Immobiliensammler Rene Benko – und was macht mann mit Immobilien am liebsten? – hat unter Federführung der baden-württembergischen Landesbank einen weiteren Sack voll City-Immobilien beschert bekommen. So berichtete es Michael Kläsgen/SZ und auch viele weitere Medien.
Meine Fragen: Hat der Oberbürgermeister mal Kontakt mit seinen Parteifreunden in den Landesbank-Aufsichtsräten aufgenommen? Oder eine*n Parteifreund*in im Hauptstadtberlin darum gebeten? Auch bei den Bonner Grünen (Baden-Württemberg!!) läge diese Frage nicht fern. Welche Verwertungen der zahlreichen bedeutenden City-Standorte wurden vereinbart? Oder eingegrenzt? Oder alles Herrn Benko, einem gerichtlich verurteilten Straffälligen, überlassen? Mit zwei fetten Klötzen am zentralsten, wichtigsten Platz der Stadt wüsste Mann und Frau da doch gerne mehr. Insbesondere die zahlreichen Beschäftigten, mehrheitlich Frauen, der jetzt zusammengeschmissenen Konzerne. Glaubt irgendjemand, Benko könnte mit zwei von Kunden weitgehend entleerten Gross-Kaufhäusern wirklich was anfangen? Also was hat er vor? Oder haben die Herren Banker das gar nicht gefragt?
Ist irgendjemand zuständig?
Wenn ja: und wann sollen wir es erfahren?
Wenn nein: wir zwingen Euch nicht, Ämter und Mandate zu behalten. Ihr dürft auch zurücktreten, wenn Ihr Euch überfordert fühlt.
Ein Schmunzeln huscht über Benkos Gesicht ….
Update 8.9.: Von einem Mitglied einer alteingesessenen City-Händlerfamilie hörte ich die Vermutung, das Karstadt-Gebäude sei nur vermietet und stehe über Erbbaurecht auf kirchlichem Grund, das Gebäude soll gar der Stadt gehören, die dann darauf sitzenbliebe (ob Amazon es mieten will?); der Bonner Kaufhof sei dagegen komplett Eigentum. Wenn das stimmt, würde das für Benkos Perspektive bedeuten: der Karstadt-Klotz ist wertlos, das Kaufhof-Ding ist der eigentliche Wert – so weit es Bonn betrifft.