir bis heute an “Aufsichtsgremien” kennen, zu komplex und zu gross.
Das vorangestellt ist es dennoch eine launige anekdotenreiche Erinnerung, was der einstige Direktor der LfM-NRW Norbert Schneider jetzt in der Medienkorrespondenz als Antwort auf seinen Nachfolger Brautmeier veröffentlicht hat. Letzteren habe ich im Amt erlebt, intrigengestählt, wie alle in diesem Amt sein müssen.
Die heutigen Landesanstalten für Medien könnten zu einer gemeinsamen Anstalt der Bundesländer zusammengelegt werden, vergleichbar der Kultusministerkonferenz. Das wird aber gewiss nicht geschehen. Näheres s. Schneider, “Parteipolitisierung” (oder bei mir: “Politisches Prekariat”).

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