Ruhrpottderby – DFL und Pay-TV zerstören den Sport

Von , am Samstag, 14. April 2018, in Fußball.

Die geldgierigen Supermänätscher der Deutschen Fussball-Liga (DFL) haben sich schon gemeinsam mit ihren Kumpanen von Murdochs und Eurosports Pay-TV als zu blöd erwiesen, fünf verhasste Montagsspiele pro Saison auf zumutbare Termine am Wochenende zu verlegen. Noch schlimmere Auswirkungen hat ihre Doofheit aber am morgigen Sonntag, wenn um 15.30 h das Ruhrpottderby in Gelsenkirchen angepfiffen wird. Sie waren wahrhaftig nicht imstande, das Spiel nach dem gloriosen Ausscheiden des BVB aus der Europa-League (gegen so einen Bergbauern-Verein aus Österreich) schlicht um einen Tag vorzuverlegen, auf den Termin, den ausnahmslos alle Fanorganisationen seit Jahrhunderten fordern: Samstag, Fünfzehndreissig.
Jetzt spielen sie, wenn alle Fussballfreunde gewöhnlich selber diesem Sport nachgehen, in tausenden von Kreis- und Bezirksklassenspielen. Die Zuschauereinnahmen sind es nicht, die den Amateurvereinen fehlen, die auch. Aber etwas Entscheidenderes fehlt: die Spieler. Die wollen Derbygucken.
Es wäre nur gerecht. wenn S04 seine Zuschauereinnahmen und die DFL die Pay-TV-Millionen für das Spiel an alle Kreis- und Bezirksligisten in Westfalen ausschütten. Und der Staat, dessen “überlastete Polizei” an dem Malheur mitgewirkt haben dürfte (arbeiten Polizist*inn*en etwa lieber sonntags als samstags?), den Mehrwertsteueranteil der Gastwirte gleich noch dazu.
Aber gerecht? Solidarisch? Wer kennt das? Wer hat das schon mal erlebt? Die Grossmütter und -väter sollten es den Jüngeren mal erzählen, auch wenn es die nervt. Aber definitiv schöner als die Kriegserinnerungen, die wir uns anhören mussten (was uns auch nicht geschadet hat).

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